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Museum im Stasi-Bunker am 23. und 24. Juni geöffnet: Präsentation der Sonderausstellung „Wir wollen freie Menschen sein!“

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    Am Samstag und Sonntag, den 23. und 24. Juni 2018, hat das Museum im Stasi-Bunker bei Machern wieder geöffnet. Von 13:00 bis 16:00 Uhr werden öffentliche Führungen angeboten. Anlässlich des Gedenkens an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 zeigt das Bürgerkomitee Leipzig e. V. die Sonderausstellung „Wir wollen freie Menschen sein!“.

    Das Bürgerkomitee Leipzig e.V. bietet ganzjährig, immer am letzten Wochenende im Monat, öffentliche Führungen durch den Bunker an. Die Führungen finden in regelmäßigen Zeitabständen zwischen 13:00 und 16:00 Uhr statt und beginnen mit einem kurzen Einführungsvortrag. Erwachsene zahlen 5.00 Euro und Ermäßigungsberechtigte 4.00 Euro. Die Besichtigung der Sonderausstellung ist kostenlos.

    Sonderausstellung zum 65. Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 „Wir wollen freie Menschen sein!“

    Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt, wie sich der Protest Berliner Bauarbeiter rasch zu republikweiten Massenprotesten entwickelte. In mehr als 700 Städten und Gemeinden, darunter auch in Leipzig, Bitterfeld und Umgebung, demonstrierten Menschen, wogegen sich die SED-Diktatur allein durch den Einsatz von Volkspolizisten und sowjetischen Truppen mit Panzern und Waffen zu helfen wusste. Für die Ausstellung wurden Bilder, unbekannte Fotos und Dokumente aus 25 Archiven ausgewählt.

    Ausweichführungsstellen für die Staatssicherheit in Folge des Volksaufstandes

    Die Ereignisse des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 waren Auslöser für die „innere Aufrüstung“ der DDR. Ein wichtiger Punkt der neuen Sicherheitspolitik war der massive Ausbau des Überwachungsapparates. Die Stasi als „Schild und Schwert der Partei“ erfuhr bis 1989 eine ständige Erhöhung der hauptamtlichen wie inoffiziellen Mitarbeiter, um die Bevölkerung flächendeckend kontrollieren zu können.

    Für den Fall erneuter innerer Konflikte oder Kriege wurde ein verzweigtes Netz von Ausweichführungsstellen in Bunkeranlagen erschaffen. Im Zuge der Mobilmachungsplanung und in Umsetzung der Direktive 1/67 von Erich Mielke entstanden bald darauf in allen 15 Bezirken der DDR Ausweichführungsstellen (AFüSt) für die jeweiligen Bezirksverwaltungen der Staatssicherheit. So hätte auch der Leipziger Stasi-Chef Manfred Hummitzsch mit seinem 100-köpfigen Stab im Spannungs- und Mobilmachungsfall seinen Dienstsitz von der „Runden Ecke“ in Leipzig in den Bunker bei Machern, 30 km östlich der Stadt in das Naherholungsgebiet „Lübschützer Teiche“, verlegen können.

    Dort sollte auch im Falle eines Krieges oder einer Spannungsperiode die Arbeit der Staatssicherheit zur Sicherung der SED-Diktatur fortgesetzt werden können. Dazu hätte genauso die flächendeckende Überwachung der Bevölkerung gehört, die im Ernstfall zur Errichtung von Isolierungslagern für Regimegegner führen sollte, um auch „innerpolitische Spannungen lösen“ zu können. Zur Umsetzung der Pläne und Belegung der Ausweichobjekte einschließlich des Bunkers kam es dank der Friedlichen Revolution im Herbst ´89 zum Glück nie.

    Weitere Angebote und Informationen unter: www.runde-ecke-leipzig.de

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