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Beauftragter für das Jüdische Leben und US-Generalkonsul zu Gast bei einem „Schülergesprächskonzert“

Von Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben und gegen Antisemitismus

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    Der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben, Thomas Feist, und der neue US-Generalkonsul Kenichiro (Ken) Toko wurden am Montag (12. Oktober 2020) gemeinsam als Gast bei einem „Schülergesprächskonzert“ begrüßt. Unter ihrem künstlerischen Leiter Michael Hurshell präsentiert die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden an vielen Schulen im Freistaat Sachsen Werke verfolgter jüdischer Komponisten.

    Anschließend wird mit den Schülern diskutiert, welche Auswirkungen der Nationalsozialismus nicht nur auf den Bereich von Kunst und Kultur, sondern auch auf das Leben jedes Einzelnen bedeutete. Musik wird hier als allgemein zugängliches, vertrautes Medium genutzt, um sächsischen Schülern die in weiten Teilen unbekannte jüdische Kultur ihrer Heimat näher zu bringen und das Nachdenken über Kunst und Künstler in der Diktatur anzuregen.

    Bei insgesamt drei Schülergesprächskonzerten mit fünf Schulen wurden am Rahn Education – Musikalisch-Sportlichen Gymnasium Leipzig Werke der Komponisten Wilhelm Grosz und Ernest Bloch aus Österreich, sowie Moishe Weinberg aus Russland vorgestellt.

    Das Projekt wird vom Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) koordiniert und vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus unterstützt. Im Rahmen des Projekts haben die teilnehmenden Lehrer bereits im September an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen.

    Kultusminister Christian Piwarz: „Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie bewahrt mit ihren Konzerten die Werke verfemter, verfolgter oder ermordeter jüdischer Komponisten vor dem endgültigen Vergessen und leistet einen Beitrag zur Versöhnung und zum kulturellen Verständnis. Dieses Anliegen unterstütze ich gern. Die Reihe wird auch künftig fortgesetzt. Denn es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, dass sich sächsische Schulen in Zeiten, wo in Medien und auf öffentlichen Plätzen die Vergangenheit infrage gestellt und historische Fakten angezweifelt werden, der Aufklärung stellen und geschichtliche Wahrheiten als solche benennen.“

    Es ist großartig, dass bei dem ersten Termin in diesem Schuljahr der US-Generalkonsul mit seiner Frau und der Beauftragte für das Jüdische Leben persönlich anwesend sein konnten.

    US-Generalkonsul Kenichiro (Ken) Toko: „Ich gratuliere Herrn Michael Hurshell und der Neuen Jüdischen Kammerphilharmonie Dresden zu ihrer Aufführung und Diskussion dieser wichtigen Werke jüdischer Komponisten. Es ist von entscheidender Bedeutung, die jüngere Generation in Deutschland nicht nur über die schreckliche Geschichte der Judenverfolgung zu unterrichten, sondern auch über das reiche Erbe jüdischer Kultur und Tradition in ihrem Land.“

    Die Teilnahme von US-Generalkonsul Kenichiro (Ken) Toko wurde bei einem Termin im US-Konsulat vereinbart, zu dem am 23. September 2020 der US-Generalkonsul Vertreter des jüdischen Lebens in Sachsen nach Leipzig eingeladen hatte. Dabei hatte Herr Michael Hurshell, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, von den „Schülergesprächskonzerten“ berichtet.

    Thomas Feist, der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben bekundete gegenüber US-Generalkonsul Kenichiro (Ken) Toko seine Anerkennung, dass dieser schon kurz nach seinem Amtsantritt im August des Jahres Vertreter Jüdischen Lebens in Sachsen und Partner der Gemeinden zum Gespräch einlud. Das damit verbundene Signal der Wertschätzung Jüdischen Lebens in Sachsen zeigte sich Feist zufolge auch bei der Teilnahme am Schülergesprächskonzert in Leipzig.

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