4.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

„Forderungen zur Ein-Standort-Strategie von Halberg Guss sind egoistisch und falsch!“

Von SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Mehr zum Thema

Mehr

    Erneut treten heute in Leipzig die Beschäftigten des Autozulieferers Neue Halberg Guss in einen 24-Stunden-Streik. Sachsens Arbeits-Staatssekretär Stefan Brangs:

    „Ich begrüße es ausdrücklich, dass die 700 Beschäftigten des Werkes ihren Forderungen mit den heutigen Aktionen Nachdruck verleihen wollen und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und des Standortes kämpfen.“

    Nach rund sechs Wochen Arbeitskampf erfolgten im Juli Schlichtungsgespräche, welche bisher nicht zu einem Ergebnis führten. „Eine Lösung kann aber nur am Verhandlungstisch erfolgen. Ich appelliere daher an die Eigentümer und das Management, sich weiteren Verhandlungen mit den Gewerkschaften nicht zu verweigern“, so Brangs.

    Wichtig sei, dass sich die Belegschaften an den Standorten Saarbrücken und Leipzig nicht auseinanderdividieren lassen. Brangs: „Ich widerspreche ausdrücklich der Auffassung des saarländischen Wirtschaftsministeriums, dass jetzt nur eine Ein-Standort-Strategie, also eine Trennung der Werke, die Situation lösen kann. Das Gegenteil ist richtig! Der Zusammenhalt der Kollegen in beiden Werken war bislang sehr erfolgreich. Die Forderung aus dem Saarland, dass nur noch auf das Werk im Saarbrücken Rücksicht genommen werden soll, sind nicht nur unsolidarisch und regionalpolitisch egoistisch, sondern auch mit Blick auf die Auslastung am Standort Leipzig schlichtweg falsch. Wir als sächsische Staatsregierung stehen weiter an der Seite der betroffenen Beschäftigten in Sachsen.“

    Ein Konflikt zwischen Autoherstellern und Zulieferern darf nicht zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Leipzig ausgetragen werden. Arbeits-Staatssekretär Stefan Brangs: „Das Leipziger Werk war und ist wettbewerbsfähig, ist hervorragend ausgelastet und die Arbeiterinnen und Arbeiter sind gut ausgebildet. Dieses Werk zu schließen ist schlichtweg absurd. Zudem ist nicht nachvollziehbar, wie es die saarländische Staatsregierung gesellschaftspolitisch verantworten kann, dass sie mit ihren Aussagen bewusst die weitere De-Industrialisierung Leipzigs und somit Ostdeutschlands vorantreibt. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass wir ein gemeinsames Interesse daran haben, einer weiteren Spaltung zwischen Ost und West keinen Anlass zu geben.“

    Neue Halberg Guss: Ein überraschter Schlichter meldet sich zu Wort

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