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Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stiftet die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung

Der DOK Co-Pro Market bekommt einen neuen Preis für Regisseurinnen

Regisseurinnen haben bei DOK Leipzig die Chance auf einen neuen Preis und können auf mehr finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Filmprojekte hoffen. Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) lobt DOK Leipzig eine Auszeichnung für ein herausragendes Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin aus und baut damit die Angebote für Frauen in der Dokumentarfilmbranche weiter aus.

Der Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin ist mit 5.000 Euro dotiert, es kommen Projekte infrage, die für den DOK Co-Pro Market ausgewählt worden sind. Der Koproduktionsmarkt ist die zentrale Branchenplattform von DOK Leipzig und findet jährlich an den ersten beiden Festivaltagen statt.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange begründet ihr Engagement wie folgt: „Ich freue mich, dass wir mit dem Preis der Kunstministerin für das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin auch 2019 die gezielte Förderung von Frauen in der Filmbranche unterstützen können. Dank des Engagements von DOK Leipzig war bereits im vergangenen Jahr die Hälfte der Filme der offiziellen Auswahl des Festivals von Regisseurinnen.

Die Qualität der Filme von Frauen ist nicht besser oder schlechter als die von Männern, aber nach wie vor ist in den meisten Ländern eine deutliche Unterrepräsentanz weiblicher Filmschaffender zu beklagen, die nicht zu rechtfertigen ist. Von Gleichstellung und Diversität profitieren nicht nur die Betroffenen, sondern die Gesellschaft insgesamt.“

Bereits in den vergangenen Jahren hat das SMWK das Festival bei der Förderung von Frauen im Dokumentarfilmbereich tatkräftig unterstützt. So hat die Kunstministerin Dr. Eva Maria Stange 2017 die Schirmherrschaft des DOK Leipzig and EWA Development Prize übernommen, der bis zum letzten Jahr im DOK Co-Pro Market angesiedelt war. Die großzügige Erhöhung des Engagements vonseiten des SMWK mündet nun in dieser neuen Auszeichnung.

„Wir sind unglaublich dankbar dafür, dass unsere Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit uns die Kluft zwischen den Geschlechtern schließen möchte, denn das ist nicht nur dringend notwendig für die Kulturindustrie, sondern auch ein Menschenrecht“, sagt die Leiterin von DOK Industry Brigid O’Shea und fährt fort: „Es freut uns riesig, dass wir gemeinsam mit Frau Dr. Stange einen Entwicklungspreis vergeben und damit Filmemacherinnen in der ganzen Welt fördern und unterstützen können“.

Der DOK Co-Pro Market findet in diesem Jahr zum bereits 15. Mal statt. Internationale Projekte, die sich in der Entwicklung befinden, erhalten am 28. und 29. Oktober die Möglichkeit, Koproduktions- und Finanzierungspartner zu finden. Die Gewinnerin des Preises der Kunstministerin wird die Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Festivals am 28. Oktober entgegennehmen.

Dokumentarfilmschaffende, deren Projekte unter den rund 35 ausgewählten Arbeiten sind und schließlich am DOK Co-Pro Market teilnehmen, haben außerdem die Aussicht auf weitere Preise. Ein herausragendes Dokumentarfilmprojekt aus Mittel- oder Osteuropa ehrt seit vergangenem Jahr der Current Time TV and DOK Co-Pro Development Prize. Der Zonta Club Leipzig Elster vergibt erneut einen Preis an Regisseurinnen; durch die Übernahme von Reisekosten ermöglicht die Auszeichnung dokumentarfilmschaffenden Frauen die Erweiterung ihres Netzwerks bei DOK Leipzig.

Auch das European Women’s Audiovisual Network setzt seine Partnerschaft mit DOK Leipzig fort. Gemeinsam mit EWA vergibt das Festival erstmals einen mit 1.000 Euro dotierten Entwicklungspreis an eine Dokumentarfilmemacherin, die an dem Trainingsprogramm Circle Women Doc Accelerator teilnimmt. Neben dem Preisgeld erhält die Filmemacherin Betreuung bei der Weiterentwicklung ihres Films.

Unter der Leitung von Leena Pasanen hat sich das Team von DOK Leipzig zum Ziel gesetzt, filmschaffende Frauen nicht nur in der Herstellung ihrer Filme, sondern auch in der Verbreitung fertiggestellter Produktionen zu fördern. Die Quote für Regisseurinnen im Deutschen Wettbewerb von DOK Leipzig geht 2019 in die zweite Runde. In diesem Jahr findet DOK Leipzig vom 28. Oktober bis 3. November statt.

Noch bis zum 1. August können Filmschaffende ihre aktuellen Dokumentarfilmprojekte für den DOK Co-Pro Market einreichen.

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