Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 2. Juni: Schwerer Unfall, Kind schwer verletzt, Ein Messer, ein Sprengkörper und ein herrenloser Koffer

Im Kreuzungsbereich S 1/AS Leipzig-Nord BAB 14 kam es am Mittwochnachmittag zu einem schweren Unfall +++ Beim Ausparken erfasste in Eilenburg ein 76-Jährige mit seinem Fahrzeug einen 6-jährigen Jungen, der dabei schwer verletzt wurde – In beiden Fällen werden Zeugen gesucht +++ Oft erreichen Notrufe die Polizei, die die Beamten in höchste Alarmbereitschaft versetzen und die aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Welt auch ernst genommen werden. Gleich drei solcher Sachverhalte hatten die Leipziger Polizei und die Bundespolizei am Donnerstagnachmittag und Abend zu bewältigen.

Nach schwerem Unfall dringend Zeugen gesucht

Die Polizei berichtete gestern unter der Überschrift: „Zwei Schwerverletzte innerhalb kürzester Zeit – 1. Fall“, wonach sich am Mittwoch, den 31.05.2017, gegen 15 Uhr ein Verkehrsunfall im Bereich der Miltitzer Straße/Sandberg in Leipzig ereignete. Ein 22-Jähriger fuhr mit seinem BMW X 1 auf der Straße „Sandberg“ und beabsichtigte, die Miltitzer Allee weiter in stadtauswärtige Richtung zu überqueren. Dabei stießen er und der just in dem Moment von links kommende Nissan Qashqai im Kreuzungsbereich zusammen. In Folge dessen überschlug sich der Qashqai und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Beide Autofahrer verletzten sich leicht, die Beifahrerin (24) aus dem BMW indes schwer. Sie musste zur ärztlichen Behandlung in einem Klinikum stationär aufgenommen werden. Der Nissan, an welchem ein Schaden von ca. 10.000 Euro entstand, war weiterhin fahrbereit, der BMW hingegen nicht mehr. Er musste von der Unfallstelle geborgen werden. Sein Schaden betrug ca. 7.000 Euro. Zum Unfallzeitpunkt war die Lichtzeichenanlage in Betrieb und beide Fahrer wollen laut ihren Aussagen bei Farbzeichen Grün gefahren sein.

Wer hat das Unfallgeschehen beobachtet und kann Angaben zum Farbzeichen der Lichtzeichenanlage machen? Hinweise richten Sie bitte an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig/Verkehrsunfalldienst unter der Telefonnummer 0341 255 2810 oder 2851.

Kind schwer verletzt

Ein 76-jähriger Fahrer eines Pkw Opel parkte gestern in Eilenburg auf einer Freifläche in der Buttergasse. Anschließend setzte er sich um 19:50 Uhr in das Fahrzeug und fuhr rückwärts. Beim Ausparken erfasste er mit seinem Fahrzeug einen 6-jährigen Jungen. Dieser geriet unter das Fahrzeug und wurde schwer verletzt. Das Kind wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Die Beamten müssen nun die Unfallursache klären. Dabei steht im Mittelpunkt die Frage, ob der 76-Jährige vergaß, in den Rückspiegel zu schauen oder ob aus seinem Blickwinkel das Kind nicht zu sehen war.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Eilenburg, Dr.-Külz-Ring 17, 04838 Eilenburg, Tel. (03423) 664 -100 zu melden.

Ein Messer, ein Sprengkörper und ein herrenloser Koffer

Oft erreichen Notrufe die Polizei, die die Beamten in höchste Alarmbereitschaft versetzen und die aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Welt auch ernst genommen werden. Alle Einsatzkräfte atmen auf, wenn sich das Gemeldete am Ende nicht als Gefahrenlage herausstellt. Gleich drei solcher Sachverhalte hatten die Leipziger Polizei und die Bundespolizei am Donnerstagnachmittag und Abend zu bewältigen.

Fall 1

In der Scharnhorststraße beobachteten Passanten, wie ein Jugendlicher mit einem langen Messer in eine Schule hineinlief. Aufgeregt wählten sie den Notruf. Mehrere Streifenwagen rückten an. Der Sachverhalt bestätigte sich auch. Allerdings hatte der 19–jährige Schüler so gar nichts Böses im Sinn. Vielmehr hatte er sich mit Freunden vor der Schule auf einer Bank niedergelassen und mit ihnen eine Melone geteilt. Genau dazu holte er zuvor ein Messer aus der Küche und brachte es dann, wie versprochen, gleich zurück. Es konnte Entwarnung gegeben werden.

