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Umwelt und Landwirtschaft machen Schule

Trotz spürbarem Interesse an allen Fragen der Nahrungsmittelerzeugung, des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit, wissen Schüler oft noch zu wenig über die moderne Land- und Forstwirtschaft, über Recycling oder die einzigartige Natur direkt vor der Haustür. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben Umweltminister Thomas Schmidt und Kultusminister Christian Piwarz heute (8. Januar 2019) an der 75. Grundschule in Dresden eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit in den Bereichen Umweltbildung und berufliche Orientierung unterzeichnet.

Zu den Schwerpunkten der Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) zählen Umwelt- und Naturschutz, Waldpädagogik, Schulgartenarbeit, Wasser- und Hochwasserschutz, Ernährungsbildung, Abfallvermeidung und Recycling sowie Lernen in der Landwirtschaft.

Die Rahmenvereinbarung benennt konkrete Projekte und Vorhaben der Zusammenarbeit. Zudem werden neue Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und Unterrichtsmaterialien entwickelt, die sich insbesondere der Umweltbildung sowie der modernen Land- und Forstwirtschaft widmen.

„Die Vermittlung eines realistischen Bildes von der Land- und Forstwirtschaft und den Herausforderungen des Umweltschutzes sind elementare Aufgaben einer nachhaltigen Schulbildung“, sagte Staatsminister Schmidt. „Nur wer weiß, mit wie viel Engagement die Landwirte für gute Lebensmittel sorgen, kann diese wertschätzen sowie Vertrauen in unsere heimischen Produkte haben. Und nur wer die heimische Natur kennt, wird auf sie Acht geben.“

„In Zusammenarbeit mit dem SMUL können unsere Schulen die Möglichkeiten zur Umweltbildung und beruflichen Orientierung im Bereich der ‚Grünen Berufe‘ noch intensiver aufgreifen“ sagte Staatsminister Piwarz. „Die 75. Grundschule Dresden ist dabei schon Vorreiter: Die Schüler nehmen bereits an den waldpädagogischen Angeboten des Staatsbetriebes Sachsenforst teil. Da ist die Schule der richtige Ort, um die Vereinbarung zu unterzeichnen.“

In diesem Projekt „Holzbuch Grünli“ des Waldschulheims Wahlsmühle bei Schmiedeberg wird das Thema Wald über die gesamte Grundschulzeit lehrplangemäß und fächerverbindend mit einem Anteil an praktischen Aktivitäten umgesetzt. Die Waldpädagogik ist im Sächsischen Waldgesetz als wichtige Aufgabe der oberen Forstbehörde festgeschrieben.

Förster stellen in Programmen und bei Veranstaltungen den Wald als Ökosystem vor, erläutern seine vielfältigen Schutz- und Erholungsfunktionen, fördern das Verständnis für die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes und die Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Die Vermittlung von Wissen ist dabei gekoppelt an persönliche Erfahrungen, an das Erleben des Waldes mit allen Sinnen.

Lernorte sind hierbei insbesondere die Waldschulschulheime und waldpädagogischen Tageseinrichtungen. Standorte der sächsischen Waldschulheime sind das Waldschulheim Conradswiese (Erzgebirgskreis), Waldschulheim Stannewisch (Landkreis Görlitz), Waldschulheim Wahlsmühle (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge).

Neben den waldpädagogischen Angeboten des Staatsbetriebes Sachsenforst bietet die Landesstiftung Natur und Umwelt zahlreiche Projekte für Schulen an, wie etwa die Aktionen der Umweltmobile oder geführte Wanderungen. In Zusammenarbeit von Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und SMK soll das Schulgartenprogramm weiterentwickelt werden.

Kooperationen sind zudem unter anderen mit der Verbraucherzentrale Sachsen e. V. und der Landestalsperrenverwaltung geplant. Das SMUL hat daneben eine Servicestelle „Lernen in der Agrarwirtschaft“ eingerichtet, die Betriebsbesuche und -praktika koordiniert. SMUL und SMK wollen insbesondere bei der Berufsorientierung im Bereich der „Grünen Berufe“ stärker zusammenarbeiten.

