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Statement zu den Mobilitätsstrategien 2030 der Stadt Leipzig

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    Statement der Initiative Mobilität Leipzig 700plus zu den in dieser Woche vorgestellten Mobilitätsstrategien 2030 der Stadt Leipzig. Es spricht für die Initiative Kristian Kirpal, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig: „Die Initiative ‚Mobilität Leipzig 700plus‘ begrüßt, dass die Stadt Leipzig nunmehr alle weiteren Mobilitätsplanungen an einem Zeitraum bis 2030 ausrichten will und dafür verschiedene Szenarien näher untersucht hat. Zwei der betrachteten sechs Szenarien – das Fortführungsszenario sowie das Fortführungsszenario mit Fahrpreiskonstanz – entbehren allerdings weitergehender Überlegungen, da sie letztlich im Status Quo verharren. Dies würde aufgrund der Wachstumsdynamik in absehbarer Zeit zum Verkehrskollaps führen.“

    „Dass der Motorisierte Individualverkehr (MIV), der gerade für den Wirtschaftsverkehr besondere Relevanz hat, nahezu gänzlich aus der Strategie ausgeschlossen bleibt, ist nicht nachvollziehbar. Hier sehen wir entsprechenden Korrekturbedarf, zumal es darum gehen muss, eine Strategie für ein integriertes Mobilitätskonzept zu entwickeln. In jedem der betrachteten Szenarien einer bestimmten Mobilitätsform den Vorrang einzuräumen, ist für eine wachsende Stadt, die einen intelligenten Mix der unterschiedlichen Verkehrsformen sicherstellen will, jedenfalls nicht zielführend.

    Mit Blick auf die Leipziger Bevölkerungsprognosen bis 2030 braucht es eine Mobilitätsstrategie, die sich aus konkreten realisierbaren Maßnahmen für alle Verkehrsträger zusammensetzt und auf Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer abzielt. Die Initiative ‚Mobilität Leipzig 700plus‘ hatte dazu ein Punkteprogramm für ein integriertes Mobilitätskonzept vorgelegt, das auf eine Vernetzung der Bereiche Straßenverkehr, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Radverkehr fokussiert, auf den punktuellen Ausbau des Leipziger Straßennetzes, insbesondere des Ring- und Tangentensystems drängt und Zukunftstechnologien wie Smart City und E-Mobilität ebenso einschließt wie raum- und standortplanerische Ansätze. Der entsprechende Gestaltungsvorschlag für die daraus resultierenden Maßnahmen und für einen verbindlichen ‚Mittelfristigen Investitions- und Finanzierungsplanung Verkehr bis 2030‘ wurde dem Verkehrs- und Tiefbauamt vorgestellt. Eine entsprechende Reaktion steht bis dato aus.“

    Hintergrund: In der Wirtschaftsinitiative „Mobilität Leipzig 700plus“ haben sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig, die Handwerkskammer zu Leipzig, die Ingenieurkammer Sachsen sowie der Gemeinsam für Leipzig e. V. und der Unternehmerverband Sachsen e. V. zusammengeschlossen,  um gemeinsam nachhaltige Impulse für die Entwicklung eines integrierten Mobilitätskonzeptes für die wachsende Stadt Leipzig zu geben.

    Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

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