Fall 2

Im Wald gegenüber des Forsthauses Raschwitz im Leipziger Süden fand ein Hundespaziergänger einen Gegenstand, der wie ein Sprengkörper aussah, aus dem Drähte ragten. Auch er wählte den Notruf. Nach Sperrung des Geländes und Einsatz der USBV-Gruppe aus Dresden konnte Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um einen pyrotechnischen Gegenstand, der in semiprofessioneller Weise gefertigt wurde. Der Ablageort und die Art der Lagerung (teilweise verwittert) lassen den Schluss zu, dass hier jemand ein Feuerwerk für eine Veranstaltung in der nahe gelegenen beliebten Lokalität vorbereitet hatte, dann aber diesen nicht zur Umsetzung brachte und schlichtweg vergessen hatte. Von selbst konnte der pyrotechnische Sprengkörper nicht auslösen. Eine Gefahr bestand somit nicht. Er wurde durch die USBV-Gruppe abtransportiert und entsorgt. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Fall 3

Im Bahnhof wurde der Bundespolizei gegen 22:00 Uhr ein herrenloser Koffer an der Zentralhaltestelle vor dem Hauptbahnhof gemeldet. Auch hier wurde Alarm ausgelöst und Teile des Bahnhofs und des Willy-Brand-Platzes gesperrt. Noch während der Sperrmaßnahmen meldete sich eine 26–jährige Italienerin. Sie ist zu Besuch in Leipzig und hatte den Koffer schlichtweg vergessen. Der Einsatz konnte so schnell beendet werden.

Auseinandersetzung im Park

Am Donnerstagabend, gegen 22:15 Uhr, beobachteten Anwohner am Berhardiplatz eine Auseinandersetzung innerhalb einer Gruppe von 15 Jugendlichen bzw. jungen Männern. Sie riefen die Polizei. Plötzlich knallte es zwei Mal und alle rannten in unterschiedliche Richtungen auseinander. Als nur kurz darauf die Polizei eintraf, war niemand mehr am Ort. Eine Suche in der Umgebung blieb erfolglos. An dem Ort der Auseinandersetzung fanden die Polizisten zwei Hülsen von Schreckschusspatronen. Ob es Verletzungen gab, wurde nicht bekannt.

Weiterer Brand auf Grundschulgelände

Auch in den heutigen Morgenstunden musste die Feuerwehr ausrücken, um den Brand, den ein unbekannter Zündler auf dem Schulgelände in Meusdorf legte, zu löschen. Er hatte die Plastikeinsätze von zwei Papierkörben und die Tür eines Holzschuppens in Brand gesetzt, wodurch diese zerstört wurden. Desweiteren zündete er auf dem hinter der Schule verlaufenden Fahrrad-/Fußweg eine Plastikmülltonne an, so dass diese ebenfalls komplett zerstört und der Weg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine 22-Jährige bemerkte den Brand und rief die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Liebertwolkwitz konnten die Brände recht schnell löschen, doch Schäden nicht verhindern. Eine Schadenssumme steht noch aus. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Weitere Mülltonnen brannten

Wenig später brannte am Monarchenhügel und in der Feldstraße je eine gelbe Mülltonne. Auch in diesem Fall hatten Unbekannte gezündelt und damit die Tonnen komplett zerstört. Die Polizei ermittelt.