Weitere Informationen: | http://lerne-agrar-sachsen.de

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Im Februar trifft sich der Nachwuchs zum Jazzen
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Rund 100 Kinder und Jugendliche werden vom 21.-23. Februar beim 11. Kids Jazz Festival wieder zeigen, dass Jazz alles andere als out ist. „Vielleicht, weil es Improvisation gibt - und das ist immer etwas Neues und Unvorhersehbares“, beschreibt Saxofonist Tymofy Lysenko den Musikstil. Der 14-Jährige kommt wie andere Bands und Solisten aus der Ukraine. Zum ersten Mal tritt aber auch ein israelisches Ensemble aus der Stadt Herzliya auf. Auch Bands aus Niedersachen, Berlin und Baden-Württemberg werden beim Festival erwartet. Eröffnet wird das 11. Kids Jazz Leipzig vom MDR Kinderchor.
Das System der Ladesäulen für E-Autos wächst auch im Leipziger Umland
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Foto: enviaM

Für alle LeserManchmal hat man ja das Gefühl, der Aufbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos geht viel zu schleppend voran. Als wäre das E-Auto auch nach zehn Jahren immer noch ein Exot, den man mit dem Fernglas suchen muss. Aber dann gibt es doch immer wieder Meldungen, die zeigen, dass einzelne Akteure vor Ort tatsächlich weiterbauen am Ladesäulennetz. Und das betrifft auch die ländlichen Regionen im Leipziger Süden, wo enviaM das Netz ausbaut. Und eine Schnelllade-Pilot-Station gibt es schon im Leipziger Norden.
Die ersten Bäume in der Bornaischen Straße werden gefällt und die Frage nach dem Schienenersatzverkehr ist noch ungeklärt + Update
XL- und XXL-Straßenbahn in der Bornaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 27. Januar, gab es schon einmal den ersten Hinweis, dass es jetzt wirklich ernst wird in der Bornaischen Straße in Connewitz, die ab März endlich umgebaut und modernisiert werden soll. Das war zwar ursprünglich schon für 2019 geplant gewesen. Aber weil man damals keine „wirtschaftliche Ausschreibung“ mehr hinbekam, wurde das 11-Millionen-Euro-Projekt ins Jahr 2020 verschoben.
Die Reaktionen auf die geplante Ordensverleihung an Abdel Fattah Al-Sisi in Dresden + Update
Die Residenzstadt Dresden an der Elbe. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIn Sachsen kann man eigentlich froh sein, wenn man keine offiziellen Orden und Ehrenzeichen bekommt. Man geriete dabei in eine Gesellschaft, in der man ständig das Gefühl haben müsste, dass hier eigentlich eher Kumpels ihren Kumpels ein blitzendes Gehänge ans Revers heften. Und es dabei völlig egal ist, was für Skandale der mit Orden Behängte schon auf seinem Kerbholz hat. So wie Abdel Fattah Al-Sisi, der sich 2013 in Ägypten an die Macht geputscht hat.
Ein „Friedensstifter“ beim Dresdner Semperopernball? Al Sisi ist nicht die erste peinliche Kür
Stadtansicht Dresden. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDas Drama deutete sich schon am 24. Januar an, als die Dresdner PR-Agentur Zastrow + Zastrow die Meldung verschickte: „Ägyptischer Staatspräsident Abdel Fatah El-Sisi bekommt den St. Georgs Orden“. Da sah es noch wie ein Narrenstück aus. Bestimmt hatte sich da nur jemand einen Aprilscherz erlaubt, Bisschen früh im Jahr. Kurz darauf verschickte Zastrow + Zastrow im Auftrag des Dresdner Semperopernballs eine neue Mitteilung. Der Inhalt blieb derselbe. Das Ganze begann zur Farce zu werden. Was ist da los in Dresden?
Sachsen braucht endlich eine andere Politik für die Auen der Flüsse
Die Prießnitzmündung, Foto: BUND Dresden

Foto: BUND Dresden

Für alle LeserManchmal genügt ein Schock, um Politiker wieder zu ernüchtern und dazu zu bringen, eine Politik zu machen, die wirklich Rücksicht nimmt auf die vorhandenen Ressourcen und die Risiken, die entstehen, wenn der Mensch die Folgen für die Umwelt missachtet. So einen Moment gab es 2002, in den Monaten nach der sogenannten „Jahrhundertflut“. Da arbeitete Sachsens Staatsregierung tatsächlich einmal an einem zukunftsfähigen Hochwasserschutzkonzept. Doch der gute Vorsatz war schnell vergessen.