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Sachsen muss beim Bildungsticket mutiger sein

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    Am vergangenen Freitag hat die vom Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr eingesetzte ÖPNV-Strategiekommision ihren Abschlussbericht vorgelegt. Darin werden auch Vorschläge und Perspektiven des im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Bildungstickets aus Sicht der Kommission erläutert. Der LandesSchülerRat Sachsen spricht sich nach wie vor klar für ein Bildungsticket in Sachsen aus. Es muss sich an den im Koalitionsvertrag formulierten Anforderungen messen lassen: einheitlich, sachsenweit gültig, kostengünstig. Die konkreten Überlegungen der ÖPNV-Strategiekommission betrachtet die Vertretung aller sächsischen Schüler jedoch mit geteilter Meinung.

    Der LSR begrüßt, dass die Expertenkommission erste konkrete Umsetzungsvorschläge für das Projekt unterbreitet hat. Das Bildungsticket steht – anders als Mitte des Jahres in der Presse vermeldet – nicht vor dem Aus, sondern es liegt erstmals sogar eine mögliche Zeitschiene für die Umsetzung vor. Der Kommission zufolge ist die Einführung des Bildungstickets noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode denkbar.

    Probleme sieht der LandesSchülerRat in der Ausgestaltung der konkreten Leistungen, die durch das Ticket abgedeckt werden. Die Kommission legt für ihre Betrachtung zu Grunde, dass mit dem Bildungsticket die kostenfreie Nutzung von ÖPNV und SPNV im Bereich eines Verkehrsverbundes ermöglicht werden soll, die Gültigkeit des Fahrausweises würde folglich an den Grenzen des Verkehrsverbundes enden. Die Beruflichen Schulzentren in Sachsen haben jedoch oft Einzugsbereiche, die auch über einen bestimmten Verkehrsverbund hinausgehen.

    Noah Wehn, Vorsitzender des LSR, meint dazu: „Das Bildungsticket soll eine Entlastung für Schüler und Auszubildende sein. Für den Bereich beruflicher Bildung kann dieser Anspruch nur erfüllt werden, wenn das Ticket sachsenweit gilt. Viele Berufsschüler und Auszubildende in Sachsen pendeln über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg, gerade für sie ist das Bildungsticket elementar. In dieser Frage der Attraktivität beruflicher Bildung in Sachsen muss die Politik zeitgemäße Lösungen für die ÖPNV-Nutzung schaffen.“

    Doch auch für Schülerinnen und Schüler anderer Schularten tun sich Probleme auf. Wehn erläutert: „Gerade Schüler im ländlichen Raum legen oft längere Schulwege zurück, um zur weiterführenden Schule ihrer Wahl zu gelangen. Wenn die im benachbarten Verkehrsverbund liegt, würde die notwendige Erleichterung für Schüler und Eltern durch das Bildungsticket nicht wirksam werden.“

    Zudem begrenzt die gegenwärtige Konzeption des Bildungstickets die Nutzung außerschulischer Lernorte auf den Bereich des Verkehrsverbundes. Für Exkursionen, Klassenfahrten, Besuche des Landtages oder ähnliche Veranstaltungen ist weiterhin der Kauf kostenpflichtiger Fahrscheine notwendig.

    Den von der Kommission für die Finanzierung vorgesehene Eigenanteil beurteilt der LSR als angemessen. „Der von der Strategiekommision als Rechengrundlage genutzte Betrag von 10€ pro Person ist akzeptabel, sollte jedoch auch bei einer Ausweitung der Gültigkeit nicht weiter ansteigen. Der Freistaat muss bereit sein, den überwiegenden Teil der Kosten für das Bildungsticket zu tragen, auch wenn dies teurer wird als zur Zeit angenommen“, so der LSR-Vorsitzende Noah Wehn.

    Dieser resümiert abschließend: „Ein sächsisches Bildungsticket muss auch in ganz Sachsen gelten. Staatsregierung und Gesetzgeber sollten den Mut haben, das Geld für diese notwendige Entlastung von Schülern und Eltern in die Hand zu nehmen, auch wenn dafür mehr als die derzeit veranschlagten 47 Mio. Euro pro Jahr nötig sind. Es nutzt nichts, bereits vor seiner Einführung am Bildungsticket zu sparen.“

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