Fans von DOK Leipzig, die sich schon jetzt auf die Festivalwoche im Herbst freuen, können im „DOK Leipzig Sommerkino“ wieder Filme der letzten Jahrgänge unter freiem Himmel in Leipzig schauen.

Vom 21. Juli bis 11. August präsentiert das Festival gemeinsam mit der Schaubühne Lindenfels, der Cinémathèque und dem Luru-Kino zehn Dokumentar- und Animationsfilme an der Plagwitzer Markthalle, auf der Moritzbastei und in der Spinnerei.

Das Sommerkino-Programm versammelt zahlreiche Publikumslieblinge und Preisträgerfilme, etwa „The Balcony Movie“, in dem der Regisseur von seinem Balkon aus die Passant*innen in Gespräche über ihr Leben verwickelt, oder auch den Gewinner des Publikumspreises „Dida“, ein charmantes Portrait über die Mutter des Filmemachers und zugleich die Geschichte einer Familie im Umbruch.

Der Film „Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal“ schaut aus zehn Blickwinkeln auf eine umstrittene Statue in Berlin-Prenzlauer Berg: in der DDR noch Siegessymbol des Kommunismus, nun kolossales Überbleibsel. Als Vorfilm wird „Impossible Figures and Other Stories I“ gezeigt, der 2021 bei DOK Leipzig eine Goldene Taube im Internationalen Wettbewerb für Kurzfilme gewonnen hat. Auf subtil brutale Weise führt der Film dem Publikum die (eigene) Vergänglichkeit vor Augen.

Um Liebe, Sexualität und Körperideale geht es an einem weiteren Sommerkinoabend mit drei Filmen. Nach den Kurzfilmen „Glückspfad” über weibliche Körperbehaarung und „In Nature” über die vielseitigen, oftmals queeren Beziehungsformen in der Fauna, begleitet „Reality Must Be Addressed“ zwei junge Frauen, die sich auf einer Reise durch Südamerika kennenlernen, anfreunden und schließlich verlieben.

„Los cuatro vientos“ erzählt von Menschen aus Fondo Negro in der Dominikanischen Republik, die für die Arbeit ins Ausland ziehen – und von jenen, die zurückbleiben.

Auch das letzte Screening des DOK Leipzig Sommerkino führt auf die andere Seite des Atlantik. In „Gegen den Strom – Abgetaucht in Venezuela“ trifft der Filmemacher einen Verwandten, der früher Teil der autonomen Szene in Berlin war. Seit 1995 wird er per Haftbefehl als Mitglied einer linksterroristischen Vereinigung gesucht und tauchte für Jahrzehnte unter. Begleitet wird der Film von „Erwin“, einem Kurzfilm über einen 58-Jährigen, der die meiste Zeit in seinem Wohnmobil verbringt und sich sexuellen Onlinebegegnungen mit anderen Männern hingibt.

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