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Tarifrunde Sana Kliniken AG: ver.di erhöht mit Aktionstag Druck auf Arbeitgeber

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Donnerstag, 10. September 2020, unter dem Motto „Wir sind systemrelevant“ bundesweit Beschäftigte in Sana-Kliniken zu einem Aktionstag auf, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde beim drittgrößten privaten Klinikkonzern in Deutschland Nachdruck zu verleihen.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. September 2020 in Würzburg statt; verhandelt wird für die bundesweit rund 8.500 Beschäftigten, die in den 16 Sana-Kliniken arbeiten, die unter den Konzerntarifvertrag fallen. Insgesamt hat Sana rund 35.000 Beschäftigte (inklusive Service-Töchter) und 53 Kliniken, von denen zehn den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) anwenden.

In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte auf das Niveau des TVöD, mindestens jedoch eine Erhöhung für alle Beschäftigten um acht Prozent. Die Ausbildungsentgelte sollen ebenfalls auf das Niveau des TVöD angehoben werden.

Am Aktionstag beteiligen sich auch Beschäftigte des Herzzentrums Dresden ab 12:30 Uhr vor dem Haupteingang mit einer Aktion „Torte statt Worte“.

„Wir erwarten, dass Sana mit einem verbesserten Angebot in die nächsten Verhandlungen einsteigt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, sind Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen. Auch unter Corona-Bedingungen können sich die Beschäftigten, unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln, zur Wehr setzen“, sagte Thomas Hasselbach, QMB.

„Überall werden gute und engagierte Beschäftigte für die Kliniken gesucht. Klatschen reicht nicht – Anerkennung muss sich auch in besserer Bezahlung zeigen“, sagte T. Hasselbach. Es könne nicht sein, dass ein privater Klinikkonzern mit Beitragsgeldern Gewinne mache, seinen Beschäftigten aber die Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes verweigere. „Unser Motto bei Sana ist deshalb: Ob Reha oder Akut – TVöD tut allen gut.“

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 82: Große Anspannung und Bewegte Bürger

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Treppenhaus im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

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