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Tipps zur Lebensmittellagerung: Hygiene sichern, Abfall vermeiden, Strom sparen

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    Werden die Einkäufe schnell in den Kühlschrank gepackt oder bleibt die Kühlschranktür offen, während man das Käsebrot schmiert? Solche scheinbar kleinen Gewohnheiten können durchaus ihre (negative) Wirkung haben. Dabei ist Achtsamkeit für die richtige Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank in zweierlei Hinsicht nachhaltig.

    „Aus gesundheitlicher Sicht bleiben die Produkte länger frisch und die Ausbreitung von Bakterien wird gehindert. Aus ökologischer Sicht, werden Lagerverluste vermieden und der Stromverbrauch erheblich reduziert“, sagt Dr. Birgit Brendel, Verbraucherzentrale Sachsen.

    In privaten Haushalten fallen pro Kopf und Jahr rund 33 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle an. Zwei wesentliche Gründe dafür sind falsche Lagerbedingungen und eine mangelnde Übersicht über die vorhandenen Vorräte. Wichtig ist es daher, die eingelagerten Lebensmittel wenigstens einmal pro Woche durchzusehen. Ältere Produkte, die gern mal nach hinten gerutscht sind, und angebrochene Packungen sollten zuerst verbraucht werden. Damit werden Verderb und daraus folgende Lebensmittelverluste vermieden, sowie der Kauf von Lebensmitteln, die eigentlich noch vorrätig sind.

    Die Vermehrung der meisten Bakterien wird durch die Kühlung verlangsamt oder gestoppt, daher gehören leicht verderbliche Lebensmittel in den Kühlschrank. Die richtige Temperatur liegt bei 7 °C im mittleren Bereich des Kühlschrankes. Diese Temperatur sollte mit dem Kühlschrankthermometer kontrolliert, und nicht gefühlsmäßig eingeschätzt werden.

    Frisches Fleisch, Geflügel und Fisch lagern zum Beispiel oberhalb des Gemüsefachs oder alternativ in einem extra dafür vorgesehenen 0°-Fach am besten, weil es dort am kältesten ist. Bei verpackten Lebensmitteln sollten die Kühlempfehlungen beachtet werden. Heiße und warme Speisen sollten erst dann in Kühlschrank gestellt werden, wenn sie auf Raumtemperatur abgekühlt sind, sonst schnellt der Stromverbrauch in die Höhe.

    Um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten, sollte man die Kühlschranktür nicht offenstehen lassen.  Auch sollte das Gerät nicht zu voll sein, damit die kalte Luft zwischen den Lebensmitteln ausreichend zirkulieren kann. Eine regelmäßige Reinigung schützt vor Keimen und Verderb und sollte sich von selbst verstehen.

    Kühlschränke ohne Abtauautomatik müssen von Zeit zu Zeit enteist werden, sowohl aus hygienischen Gründen als auch wegen des Stromverbrauchs – hat sich eine Eisschicht im Gefrierfach breit gemacht, wird mehr Strom gebraucht und die eingelagerten Produkte liegen unter Umständen zu warm.

    Interessierte Verbraucher/ -innen, die mehr über die Vermeidung von Lebensmittelabfällen oder zur Lebensmittellagerung wissen wollen, können unter https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/terminvereinbarung eine persönliche oder telefonische Beratung vereinbaren.

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