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Montag, 18. Januar 2021
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Erklärung zur geplanten „Festrede“ von Gregor Gysi in der Peterskirche von Leipzig am 9. Oktober 2019

Von Stiftung Friedliche Revolution

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    Irritiert von der Nachricht, dass der letzte SED-Vorsitzende und langjährige Fraktionschef der Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi, beim jährlichen Konzert der Leipziger Philharmonie am 9. Oktober die „Festrede“ halten wird, erklären Vorstand und Kuratorium der Stiftung Friedliche Revolution: Vorstand und Kuratorium der Stiftung Friedliche Revolution unterstützen den Protest zahlreicher Persönlichkeiten gegen eine Festrede von Gregor Gysi am 9. Oktober in der Leipziger Peterskirche anlässlich der vor 30 Jahren von Leipzig ausgegangen Friedlichen Revolution.

    Wir halten angesichts seiner politischen Vergangenheit, seiner Rolle bei der Rettung der SED und ihres Vermögens, der Vernichtung wichtiger Parteiakten und der Behinderung der Aufarbeitung der SED-Diktatur einen Auftritt als Festredner oder Zeitzeugen für völlig unangemessen.

    Noch im Spätherbst 1989, als sich große Teile der DDR-Bevölkerung an den Demonstrationen in zahlreichen Orten der DDR beteiligt, dem demokratischen Aufbruch aus Leipzig anschlossen und gegen Unterdrückung, Überwachung und Bevormundung protestiert haben, hat Gregor Gysi die führende Rolle der SED und den Erhalt der Staatssicherheit verteidigt und für die „Wende“ von Egon Krenz geworben. Heute versucht er sich mit Geschichtsklitterung und der Verbreitung von Legenden.

    Wir sind verwundert darüber, dass offenbar den Verantwortlichen der Leipziger Philharmonie, vor allem aber auch dem eingeladenen Gastredner das politische Gespür dafür fehlt, dass ein Beitrag von ihm an diesem Tag und diesem Ort von den Opfern des SED-Regimes und auch der Leipziger Bevölkerung als Provokation empfunden werden muss.

    Herr Gysi ist unseres Erachtens kein angemessener Redner für eine solche Feierstunde.
    Die Stiftung hätten darum erwartet, dass dies auch von ihm selbst erkannt wird. Eine solche „Festrede“ muss nicht nur zu unnötigen Protesten und zur Polarisierung führen, sondern auch die von der Stadt, der Stiftung und etlichen Kooperationspartner geplanten Feierlichkeiten in Leipzig erheblich belasten und konterkarieren.

    9. Oktober 2019 in der Peterskirche: Ein einzigartiger Kampf mit Gregor Gysi

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