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Sächsisches Bildungsticket bereits wieder vor dem Aus?

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    Bereits acht Tage nach der Ankündigung des sächsischen Bildungstickets, welches Schülerinnen und Schülern das günstige Fahren mit dem öffentlichen Personennahverkehr in einem Verbund ermöglichen soll, scheint die Finanzierung nach übereinstimmenden Medienberichten noch unklar.

    Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig sowie direktgewählter Abgeordneter und Obmann des Bildungsausschusses der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, Sören Pellmann: „Es verwundert schon, dass der sächsische Verkehrsminister Dulig medienwirksam ein Bildungsticket ankündigt, obwohl im aktuellen Haushaltsplanentwurf der Landesregierung keinerlei finanzielle Deckung hinterlegt ist.

    Die durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr verbreitete PR-Blase droht nun zu Lasten der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der einkommensschwachen Elternhäuser, zu platzen.

    Statt, wie vom CDU-Landtagsabgeordneten Nowak praktiziert, mit dem Finger auf den Koalitionspartner zu zeigen, wäre es jetzt wichtig, dass die Koalition schnellstmöglich gemeinsam eine Deckungsquelle im Sinne der sächsischen Schülerinnen und Schüler schafft. Insbesondere Schüler*innen aus ökonomisch benachteiligten Familien würden sonst weiterhin vollständig von einer eigenständigen, umweltgerechten Mobilität ausgeschlossen bleiben.“

    Franziska Riekewald, Sprecherin für Mobilität der Fraktion Die Linke im Stadtrat zu Leipzig, ergänzt: „Es darf beim Bildungsticket nicht das passieren, was oft im ÖPNV passiert: Die sächsische Staatsregierung fordert einen politisch motivierten Ticket-Preis und die ÖPNV-Unternehmen und Kommunen sollen die Zeche dafür bezahlen. Die Finanzierung muss zwingend vom Land sichergestellt werden, denn nur so ist die Einführung zum nächsten Schuljahr realistisch.

    Mit dem Bildungsticket für 15,- € im Monat eine Mobilität über die Schulzeiten hinaus sicherzustellen, um Freunde, den Sportverein oder Musikunterricht zu besuchen, wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir bleiben dabei: Mobilität ist Daseinsvorsorge.“

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