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Lidl profitiert von Billigfleisch

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren vor Lidl-Filiale für eine bessere Tierhaltung

Für eine transparente Kennzeichnung von Supermarkt-Fleisch demonstrieren Greenpeace-Aktivisten am morgigen Samstag in 51 Städten vor Lidl-Filialen. Mit einem zwei Meter großen Schwein aus Pappe stehen die Leipziger Umweltschützer ab 12 Uhr vor Lidl im Petersbogen, Petersstr. 34 „Frag Lidl, wie ich leben muss!“, steht auf den Aufstellern. Die Kunden können per Postkarte ihre eigenen Fragen zur Fleischproduktion direkt an Lidl stellen. „Beim Kauf von Lidl-Fleisch weiß niemand, ob die Tiere leiden mussten, ob Antibiotika eingesetzt wurden oder gentechnisch verändertes Tierfutter im Trog gelandet ist. Das muss Lidl ändern“, sagt Susanne Triesch von Greenpeace Leipzig.

„Wir fordern von Lidl, mit gutem Beispiel voranzugehen. Der Discounter soll freiwillig und ehrlich auf den Produkten seiner Eigenmarke Landjunker seine Kunden über die Herkunft und die Haltung der Tiere informieren.“ In Dänemark zeigt der Discounter bereits, dass es besser geht. Dort verkauft Lidl Fleisch von Schweinen,  denen keine Antibiotika verabreicht werden, die nicht mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden und die ihre Ringelschwänze behalten dürfen.

Greenpeace hat bei allen großen deutschen Supermarktketten nachgefragt, aus welcher Tierhaltung ihr Fleisch stammt. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Supermärkte tun zu wenig, um sich von den schwachen gesetzlichen Mindeststandards abzuheben. Diese lassen es zu, den Schweinen ihre Ringelschwänze  abzuschneiden und sie ohne ausreichend Tageslicht, ohne Auslauf auf engstem Raum zu halten. Die Vorgaben der vom Einzelhandel ausgerufenen „Initiative Tierwohl“ sind kaum besser als die gesetzlichen Mindeststandards. Auch hier bleibt die Haltung der Tiere nach wie vor mangelhaft. Zudem landet Gentechnik im Futtertrog und den Landwirten werden keine fairen Preise gezahlt.

Lidl und Aldi sind Preisdumper der Fleischbranche

Mit dem Logo der Initiative werben besonders Lidl und Aldi massiv auf ihrem Fleischangebot. Der Großteil des Fleisches kommt jedoch nicht aus Betrieben der Initiative, sondern aus umweltschädlicher Massentierhaltung. „Der gesamte Einzelhandel versucht sich mit seiner ‚Initiative Tierwohl‘ aus der Verantwortung zu ziehen. Das grenzt an Verbrauchertäuschung“, sagt Triesch. Die Supermärkte – vor allem die Discounter – drücken die Preise für Fleisch. Sie locken die Kunden mit Angeboten in den Laden, ohne transparent zu machen, welche Folgen die billigen Preise für Tiere und Umwelt haben. „Wir fordern von Lidl, kein Billigfleisch mehr zu verkaufen. Der Discounter muss erklären, wie er die Haltung seiner Tiere verbessern wird und andere Discounter müssen da nachziehen“, sagt Triesch.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

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Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

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