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Ganztägiger Protest gegen menschenfeindliche Abschiebung

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    Am Mittwoch demonstrierten etwa 150 Menschen gegen die schlussendlich vollzogene Abschiebung nach Afghanistan. Laut Internationaler Organisation für Migration befanden sich 14 Menschen an Bord. Bis zum Abend protestierten etwa 100 Menschen gegen eine mörderische Abschiebung.

    abgeschobenen Menschen wurde von offizieller Seite nach wie vor nicht veröffentlicht – erneut zeigen sich Ministerien und Behörden von ihrer intransparenten Seite. Die Internationale Organisation für Migration spricht von 14 Menschen, die in Kabul landeten. Vom Protestcamp auf dem Leipziger Augustusplatz fuhren etwa 150 Menschen zum Leipziger Flughafen um dort gegen die Abschiebung nach Afghanistan zu protestieren.

    Die Non-Citizens der Gruppe Zendegi begrüßen, dass sich trotz der frühen Uhrzeit an einem Werktag so viele Demonstrant*innen zum Protest einfanden. Für die vielen demonstrierenden Non-Citizens war es ein wichtiges Anliegen, ihre Stimme gegen eine menschenfeindliche Politik zu erheben. Alireza Alizadeh für Zendegi: „Wir hatten keine Chance, unsere Solidarität gegenüber den Abzuschiebenden zum Ausdruck zu bringen. Die Polizei schirmte uns systematisch vom Gate ab.“ Die Polizei verhielt sich ablehnend bis feindselig gegenüber den Protestierenden. Einzelne Demonstrant*innen waren durch das Verhalten einzelner Beamt*innen in ihrem Recht auf Versammlungsfreiheit verunsichert. Eine offiziell angemeldete Demonstration wurde immer wieder verbal infrage gestellt.

    Abschiebung eines Betroffenen konnte verhindert werden

    R. musste bereits den dritten Abschiebeversuch über sich ergehen lassen. Der erste Flug wurde im Juni verschoben. Diesmal erreichte seine Anwältin in letzter Minute, dass sein Folgeantrag erneut durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geprüft wird. Am Flughafen wurde er befreit und erzählte den Protestierenden, dass er in den frühen Morgenstunden von der Polizei abgeholt wurde. Erneut musste er sich von seiner Mutter und seinen Geschwistern verabschieden. Dann wurde er für vier Tage in Abschiebehaft genommen. Bei der anschließenden Autofahrt zum Flughafen musste er mit drei anderen Menschen in Angst verharren. Er berichtete, wie die psychische Verfassung von ihm wie der Mitfahrenden erodierte. Erneut erhebt Zendegi die Forderung nach einer unabhängigen Abschiebebeobachtung am Flughafen Leipzig/Halle.

    Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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