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Leipzig verliert DB-Direktverbindung nach Prag

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    Die Deutsche Bahn AG hat die Einstellung des IC-Bus-Verkehrs zum Ende des Jahres 2020 angekündigt. Damit verliert Leipzig seine tägliche Direktanbindung an Prag. Der Leipziger FDP-Bundestagskandidat René Hobusch nimmt dies mit Bedauern zur Kenntnis: „Damit hat die umsteigefreie Verbindung mit einer Dauer von gut drei Stunden ein Ende. Der Verweis der Bahn auf die leistungsfähigen Zugverbindungen als Ersatz für die IC-Busse stimmt für Leipzig-Prag nicht. Zukünftig dauert die Reise mehr als vier Stunden – mit dem Auto ist man dagegen über eine Stunde schneller.“

    Der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst, Obmann im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, zum Ende der Verbindung: „Der IC-Bus-Verkehr war keine Optimallösung für die Bahn. Er hat im Fernverkehr allerdings Löcher überbrückt, die auf der Schiene kurzfristig nicht zu lösen waren. Insofern ist die Einstellung mehr als bedauerlich.“

    Herbst und Hobusch fordern die Deutsche Bahn und Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) auf, den Ausbau des Schienenfernverkehrs zu beschleunigen. „Vom Dreieck Dresden-Leipzig-Chemnitz gibt es bislang nur einen Schenkel mit Fernverkehrsverbindungen – und zwar zwischen Leipzig und Dresden.

    Die Realisierung der Routen Dresden-Chemnitz und Leipzig-Chemnitz ist auch mehr als 30 Jahre nach der Deutschen Einheit in weiter Ferne. Der grenzüberschreitende Fernverkehr über Dresden nach Prag ist eine Schneckenstrecke und Richtung Wroclaw wieder eingestellt. Wenn wir von einem zusammenwachsenden Europa sprechen, gehören dazu nicht nur Autobahnen, sondern auch leistungsfähige Zugverbindungen als echte Alternative zum Auto. Hier muss dringend Druck auf den Kessel“, so die beiden Freidemokraten.

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