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Reiseland Sachsen will stärker mit Industriekultur punkten

2020 feiert Sachsen 500 Jahre Industriekultur. Dieses Thema, dem ein ganzes Jubiläumsjahr und die 4. Sächsische Landesausstellung gewidmet sein werden, bildet den Schwerpunkt der Sachsen-Präsentation auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) vom 6. bis 10. März 2019.

Touristische Erlebbarkeit von Industriekultur im Fokus

Im Vorfeld der diesjährigen Präsentation überzeugt sich Minister Martin Dulig von der touristischen Erlebbarkeit sächsischer Industriekultur. Neun Stationen stehen auf dem Programm seiner Tourismustour, bei denen Dulig den Dialog mit den Tourismusakteuren vor Ort sucht. Seine Zwischenbilanz ist positiv: „Sachsen hat eine 500-jährige Industriekulturgeschichte. Ich bin überrascht, wie vielfältig erlebbar diese sachsenweit ist. (Dampf)Eisenbahnen und Bergbau gehören dazu und sind touristische Hotspots. Aber auch in anderen Bereichen, z. B. Automobilbau und Textil, gibt es Industriekultur-Stätten mit attraktiven touristischen Angeboten.“

In der vom Wirtschaftsministerium vor zwei Wochen veröffentlichten Tourismusstrategie Sachsen 2025 findet das Thema Industriekultur im Handlungsfeld Tourismusmarketing Berücksichtigung. Der Minister betont: „Ziel ist es, das Thema touristisch zu positionieren und das Vermarktungspotenzial von Industriekultur im Inland voll auszuschöpfen. Dabei gilt: Stark ist nur, wer starke Partner an seiner Seite hat. Deshalb zielt unsere Förderung darauf ab, die Reiseregionen in ihrer Angebotsgestaltung zu unterstützen und die touristische Vermarktung auf Destinations- und Landesebene zu konzentrieren.“

Wissenschafts- und Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange, die Martin Dulig auf seiner Tourismustour begleitet, betont: „Sachsens Industriekultur ist genauso einzigartig und über die Grenzen des Landes hinaus bedeutsam wie es die Schätze der Staatlichen Kunstsammlungen sind. Wir wollen mit der 4. Sächsischen Landesausstellung Industriekultur 2020 und dem Jahr der Industriekultur den Fokus auf diesen einzigartigen Reichtum legen. Dies wird nicht nur die Sachsen, sondern Menschen aus ganz Deutschland und Europa interessieren. Wer wissen möchte, wie in den letzten 500 Jahren die Industrialisierung die Menschen, ihre Kultur, ihre Lebensweise, die Bauwerke und ihre Identität geprägt hat, der muss nur nach Sachsen kommen und kann dies hier nacherleben.“

Industriekultur in der touristischen Vermarktung Sachsens

Laut Marktforschungsergebnissen der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS) wird das Reiseland Sachsen innerhalb Deutschlands in erster Linie mit Städtereisen (60 Prozent) sowie Kunst & Kultur (31 Prozent) assoziiert. Neun Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren verbinden Attraktionen zum Thema Industriekultur mit Sachsen. Im Vergleich dazu sprechen 34 Prozent das Thema Industriekultur Nordrhein-Westfalen zu, 11 Prozent Baden-Württemberg.

Industriekultur ist damit nicht der Reiseanlass für eine Urlaubsreise nach Sachsen. Gäste verknüpfen den Besuch von Objekten der Industriekultur jedoch gern mit Ausflügen während ihres Aufenthaltes. Insofern findet sich Industriekultur in der Angebotsgestaltung der sieben sächsischen Destinationen (= Reiseregionen) als ein Baustein wider. Eine Ausnahme bildet die neu entstehende Destination Chemnitz Zwickau. Diese setzt auf Industriekultur als Alleinstellungsmerkmal.

Sachsen-Präsentation zur ITB 2019

Die TMGS platziert seit 2013 das industriekulturelle Erbe in der touristischen Vermarktung Sachsens im Inland. Aktuell werden 53 Objekte aus den sieben Industriebereichen, darunter Bergbau, Textil, Fahrzeuge und Verkehr, Porzellan- und Uhren- Industrie sowie Musikinstrumentenbau, in der touristischen „Route der Industriekultur in Sachsen“ geführt.

Im Vorfeld des Jubiläumsjahres 2020 steht die Präsentation Sachsens zur Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) vom 6.3. bis 10.3.2019 ganz im Zeichen von Industriekultur. Der Messestand der TMGS verwandelt sich in eine 900 Quadratmeter große Werkshalle mit Sheddach oder Sägezahndach, Backsteinfassade, großem Werksfenster und Werkstor, Stahlkonstruktionen und Maschinen. Hier boomt es wie einst im Zeitalter der Industrialisierung, als Sachsen Deutschlands Spitzenreiter im Silbererz- und Kohlebergbau sowie im Maschinen- und Werkzeugbau war.

Entsprechend werden die Besucher staunen über eine Ausstellung von originalen Exponaten wie einer Dampfmaschine, einer Druckmaschine und Schreibmaschine, einen Handwebstuhl, eine elektronisch gesteuerte Drehbank, einen Hunt (Förderwagen) aus dem Bergwerk und dem Modell eines mit Handkurbel bedienbaren DKW-Motors. All das bildet die Kulisse für passende Aktion und Unterhaltung. So wird an den Fachbesuchertagen das Dresdner Stahlquartett auf eigens gefertigten Streichinstrumenten aus Eisen musizieren, die mit einem Bogen zum Klingen gebracht werden. An den Publikumstagen heizen Peter Till mit seinem Universal Dresdner Druckluftorchester und Benny Hofer mit seiner selbstgebauten Maschine Bam Bam – The Mechanical Sequenzer ein, auf denen sie Drums, Synths und andere Klänge erzeugen.

Die von der TMGS herausgegebene Imagebroschüre „Route der Industriekultur in Sachsen“ stellt die Objekte vor, die als Museum oder bis heute aktive Produktionsstätten das Erbe der 500-jährigen, wechselvollen Industriegeschichte erlebbar machen. Das Thema ist ebenso Bestandteil der ebenfalls von der TMGS herausgegebenen druckfrischen Broschüre „Architekturlandschaft Sachsen“. Diese bietet damit bisher einmalig einen Überblick über ein Jahrtausend herausragende Baukultur.

Hintergrund

Das Wirtschaftsministerium fördert den sächsischen Tourismus mit rund 10,5 Millionen Euro im aktuellem Jahr sowie rund 11,3 Millionen Euro im Jahr 2020. Dies beinhaltet auch die Präsentation Sachsens zur ITB 2019 in Höhe von rund 415.000 Euro.

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William Fitzsimmons. © Jim-Vondruska-Photography

© Jim-Vondruska-Photography

William Fitzsimmons verwebt in seinem musikalischen Schaffen auf einzigartige Weise seelische Kompromisslosigkeit und autobiographische Ehrlichkeit mit einfühlsamen Klängen zu einem scheinbar nahtlosen Ganzen. Seine Songs sind sorgfältig konzipiert, von Familiengeschichten, intimen Offenbarungen und mutigen Bekenntnissen geprägt und liefern einen facettenreichen Folk, der in seiner Vielfalt akustisch und schnörkellos oder auch gewaltig und elektronisch sein kann.
Am 30. März Live im Flowerpower: Stefan Saffer Band
SBB. Bild: Elia van Scirouvsky

Bild: Elia van Scirouvsky

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