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Ein Berufsleben im Einsatz gegen die Depression

Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, verlässt das UKL

Ende März verabschiedet sich Prof. Dr. Ulrich Hegerl als Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig nach 13 Jahren an dieser Position. Ab Mai wird sein designierter Nachfolger Prof. Dr. Georg Schomerus aus Greifswald die Klinikleitung übernehmen. Die Leipziger Tätigkeit von Prof. Hegerl stand wesentlich unter dem Einfluss seines großen Engagements für ein besseres Verständnis der Volkskrankheit Depression und Suizidprävention.

„Mit Prof. Ulrich Hegerl verlässt uns ein hoch angesehener und international renommierter Experte, der sich um das Thema Depressionsbehandlung und Suizidprävention außerordentlich verdient gemacht hat“, resümmiert Prof. Dr. Michael Stumvoll, kommissarischer Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Sein Name ist wie sonst keiner vor allem durch seine erfolgreiche Arbeit in der Stiftung Deutsche Depressionshilfe bundesweit fest verbunden mit der Erkrankung Depression und auch dem Einsatz für eine bessere Unterstützung der Betroffenen“, so Stumvoll.

„Hoch angesehener und international renommierter Experte": Nach 13 Jahren als Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie verlässt Prof. Ulrich Hegerl zum Monatsende das UKL. Foto: Stefan Straube / UKL

„Hoch angesehener und international renommierter Experte“: Nach 13 Jahren als Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie verlässt Prof. Ulrich Hegerl zum Monatsende das UKL.
Foto: Stefan Straube / UKL

Die Behandlung von Depressionen zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte berufliche Wirken von Prof. Dr. Ulrich Hegerl. Als er im Jahre 2006 aus München nach Leipzig kam, brachte er das BMBF-geförderte Kompetenznetz Depressionen und Suizidalität mit, aus dem 2008 die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hervorging. Unter dem Dach der Stiftung ist unter anderem das Deutsche Bündnis gegen Depressionen e.V. beheimatet, in dem sich 85 Regionen und Städte für die Aufklärung der Öffentlichkeit über Depressionen, für eine Verbesserung der Versorgung betroffener Menschen und für Suizidprävention engagieren.

„Inzwischen ist das Bündnis-Konzept von über 115 Regionen aus 20 Ländern in und außerhalb Europas übernommen worden“, sagt Prof. Hegerl. Die grenzenüberschreitende Wirkung der Arbeit des 65-Jährigen zeigte sich auch in der Leitung mehrerer europaweiter Verbundprojekte zu den Themen Depression und Suizidprävention. Heute zählt das von Ulrich Hegerl entwickelte Interventionskonzept zu den weltweit am besten umgesetzten und evaluierten Programmen zur Prävention von Suiziden. Unter anderem wurde es im WHO-Suizidreport als ein erfolgreiches Praxisbeispiel genannt.

„Als ich vor 13 Jahren nach Leipzig kam, fand ich eine gute Basis vor“, erzählt Prof. Hegerl. Seine Ziele damals waren die weitere Verbesserung der Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen, der Aufbau einer Spezialstation für affektive Störungen und einer neurobiologischen Arbeitsgruppe. Das alles wurde erreicht. In Leipzig schuf er zudem mit dem Deutschen Patientenkongress Depression eine Veranstaltung, die alle zwei Jahre im Gewandhaus stattfindet – die nächste am 21. September 2019. Moderiert wird der Kongress seit seinen Anfängen von Harald Schmidt, der sich als Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe engagiert.

Zu den Ergebnissen der Arbeit von Prof. Hegerl, die den Patienten direkt nützen, zählt auch das internetbasierte Selbstmanagement-Programm iFightDepression, bei dem sich Patienten mit leichteren Depressionen zu Hause auf ihrem Smartphone oder Tablet durch Arbeitspakete arbeiten können.

Ein spannendes, zusammen mit dem Institut für Angewandte Informatik (InfaI) beantragtes und mit anderen Partnern durchgeführtes, BMBF-gefördertes Projekt ist STEADY. Es hat das Ziel, ein sensorbasiertes System zu entwickeln, das Patienten helfen soll, mit der Krankheit Depression besser umzugehen. Erfasst werden unter anderem Bewegung, Herzrate, Stimme und Schlaf, alles Aspekte, die sich in Abhängigkeit von der Schwere der Depression verändern und für den Patienten hilfreiche Informationen liefern können. „Beispielsweise kann hierüber erkannt werden, dass längere Bettzeit und längerer Schlaf, anders als meist vermutet, oft die Depression eher verschlechtern“, sagt Prof. Hegerl.

Als weiteres Beispiel für erfolgreiche Forschung nennt er den EEG-basierten Algorithmus VIGALL (Vigilance Algorithm Leipzig), der erlaubt, die Wachheitsregulation objektiv zu messen. Störungen der Wachheitsregulation sind an den Krankheitsprozessen von Depression, Manien und der AHDS (Aufmerksamkeitsdefizit /Hyperaktivitätsstörung) beteiligt.

„Das ist oft anders als man denkt“, sagt Prof. Hegerl. „In der Depression sind die Menschen nicht müde im Sinne von schläfrig, sondern erschöpft bei hoher Daueranspannung. Bei Manie und ADHS besteht dagegen eine erhöhte Einschlafneigung, und der Organismus dieser Menschen steuert durch Hyperaktivität und Schaffung einer stimulierenden Umwelt gegen. Das ist ähnlich wie bei übermüdeten Kindern.“

Die Bedeutung der Wachheitsregulation haben Prof. Hegerl und sein Team in zahlreichen Studien untersucht und auch im Stationskonzept der Spezialstation für affektive Störungen berücksichtigt: „Es gibt schon eine ganze Menge praktisch umgesetzter Forschungsresultate, die direkt beim Patienten ankommen. Das freut mich“, resümiert Prof. Hegerl.

Dass es noch mehr werden könnten, daran will Prof. Hegerl weiter arbeiten – auch nach seinem Weggang vom UKL wird er weiterhin wissenschaftlich tätig sein und die Stiftung Deutsche Depressionshilfe leiten.

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