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Leipziger Diakonissenkrankenhaus setzt seit Jahren auf minimalinvasives DAA-Verfahren zum Einsatz künstlicher Hüftgelenke

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    Das Zertifizierte Endoprothetikzentrum am Diako ist eine nachgefragte Ausbildungsstätte für spezielle Operationstechnik, die eine hohe medizinische Kompetenz erfordert. Je mehr Gewebe bei einer Operation unversehrt bleibt, desto besser für den Patienten. Was in der Theorie recht einfach klingt, ist in der medizinischen Praxis häufig alles andere als leicht.

    Schließlich braucht es neben dem grundsätzlichen Verständnis zum jeweiligen OP-Verfahren und der dafür notwenigen Geräteausstattung vor allem eines: viel Erfahrung auf Seiten des Operateurs. Das zur edia.con-Gruppe gehörende Leipziger Diakonissenkrankenhaus ist seit Jahren darauf spezialisiert, erkrankte Hüftgelenke minimal-invasiv zu operieren und auf diese Weise auch künstliche Gelenke möglichst patientenschonend einzusetzen. Das besondere Know-how hat sich seitdem nicht nur bei Patienten herumgesprochen, es zieht auch immer mehr interessierte Ärzte an, die hier ihren Fachkollegen „über die Schulter“ schauen und dazulernen möchten.

    Konkret geht es um das so genannte DAA-Verfahren, das im Diako nahezu täglich zum Einsatz kommt. DAA steht für „Direct Anterior Approach“ und beschreibt einen OP-Ansatz, bei dem das Hüftgelenk „von vorn“ operiert wird. Im Vergleich zu den gängigen Verfahren, die seitlich oder von der Rückseite durchgeführt werden, ist der vordere Zugang zum Gelenk direkter und mit einem deutlich kleineren Hautschnitt möglich. Muskeln und Sehnen bleiben bei dem Eingriff weitgehend unversehrt, was für den Patienten im Idealfall gleich in dreifacher Hinsicht von Vorteil ist: bei optimalem Verlauf treten nach einer solchen minimal-invasiven OP weniger Schmerzen auf, die Rehabilitation kann so beschleunigt und insgesamt auch ein besseres Gangbild erreicht werden.

    Dr. Ulf Kilian ist als Leitender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bestens mit dem DAA-Verfahren vertraut. Seit 2003 hat er sich Stück für Stück in die komplexe Thematik eingearbeitet, seit wenigen Monaten bemüht er sich nun als Ausbilder auch darum, seine vielfältigen Erfahrungen an andere Ärzte weiterzugeben. „So vorteilhaft dieses gewebeschonende OP-Verfahren für den Patienten sein kann, so langwierig ist die Aneignung des benötigten Spezialwissens und des praktischen Könnens auf medizinischer Seite“, erläutert Dr. Kilian. So sei während der OP eine besondere Lagerung und Überwachung des Patienten notwendig.

    Durchaus einige Jahre müssten in die fachliche Lernkurve investiert werden, bis das DAA-Verfahren im Einzelnen vollständig beherrscht werde, weiß der Experte aus eigener Erfahrung. Dann aber spreche viel für einen häufigeren Einsatz bei Hüftgelenksoperationen. „Aufgrund des gewebeschonenden und direkteren Zugangs kann der Eingriff deutlich schneller durchgeführt werden, außerdem ist das Risiko von Komplikationen geringer“, so Dr. Kilian, der zugleich Leiter des am Diako ansässigen Endoprothetikzentrums ist. In dem von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zertifizierten Behandlungszentrum zählt die minimal-invasive DAA-Technik heute zum Standard bei der operativen Versorgung von erkrankten Hüftgelenken.

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