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Kunstministerin: „Sachsen Vorreiter beim Erwerb aktueller Kunstwerke in großer Qualität, Quantität und Vielseitigkeit“

Kunstfonds stellt Förderankäufe der Kulturstiftung Sachsen 2018 in Berlin aus

Seit 1992 erwirbt der Freistaat Sachsen jährlich Werke zeitgenössischer Kunst. Damit fördert er Künstlerinnen und Künstler, die ihren Schaffensmittelpunkt oder Wohnsitz in Sachsen haben. Im vergangenen Jahr hat die Kulturstiftung des Freistaats rund 170.000 Euro für den Ankauf von 33 Werken 29 zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstlern bereitgestellt.

Eine Auswahl der Neuzugänge ist bis zum 7. April 2019 in einer Ausstellung des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund in Berlin zu sehen.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange sagte zur Ausstellungseröffnung: „Sachsen ist sich seiner großen bildkünstlerischen Traditionen bewusst. Doch wir wollen nicht nur die Schätze der historischen Sammlungen bewahren, sondern auch das heutige Kunstschaffen unterstützen als die Fortsetzung des starken Stroms künstlerischen Erlebens und Gestaltens in die Zukunft. Damit entwickelt sich eine wachsende repräsentative Sammlung, eine der wichtigsten und größten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Sachsen. Der Freistaat ist das einzige Bundesland, das kontinuierlich in so großer Qualität, Quantität und Vielseitigkeit aktuelle Kunstwerke erwirbt.“

Eine von der Sammlung unabhängige Jury aus wechselnden Fachleuten gewinnt jeweils vor den Originalen einen Eindruck und gibt eine Ankaufs-Empfehlung ab. Bis 2004 wurden die Ankäufe direkt mit dem Kunstministerium, seit 2005 über die fachlich auf Kunstförderung spezialisierte Kulturstiftung des Freistaates Sachsen organisiert. Bisher wurden so mehr als eintausend Arbeiten unterschiedlicher Genres und Techniken angekauft. Sie stammen von mehr als 450 Künstlerinnen und Künstlern mit engem Bezug zu Sachsen.

Dr. Eva-Maria Stange: „Es geht nicht so sehr um das Vorweg-Ahnen künftiger Berühmtheiten, als vielmehr darum, das jeweils aktuelle Kunstschaffen widerzuspiegeln. Das geschieht auch parallel zu Tendenzen an den hervorragenden Ausbildungsstätten Sachsens: der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Für diese Werke Öffentlichkeit herzustellen und die Gelegenheit zu schaffen, über sie und mit ihren Schöpfern zu diskutieren, ist wesentlicher Teil der Förderung für die Kunstschaffenden.“

In Berlin zu sehen sind Werke von Svea Duwe, Anna Haifisch, Daniela Hoferer, Inga Kerber, Maximilian Kirmse, Jennifer König, Ludwig Kupfer, Verena Landau, Marian Luft, Thomas Matauschek, Irène Mélix, Nora Mesaros, Evelyn Richter, Katharina Siegel, Manuel Stehli, Stefan Stößel, Clemens Tremmel, Jeff Weber und Anne-Therese Wittmann.

Eine Besonderheit 2018 ist die Erwerbung von mehreren Aufnahmen aus einer Serie der bedeutenden sächsischen Fotografin und Ehrenprofessorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Evelyn Richter. 2018 wurde ein Fotofilmkonvolut aus dem Spätwerk der 1930 in Bautzen geborenen Künstlerin entdeckt und diese Arbeiten wurden erstmals abgezogen.

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