BMW „spurlos“ verschwunden

Zeitwert: 12.000 Euro – ein doch nicht unerheblicher Verlust, den ein 63-Jähriger dadurch erlitt, dass Langfinger seinen silbermetallic-farbigen BMW 523i (E60) gestern Nacht vom Fahrbahnrand der Zillstraße stahlen. Er hatte die Limousine am Mittwochnachmittag vor dem Mietshaus abgestellt und war völlig überrascht, als er am nächsten Morgen nicht mehr als „Nichts“ in der Parklücke erblickte. Sofort prüfte er die Umgebung, doch der BMW blieb verschwunden. So erstattete er Anzeige, woraufhin die Polizei das Auto umgehend zur Fahndung ausschrieb. Zur Ausstattung des BMW konnte der 63-Jährige noch folgendes sagen:

– fest eingebautes Navigationssystem mit großem Bildschirm
– schwarze Volllederausstattung,
– Klimaautomatik,
– Komfortsitze mit Sitzheizung vorn,
– Glasschiebedach,
– Radio mit CD sowie 5-fach-CD-Wechsler im Handschuhfach sowie
– originale BMW-LM-Felgen mit 225er Reifen

Die Soko-Kfz ermittelt.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Baumessen abgesagt? Trotzdem gut informiert sein!
Corona-Virus Landkreis Leipzig: Aktuell 2.635 bestätigte Fälle (Stand am 5. Dezember 2020 um 11 Uhr)
Weihnachtsoratorium, Weihnachtskantaten, Märchen und Filme aus dem Freistaat
Fahrplanabweichungen vom 7. bis zum 10. Dezember 2020 im Streckennetz der Mitteldeutschen Regiobahn
SC DHfK peilt den ersten Sieg in Erlangen an
Sächsischer Integrationspreis 2020 geht nach Bautzen, Chemnitz und Dresden
Radonvorsorgegebiete in Sachsen ausgewiesen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Klimaschutz und Verkehrswende: 20 Millionen Euro Kapitaleinlage für die LVV
Soll künftig im 10-Minuten-Takt bis Lützschena fahren: Linie 11. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Donnerstag, 3. Dezember, legte OBM Burkhard Jung eine Vorlage vor, in der er auch auf einen Antrag der SPD-Fraktion einging, die 20 Millionen Euro für die LVB beantragt hatte, damit das stadteigene Verkehrsunternehmen die nötigen Investitionen zur Verkehrswende beginnen kann. Die Stadt Leipzig soll danach eine Kapitaleinlage in Höhe von 20 Millionen Euro bei der Leipziger Gruppe vornehmen, um damit zusätzliche Investitionsbedarfe abzusichern, die sich unter anderem aus Ratsbeschlüssen zum Nahverkehrsplan und zum Klimaschutz ergeben.
KdU-Kosten bilden Leipzigs Wohnungsmarkt nicht realistisch ab: Sozialgericht Leipzig gibt Klägerin gegen Jobcenter-Entscheidung recht
Eigene Wohnung,oft dringend gesucht. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSchon seit Jahren wird über die viel zu niedrigen Sätze für die Kosten der Unterkunft in Leipzig diskutiert. Die Stadt versuchte zu deckeln und die Bewohner/-innen von Wohnungen, die nicht dem KdU-Satz entsprechen, zum Umzug zu bewegen. Doch wohin umziehen, wenn es nur noch teure Wohnungen am Markt gibt und selbst neue „geförderte Sozialwohnungen“ happig überm KdU-Satz liegen? Das Sozialgericht Leipzig entschied jetzt eindeutig für eine betroffene Klägerin.
Was Stadt und LWB zum Abschied der Geschäftsführerinnen sagen: Mit vielen Worten nichts
Iris Wolke-Haupt und Ute Schäfer. Fotos: LWB

Fotos: LWB

Für alle LeserLeipziger Kommunalunternehmen haben immer zwei Geschäftsführer/-innen. Die einen sollen die Finanzen kontrollieren, die anderen sind fürs Operative zuständig. Und sie sollen sich gegenseitig auf die Finger schauen. Das kann schiefgehen, wenn das Vertrauen zwischen beiden gestört ist. Muss aber nicht. Stadt und LWB halten sich mit Erklärungen trotzdem zurück.
Am Freitag wurde der Grundstein für das neue Heizkraftwerk Süd der Stadtwerke Leipzig gelegt
Grundsteinlegung fürs neue HKW Leipzig Süd: Thomas Brandenburg, Dr. Maik Piehler, Karsten Rogall und Burkhard Jung (von links). Foto: Leipziger Gruppe

