Die Linke Leipzig lädt am Donnerstag, dem 31. August 2017, um 17:00 Uhr auf den Leipziger Augustusplatz, Gewandhausseite, zu einer öffentlichen Diskussionsrunde unter freiem Himmel ein. Das Thema der Runde ist „Pflegenotstand stoppen!“ Als Gesprächspartner sind an diesem Abend Stephan Gummer, Gesundheits- und Krankenpfleger, Gewerkschaftsaktivist an der Berliner Charité, sowie Johanna Henatsch, Ärztin bei Vivantes Berlin-Neukölln und Mitglied der ver.di-Tarifkommission Entlastung, zu Gast.

Mit ihnen diskutiert Sören Pellmann, Vorsitzender Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig und Direktkandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 153, darüber, was gegen den um sich greifenden Personalmangel und die weitere Kommerzialisierung in den Krankenhäusern zu tun ist, und wie eine alternative, solidarische Gesundheitsversorgung aussehen könnte.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und der Eintritt ist frei.

Hintergrund: Mit Pflegestreiks und betrieblichen Aktionen kämpft ver.di in den nächsten Monaten bundesweit für mehr Personal und eine gesetzliche Personalbemessung in Krankenhäusern. Ihren Ausgangspunkt hat diese Bewegung an der Berliner Charité. Dort haben die KollegInnen erfolgreich den bundesweit ersten Tarifvertrag für mehr Personal im Krankenhaus erstreikt – stehen aber jetzt vor einer neuen Auseinandersetzung, um ihn zu verbessern. Seit 30 Jahren werden Krankenhäuser kommerzialisiert und privatisiert. Die Finanzierung durch Fallpauschalen sorgt dafür, dass alle Kliniken gegeneinander um die niedrigsten Kosten und die höchsten Fallzahlen konkurrieren. Die Unterfinanzierung durch zu wenig öffentliche Investitionsmittel erhöht den Kostendruck zusätzlich.

Wie wirkt sich diese Entwicklung auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und die Versorgung der PatientInnen aus? Was können wir der Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung entgegensetzen? Welche Rolle spielen Ärztinnen und Ärzte dabei? Was tut Die Linke gegen Pflegenotstand, Kostendruck und Profitmacherei in den Krankenhäusern?

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