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Herzinsuffizienz: Kardiologen des Leipziger Uniklinikums erweitern Diagnostik bei unklarer Luftnot

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    Herzschwäche ist die häufigste Aufnahmediagnose in deutschen Krankenhäusern. Jedes Jahr steigt die Anzahl der wegen Herzinsuffizienz im Krankenhaus behandelten Patienten um etwa fünf Prozent, vor allem ältere Menschen sind betroffen. Trotzdem wird die Erkrankung nicht immer erkannt, auch weil manche Formen schwierig zu diagnostizieren sind. Kardiologen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) wollen dies nun ändern, indem sie die Standarddiagnostik deutlich erweitern.

    Typische Beschwerden bei Herzschwäche sind Luftnot bei Belastung, eingeschränkte Belastbarkeit und Wasseransammlungen in den Beinen. Allerdings treten viele dieser Beschwerden, vor allem die Luftnot, auch bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel der Lunge auf.

    „Im Einzelfall kann es manchmal schwierig sein, die richtige Diagnose zu stellen. Die Echokardiographie gibt uns in vielen Fällen die Antwort, aber leider nicht in allen“, sagt Prof. Rolf Wachter, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Leipzig. „Eine Erkrankung, die vor allem unter Belastung Beschwerden verursacht, sollte man vielleicht auch unter Belastungsbedingungen untersuchen“, ergänzt Assistenzärztin Dr. Romy Langhammer.

    Deshalb werden Patienten mit Luftnot, die in der UKL-Kardiologie behandelt werden, jetzt einem erweiterten Programm unterzogen, das neben Untersuchungen in Ruhe auch Belastungsuntersuchungen in der Echokardiographie, der Kernspintomographie und im Herzkatheterlabor beinhaltet.

    „Im Herzkatheterlabor erfolgt insbesondere eine exakte Analyse der Druck- und Volumenwerte in der linken und rechten Herzkammer in Ruhe und unter Belastung. Das ist quasi der ‚Goldstandard‘, besser kann man die Herzfunktion nicht messen“, meint Prof. Wachter. „Mit diesem Projekt möchten wir auch herausfinden, welche der Methoden uns in Zukunft am besten unterstützt, um die korrekte Diagnose schneller und besser zu stellen.“

    Zunächst sollen etwa 35 Patienten untersucht werden, im Anschluss erfolgt eine Auswertung der Ergebnisse. „Wir werden mittel- bis langfristig viel häufiger spezielle Belastungsuntersuchungen bei Patienten mit Luftnot durchführen müssen, denn die Anzahl dieser Patienten steigt rasant“, prognostiziert Prof. Ulrich Laufs, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie.

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