Foto: Leipziger Gruppe

Für alle LeserLeipzig meint es ernst mit dem Kohleausstieg. 2018 beschloss die Stadt, ab 2023 auf Fernwärmelieferungen aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf zu verzichten und die Fernwärme in einem eigenen, neuen Gaskraftwerk selbst zu produzieren. Am Freitag, 4. Dezember, wurde im Leipziger Süden nun der Grundstein für das neue Kraftwerk gelegt.
Eine etwas emotionalere Einladung zu den Lichtspielen des Westens
Mediterranean Bycatch. Foto: Galerie Bipolar

Foto: Galerie Bipolar

Für alle LeserEin Jahr geht zu Ende. Und überall gibt's trübe Kommentare: „Dies durften wir nicht und jenes nicht.“ Grundtenor: „Was für ein beklopptes Jahr.“ Und je mehr von diesem seltsamen Kommentaren ich lese oder höre, umso mehr verstärkt sich mein Gefühl: Dieses Jahr hat unbarmherzig freigelegt, wie selbstgerecht und jämmerlich eigentlich die Leute sind, die uns jeden Tag erklären, wie die Stimmung ist und wie schrecklich dieses 2020. Kleiner Tipp: Gehen Sie heute Abend einfach mal in die Karl-Heine-Straße.
Großprojekt der LVB geht endlich seiner Vollendung entgegen: Richtfest für die Abstellhalle im Technischen Zentrum Heiterblick
Richtfest für die Abstellhalle im Technischen Zentrum Heiterblick. Foto: Leipziger Gruppe

Foto: Leipziger Gruppe

Für alle LeserAm Donnerstag, 3. Dezember, gab es ein gar nicht so unwichtiges Richtfest in Heiterblick. Eines, das beiläufig daran erinnerte, wie sehr auch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) im Investitionsstau stecken und dass eine knausernde Förderpolitik allein im Technischen Zentrum Heiterblick dafür gesorgt hat, dass ein Projekt über zehn Jahre Verzögerung erlebte.
Der Corona-Kompass: Das richtige Buch zu einer aufgeregten Debatte
Prof. Alexander Kekulé: Der Corona-Kompass. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlexander Kekulé ist Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie an der Martin-Luther-Universität Halle und seit Beginn der Corona-Pandemie so etwas wie der Corona-Experte aus Mitteldeutschland geworden. Und die deutsche Politik wäre gar nicht so schlecht beraten, wenn sie auf Wissenschaftler wie Kekulé hören würde. Denn so manches, was jetzt das halbe Land lahmlegt, wäre vermeidbar gewesen. Und das Coronavirus wird uns auch 2021 nicht einfach verlassen.
Freitag, der 4. Dezember 2020: Minister-Entlassung, LWB-Rückzug und Ossi-Bashing
Die beiden Noch-LWB-Geschäftsführerinnen Ute Schäfer (r.) und Iris Wolke-Haupt (sowie zwei Politiker). Archivfoto: L-IZ.de

Archivfoto: L-IZ.de

Für alle LeserSo viel Aufregung am letzten Werktag der Woche (und heute deshalb mal ohne Corona-Zahlen): In Sachsen-Anhalt muss der Innenminister seinen Posten räumen, in Leipzig wollen die Geschäftsführerinnen der LWB dies freiwillig tun und in Bautzen empört man sich über einen Medienbeitrag. Außerdem: Ein Maskenverweigerer attackierte offenbar die Polizei. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 4. Dezember 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Haltungsnote: Hipp, hipp, hurra, der Veggie-Day war da!
Autor, Leipziger und Kolumnist David Gray. Foto: Erik Weiss Berlin

Foto: Erik Weiss Berlin

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEigentlich hätte ich vor einigen Tagen mit ein paar tausend anderen Menschen in einem Stadion stehen und den Ärzten zujubeln sollen. Corona hat mir das versaut. Dafür hat Joe Biden kürzlich die Wahl in den USA gewonnen. Ich sah auf Twitter zu wie fröhliche Mobs durch die Straßen New York Citys zogen und „Ding, dong, the witch is dead“ grölten. Wobei mir es im Tippfinger kribbelte.
Grüne beantragen eigenständige Stabsstelle zur Organisation der Hilfen zur Erziehung in Leipzig
Amt für Jugend, Familie und Bildung. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSeit Jahren geht das nun so: Jahr für Jahr steigen die Betreuungszahlen in der Jugendhilfe. Noch viel stärker steigen die Kosten. Und irgendwie bekommt das zuständige Amt die Entwicklung nicht in den Griff. Anlass für die Grünenfraktion im Stadtrat, jetzt direkt einen Antrag zur Amtsstruktur zu stellen. Denn irgendwer muss doch endlich mal für die Koordination der Hilfen die Verantwortung übernehmen.
Biologische Vielfalt: Wie Vogelgezwitscher die Menschen erst glücklich macht
Auch die Kohlmeise (Parus major) trägt dazu bei: Laut Studie steigern zehn Prozent mehr Vogelarten im Umfeld das Glücksempfinden mindestens genauso stark wie ein vergleichbarer Einkommenszuwachs. Foto: Stefan Bernhardt

