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#NoNatsu: Solidarität mit den Beschäftigten des Sushi-Werks in Knautnaundorf

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    Die SPD-Leipzig Südwest lädt Interessierte und Unterstützer, vor allem aber die von der Kündigung betroffenen Beschäftigten des Sushi-Werks in Knautnaundorf am heutigen Samstag von 13 bis 15 Uhr zu einer Solidaritäts-Kundgebung ein. Sie findet an der Rehbacher Straße 7 in Knauthain statt. Die dortige Penny-Filiale ist die nächstgelegene Verkaufsstelle eines Kunden der Neusser Natsu-Gruppe, zu der das Leipziger Sushi-Werk gehört. Am Aktionsstand wird es heißen: „#NoNatsu. So geht’s nicht!“

    Dazu erklärt Irena Rudolph-Kokot, Vorsitzende der sächsischen sozialdemokratischen Arbeitnehmer*innen und Leipziger Landtagskandidatin: „Wie so oft in dieser Branche, so gibt es auch hier in Knautnaundorf keinen Betriebsrat, der die Beschäftigten jetzt unterstützen könnte. Bis auf wenige Gewerkschaftsmitglieder, stehen die rund 130 Beschäftigte alleine da. Unterstützung kann nur von außen kommen. Hier wollen wir mithelfen.“

    Zur Unterstützung der Beschäftigten haben die örtlichen Sozialdemokraten den vorliegenden Abwicklungsvertrag prüfen lassen. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Vertrag begünstigt einseitig die Shisu Vertriebs GmbH als Arbeitgeber—zu Lasten der Beschäftigten. Nicht einmal kurzzeitig Beschäftigte, die nur vergleichsweise kurze Kündigungsfristen hätten, würden profitieren. Dazu erklärt Benjamin Schulz, Vorsitzender der SPD-Ortsvereins Leipzig-Südwest, in dessen Gebiet sich das Sushi-Werk befindet: „Mit diesem Vertrag und der enorm kurzen Fristsetzung will die Shisu GmbH nur eins: den Kündigungsschutz aushebeln, die Beschäftigten schnell und billig loswerden. Die Beschäftigten sollen überrumpelt werden. Wir können allen Beschäftigten nur davon abraten, dieses vergiftete Angebot anzunehmen.“

    Da viele Beschäftigte aus Osteuropa stammen, werden am Aktionsstand morgen auch Informationsmaterialien der Beratungsstelle des Deutschen Gewerkschaftsbundes für ausländische Beschäftigte in Sachsen auf Polnisch, Rumänisch und Tschechisch bereitliegen. Außerdem haben die örtlichen Sozialdemokraten Kontakt mit dem zuständigen Fachbereich des Jobcenters Leipzig aufgenommen, um den Beschäftigten passende Ansprechpartner und Hilfe vermitteln zu können.

    Benjamin Schulz, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Leipzig-Südwest: „Das gesamte Verhalten gegenüber den Beschäftigten ist inakzeptabel. Hier ist vor allem die Natsu-Food als Muttergesellschaft in der Pflicht. Denn das macht eine so große Tochtergesellschaft nicht im Alleingang, wohl eher im Gegenteil! Wir dachten die Zeiten, in denen Düsseldorfer Brüder in Leipzig ihre Handlanger einsetzen, um profitable Betriebe abzuwickeln, wären lange vorbei. Wir erleben hier aber das Gegenteil! Daher gehen wir mit unserem Aktionsstand gezielt in die Nähe der Händler und Kunden. Denn in der jetzigen Situation sind sie alle in der Pflicht für faire Bedingungen und einen anständigen Umgang mit den Beschäftigten zu sorgen. Zuvorderst muss sich nun Natsu Foods positionieren. Deshalb sagen wir: #NoNatsu. So geht’s nicht!“

    Irena Rudolph-Kokot erklärt abschließend: „In den vergangenen Jahren gab es erfolgreiche Arbeitskämpfe in unserer Region, zum Beispiel bei Halberg Guss (jetzt Leipziger Gusswerke) oder bei Siemens. Das Geheimnis des Erfolgs waren der hohe Organisationsgrad der Beschäftigten in Gewerkschaften, ein aktiver Betriebsrat und die Unterstützung der Bürger*innen der Stadt. Deswegen an dieser Stelle ein Appell an alle Beschäftigten – organisiert euch, werdet Mitglied einer Gewerkschaft und wählt Betriebsräte! Denn nur gemeinsam können wir im Erhalt von Arbeitsplätzen und bei der Forderung nach guten Arbeitsbedingungen und einer Tarifbindung erfolgreich sein. Dabei könnt ihr euch der Unterstützung der sozialdemokratischen Arbeitnehmer*innen sicher sein.“

    Die neue Leipziger Zeitung Nr. 64: Kopf hoch oder „Stell dir vor, die Zukunft ist jetzt“

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