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Europaweite Verkehrskontrollen der Polizei

In Sachsen stand etwa jeder 40. überprüfte Kraftfahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

In der zurückliegenden Woche hat die Polizei im gesamten Freistaat Sachsen bei Kontrollen im Straßenverkehr im Schwerpunkt darauf geachtet, ob Fahrzeuglenker unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. Ergebnis: in etwa jedem 40. Fall wurden die Beamten fündig.

Die Kontrollen standen im Kontext mit der europaweiten TISPOL-Aktion „Al-cohol & Drugs“. In zahlreichen Mitgliedsstaaten der EU waren dazu in der vergangenen Woche Polizisten im Einsatz.

In den sächsischen Städten und Gemeinden kontrollierten die Streifen der fünf Polizeidirektionen rund 6.700 Fahrzeuge. Sie ertappten 122 alkoholisierte und 47 unter Drogeneinfluss stehende Fahrer. Die Beamten leiteten entsprechende Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Mit diesen werden sich im Weiteren die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften oder Bußgeldstellen befassen.

Die Folgen werden für die Betroffenen mindestens ein temporäres Fahrverbot, ein Bußgeld von 500 Euro oder mehr sowie zwei Punkte im Zentralregister sein. In Fällen, bei denen eine Straftat begangen wurde, droht neben einer empfindlichen Geldstrafe auch der vollständige Entzug der Fahrerlaubnis.

„Unsere Streifen kontrollieren in Sachsen jeden Tag und jede Nacht hunderte Verkehrsteilnehmer. Der Kontrolldruck ist auch ein Signal. Die Gefahr, von der Polizei erwischt zu werden, wenn man gegen Gesetze verstößt, trägt dazu bei, sich regelkonform zu verhalten. Schließlich geht es um die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger auf unseren Straßen. Alkoholisierte oder unter Drogen stehende Kraftfahrer sind häufig an Unfällen beteiligt, bei denen Menschen verletzt werden oder gar zu Tode kommen“, sagte Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar.

Die bei den Kontrollen der Polizei ertappten Kraftfahrer nahmen mit einem Fahrrad, Motorrad, Auto, Traktor, Bus oder Lkw am Straßenverkehr teil. In 16 Fällen stellten die Ordnungshüter noch an Ort und Stelle Betäubungsmittel sicher, die im Besitz der kontrollierten Personen waren. Zwei Beschuldigte führten sogar eine Schusswaffe mit, für die sie keine Erlaubnis besaßen. In 19 Fällen waren die Kontrollierten in den europaweiten Datenbanken wegen verschiedener Delikte bereits zur Fahndung ausgeschrieben.

Die sächsische Polizei nimmt seit über zehn Jahren an den europaweiten Kontrollaktionen teil. Sie sind fester Bestandteil des Verkehrssicherheitskalenders im Freistaat Sachsen. Im Zusammenhang mit der Aktionswoche „Alcohol & Drugs“ wurden im Jahr 2018 knapp 6.000 Fahrzeuge in Sachsen kontrolliert und dabei 173 Trunkenheitsfahrten (Fahrten unter Drogen- und Alkoholeinfluss) registriert. Im Jahr 2017 waren es knapp 5.000 überprüfte Fahrzeuge und 110 dabei festgestellte Verstöße gewesen.

Weitere Schwerpunktkontrollen erfolgten schon in den Monaten März und April. Hier lag der Fokus der Polizei auf dem Sicherheitsgurt und der Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. In den kommenden Monaten werden Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personentransportes, das allgemeine Verhalten von Verkehrsteilnehmern und erneut Alkohol- und Drogenkonsum den Schwerpunkt bilden.

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