15.7 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Probestau am Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel – Staatsstraße S183 voraussichtlich bis Ende nächster Woche gesperrt

Von Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Am Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel (Lkr. Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) hat heute (Donnerstag, 18. Februar) der Probestau begonnen. Dafür soll die aktuell andauernde Schneeschmelze genutzt werden. Aufgrund der Trockenheit war im vergangenem Jahr ein Probestau nicht möglich. Der Probestau wird von den Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung permanent begleitet und überwacht.

    Dabei soll das Becken bis zu 75 Prozent seiner Vollstauhöhe angestaut werden. Das entspricht in etwa einem Wasserstand von 17 Metern sowie etwa einer halben Million Kubikmeter Wasser im Stauraum. Das Wasser wird dann für mindestens zwei bis drei Tage auf diesem Niveau gehalten, um die nötigen Messungen zum Verhalten des Bauwerkes und der Betriebseinrichtungen sowie des Umfeldes unter Wasserlast auszuführen und auszuwerten. Danach wird das Becken kontrolliert wieder abgestaut. Anschließend erfolgen Kontrollen und Aufräumarbeiten im Stauraum. Erst dann kann die S183 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

    Sollte die Zuflussmenge für die angestrebte Stauhöhe nicht ausreichen, wird ein geringeres Probestauziel von 14 Metern angestrebt. Das entspricht in etwa 0,246 Millionen Kubikmeter Wasser im Stauraum.

    Für den Probestau muss die Staatsstraße S183, die durch den Staudamm führt, für mindestens eine Woche gesperrt werden. Umleitungen werden ausgeschildert. Zudem darf das Becken während des Probestaus nicht betreten werden. Es besteht Lebensgefahr! Bitte klären Sie auch Ihre Kinder darüber auf!

    Ein Probestau ist bei einer neu gebauten Stauanlage zwingend nötig. Ziel ist dabei, die Funktions- und Betriebssicherheit der Anlage nachzuweisen und Erkenntnisse über das Verhalten des Dammes unter Belastung zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen für den späteren Betrieb des Hochwasserrückhaltebeckens genutzt werden.

    Hintergrundinformation

    Die Flusstäler des Osterzgebirges sind immer wieder von verheerenden Überschwemmungen betroffen. Beim Augusthochwasser 2002 war das gesamte Ortszentrum von Schmiedeberg überflutet. Das Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel schützt seit Ende 2019 die Bewohner des Osterzgebirges von Schmiedeberg bis Dippoldiswalde vor Überschwemmungen. Mit seiner Speicherkapazität von über einer Million Kubikmeter Wasser wirkt es bis zur Talsperre Malter und hat damit eine Schutzwirkung bis nach Freital und Dresden.

    Technische Daten
    Lage: Pöbeltal, südl. von Schmiedeberg, Osterzgebirge
    Bauzeit: 2011 – 2019

    Hydrologie
    Flussgebiet: Rote Weißeritz
    gestauter Wasserlauf: Pöbelbach
    Einzugsgebiet: 11,8 km2

    Staubecken
    Art: grünes Becken ohne Dauerstau
    Gesamtstauraum: 1,2 Mio. m3

    Bauwerk
    Art: Steinschüttdamm mit Asphaltbetonkerndichtung
    Höhe: über Talsohle 28 m
    Kronenlänge: 199 m
    Kronenbreite: 5 m
    Breite Dammfuß: 123 m
    Bauwerksvolumen: 175.000 m3
    Hochwasserentlastungsanlage: Hangüberlauf mit Schussrinne, 146 m lang
    Ökodurchlass: 5,8 m breit, 65 m lang, 2 Hubschütze
    Straßendurchlass: 9 m breit, 65 m lang, 2 Hubschütze

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ

    Anzeige
    Anzeige