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Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden erhält eine Million Euro für Sanierungsarbeiten

Von Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus
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    Die Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden erhält vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus eine Förderung in Höhe von einer Million Euro für dringende Sanierungsarbeiten. Der Förderbescheid wurde dem Betreiberverein „Erkenntnis durch Erinnerung“ überreicht.

    Die Mittel dienen vornehmlich der Sanierung des sogenannten „Fuchsbaus“, jenem Keller, der vom sowjetischen Geheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg als Gefängnis genutzt wurde. Dort wurden Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen ohne natürliches Licht in nassen Zellen eingesperrt.

    Kulturministerin Barbara Klepsch: „Mit den Fördermitteln für Sanierungsarbeiten wollen wir die Kellergefängnisse der Gedenkstätte Bautzner Straße als Mahnmal weiter erhalten. In den sächsischen Gedenkstätten wollen wir an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschen Boden erinnern und dafür sorgen, dass das schreckliche Leid nicht vergessen wird, welches diese Herrschaftssysteme gebracht haben.“

    Mit der Förderung soll auch die technische Ausstattung der Gedenkstätte verbessert werden. Die Mittel stammen aus dem treuhänderisch verwalteten Vermögen der Parteien und der ihnen verbundenen Massenorganisationen der ehemaligen DDR.

    Die Gedenkstätte Bautzner Straße bietet die bundesweit einzigartige Möglichkeit, die Dimensionen politischer Verfolgung in der SBZ und DDR von 1945 bis 1989 am historischen Ort und in einer zusammenhängenden Präsentation zu zeigen.

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstand in der Bautzner Straße das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis einschließlich Vernehmungs- und Gerichtsräumen für das Land Sachsen. Viele Menschen wurden dort vom sowjetischen Sicherheitsdienst wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Kriegsverbrechen oder der Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen verhaftet und verhört.

    Häufig folgte eine Internierung ohne Urteil und ohne den Nachweis persönlicher Schuld. Nachdem 1953 der Komplex an die DDR-Behörden übergeben wurde, richte das Ministerium für Staatssicherheit dort ihre Bezirkszentrale ein. Am 5. Dezember 1989 besetzten Dresdner Bürgerinnen und Bürger die Zentrale friedlich, um die begonnene Vernichtung der Akten der Staatssicherheit zu stoppen.

    Die geförderte Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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