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Weißenberg: Wehr Wuischker Mühle zurückgebaut – Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserlebewesen hergestellt

Von Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

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    Der Rückbau des Wehres Wuischker Mühle in Weißenberg (Lkr. Bautzen) ist abgeschlossen. Damit ist das in diesen Abschnitt des Löbauer Wassers gewässertypische Gefälle wiederhergestellt, sodass sich das Gewässer naturnah entwickeln kann. Die Maßnahme ist Teil des Durchgängigkeitsprogrammes der sächsischen Staatsregierung. Die Baustelle befand sich in einem Flora-Fauna-Habitat und Vogelschutzgebiet und grenzte zudem an weitere Schutzgebiete. Die Arbeiten begannen im Juli 2020 und kosteten rund 350.000 Euro, bezahlt aus Bundes- und Landesmitteln.

    Am Hauptlauf wurde der Wehrrücken abgebrochen sowie das Gefälle ausgeglichen. Die vorhandenen Ufer blieben erhalten und werden durch den Einbau von Buhnen vor Erosion geschützt. Es erfolgte lediglich eine geringfügige Anpassung der Böschungsneigung im Bereich des ehemaligen Wehres.

    Der Altlauf des Löbauer Wassers wurde teilweise ertüchtigt und ökologisch gestaltet. Dazu wurde der Zulauf des Altlaufes rekonstruiert und die dort vorhandene Schwelle angepasst. Dadurch können nun auch bereits kleinere Hochwasserabflüsse in den Altarm abgeschlagen und so der Hauptlauf entlastet werden.

    Zudem wurde das Flussbett des Löbauer Wassers von Sedimenten beräumt, entkrautet und von Neophyten befreit. Für die nächsten drei Jahre ist eine Pflege inklusive Neophyten-Nachsorge vorgesehen. Für die nötigen Fällungen erfolgten Ersatzpflanzungen mit standorttypischen Gehölzen wie Esche, Stieleiche, Bruchweide, Winterline und Feldulme.

    Umweltminister Wolfram Günther zum Projekt der Landestalsperrenverwaltung: „Wir arbeiten daran, die ökologischen Funktionen unserer Gewässer wiederherzustellen, sie naturnah zu gestalten und somit unter anderem für Fische wieder durchgängig zu machen. Dazu braucht es viele Maßnahmen an vielen Orten. Der Rückbau des Wehres an der Wuischker Mühle ist ein Teil davon. Ein guter ökologischer Zustand unserer Gewässer hat für uns Priorität. Im Übrigen setzen wir so auch die Verpflichtungen durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie um.“

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