Foto: Stefan Bernhardt

Für alle LeserEs wird zwar endlich intensiver darüber diskutiert, wie man die biologische Diversität, also den Reichtum der Lebensgemeinschaften auf unserem Planeten retten kann. Aber dass der Reichtum der Natur auch eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass Menschen glücklich sind, war bislang kaum Thema. Dabei empfinden wir Menschen sehr genau, ob unsere Umwelt intakt ist. Das thematisiert jetzt auch das iDiV.
Planverfahren soll klären: Platzfläche zubauen oder mehr Grün an der Prager Straße?
Der kleine Platz zwischen Johannisgasse und Prager Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2019 wurde schon einmal kurz diskutiert zu dem, was die Verwaltung südlicher Johannisplatz nennt. Dabei geht es um die bislang nur mit einem Bratwurstkiosk bebaute Dreiecksfläche zwischen Johannisgasse und Prager Straße. Aber unklar ist, ob die Platzfläche nun zugebaut werden soll oder zum grünen Stadtplatz wird. Über die städtebauliche Zukunft des 1.200 Quadratmeter großen südlichen Teils des Johannisplatzes soll anhand eines Bebauungsplanes entschieden werden.
Gastkommentar von Christian Wolff: „Er kniet“ – Willy Brandts Kniefall in Warschau
Christian Wolff war bis 2014 Pfarrer in der Leipziger Thomaskirche. Foto: privat

Foto: privat

KommentarEgon Bahr (1922–2015), engster Mitarbeiter von Willy Brandt (1913–1992), konnte ihn damals nicht sehen, den Kniefall von Warschau vor 50 Jahren am 7. Dezember 1970. In seinen Erinnerungen (Egon Bahr, „Das musst du erzählen“. Erinnerungen an Willy Brandt, Berlin 2013) notiert er: „… vor uns eine Wand von Journalisten, als es plötzlich still wurde. Auf die Frage, was denn los sei, zischte einer: ‚Er kniet.‘“ (Seite 105)
Wenn Falschparker nicht abgeschleppt werden und sich für schwächere Verkehrsteilnehmer nichts bessert
Zugeparkt - in Leipzig auch immer öfter gern zweireihig, wie hier in der Gottschedstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war kein ganz zufälliges Zusammentreffen, dass am 2. Dezember eine Einwohneranfrage mit dem Titel „Wer will die Verkehrswende?“ im Ratsinformationssystem der Stadt auftauchte und gleich am 3. Dezember die Vorlage des OBM, den Stadtratsbeschluss vom 7. Oktober „Abschleppen von verkehrsbehindernd geparkten Kraftfahrzeugen“ aufzuheben. Mit der Vorlage folgt OBM Burkhard Jung lediglich dem Bescheid der Landesdirektion Sachsen. Aber genau das spricht Bände.
Corona-Hotspot Sachsen: Hasenfüßige Landräte und ein Brief an den OBM
Die aktuelle Kampagne der Stadt: Maske auf und durch. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Sachsen ist in den vergangenen Wochen gewaltig etwas schiefgegangen. Schon am 11. November warnte die Landesärztekammer „Corona-Pandemie: Notmaßnahmen in der zweiten Welle bei weitem nicht ausreichend“. Am 13. November appellierte Sozialministerin Petra Köpping an Ärzte im Ruhestand, sich reaktivieren zu lassen. Nur Leipzig scheint seitdem noch einigermaßen die Zahlen im Griff zu haben. Aber auch hier herrscht zuweilen eine beängstigende Sorglosigkeit, stellt der Brief eines Leipzigers an den OBM fest.