Für die 16. Bundesversammlung am 12. Februar 2017 hat die sächsische SPD-Landtagsfraktion Bahra Niazmand nominiert. Bahra Niazmand wurde 1991 in Kabul (Afghanistan) geboren. Sie reiste im Jahr 2000 nach Deutschland ein und erhielt im August 2010 die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach ihrem Realschulabschluss in Leipzig im Jahr 2013 und der Fachholschulreife 2015 befindet sie sich derzeit in einer Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin.

Frau Niazmand engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Flüchtlingsrat Leipzig e.V. Als Sprach- und Kulturmittlerin unterstützt sie aktiv Geflüchtete.

Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag: „Im Gespräch mit unserer Integrationsministerin Petra Köpping, ob sie für die sächsische SPD an der Wahl des Bundespräsidenten teilnehmen möchte, hat sie vorgeschlagen, stattdessen eine engagierte Persönlichkeit aus der Geflüchtetenhilfe zu nominieren. Es ist eine gute Tradition, dass aus den Ländern nicht nur Politiker in die Bundesversammlung entsandt werden und damit die Wahl auf eine breitere gesellschaftliche Basis gestellt wird.

Ich freue mich, dass wir dafür Bahra Niazmand gewinnen konnten. Mit der Nominierung möchten wir vor allem Dank und Anerkennung für die Arbeit und Unterstützung für Geflüchtete ausdrücken. Aber natürlich soll sie auch Ausdruck gesellschaftlicher Normalität sein: Migrantinnen und Migranten gehören zu Sachsen. Das soll sich, im Jahr 2017, auch bei der Wahl des Bundespräsidenten widerspiegeln.“

Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration: „Ich habe Bahra Niazmand als engagierte, junge Frau kennengelernt, die dort anpackt, wo Hilfe und Unterstützung benötigt wird. Das hat mich sehr beeindruckt. Denn gerade im Herbst des letztens Jahres brauchten wir dieses Engagement überall in Sachsen. Menschen mit Migrationshintergrund sind für eine gelingende Integration unverzichtbar. Bahra Niazmand ist für mich ein herausragendes Beispiel gelungener Integration und ich freue mich außerordentlich darüber, dass sie meinen Vorschlag angenommen hat und im Februar unseren nächsten Bundespräsidenten wählen kann.“

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