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IG Metall ruft Mitglieder im Kfz-Handwerk in Berlin, Brandenburg und Sachsen vor dritter Verhandlung zum Warnstreik auf

Von IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen
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    Die IG Metall ruft ihre Mitglieder im Kfz-Handwerk in der Woche ab 7. Juni an zahlreichen Orten zum Warnstreik auf. Damit kommt Bewegung in die laufende Tarifverhandlungsrunde für die Kfz-Werkstätten und Autohäuser. Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Entgelt für 12 Monate und eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen.

    Der Protest richtet sich gegen das bislang fehlende Einkommensangebot der Arbeitgeber und soll Bewegung in die dritte Tarifverhandlung am 9. Juni in Berlin-Schönefeld bringen. Das Handwerk leidet immer stärker an fehlenden Fachkräften und besonders unter der Abwanderung. Nur ein Drittel der jungen Gesellinnen und Gesellen verbleibt in den handwerklichen Metall- und Elektroberufen inklusive der Kfz-Betriebe. 35 Prozent wechseln in die Industrie, der Rest in andere Bereiche. Eine wesentliche Ursache ist das dramatisch geringere Einkommen gegenüber der Industrie.

    Auf der anderen Seite verliert die Kfz-Branche ihr bislang attraktives „Schrauber-Image“. Hochspezialisierte Anforderungen an neue Technologien verändern das Berufsbild drastisch. Der Weiterbildungsbedarf ist hoch und die Digitalisierung ist allgegenwärtige Praxis. Ähnliche anspruchsvolle berufliche Inhalte erfahren in der Industrie eine höhere Wertschätzung.

    „Angemessene Einkommen sind für die Beschäftigten ein Ausgleich für die enormen Leistungen in Kfz-Werkstätten und Autohäusern, gerade auch während der pandemiebedingten Erschwernisse. Die Forderung von vier Prozent und deutlich mehr für Auszubildende ist gerecht und vor dem Hintergrund einer aktuellen Inflation von 2,5 Prozent auch dringend erforderlich, um die Beschäftigten im Handwerk zu halten“, sagt der Verhandlungsführer der IG Metall, Bodo Grzonka.

    Die wirtschaftlichen Zahlen der Branche des Jahres 2020 belegen, dass Umsatz und Erträge sich trotz der Pandemie nahezu auf dem sehr guten Vorjahresniveau bewegen. „Durch die enormen Anstrengungen der Beschäftigten, der großzügigen Inanspruchnahme von Arbeitszeitkonten bis in Minusstunden und flexibler Kurzarbeit konnten die Geschäfte und der Kundenservice auf gutem Niveau weiterlaufen. Das zu erwartende wirtschaftliche Wachstum wird zusätzliche Leistungen erfordern. Das sind gewichtige Gründe für eine faire Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der Kfz-Branche“, so Grzonka.

    Die IG Metall verhandelt mit der Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe, der sich vor allem die großen Firmen und Niederlassungen, jedoch weniger als ein Drittel aller Betriebe, durch direkte Tarifbindung angeschlossen haben. Von einem Neuabschluss der Tarifverträge könnten dennoch rund 37.000 Beschäftigte in 3.400 Betrieben profitieren, da sich diese Kfz-Betriebe an den Tarifergebnissen der Branche orientieren.

    Die im Handwerk üblicherweise zuständigen Kfz-Innungen haben vor einigen Jahren ihre Tarifpartnerschaft vollständig aufgeben. Bei der Vergabe öffentlicher Beschaffungsaufträge für die Fuhrparks gelten deshalb gesetzliche Mindeststandards.

    Die nächste Tarifverhandlung ist für den 9. Juni 2021 geplant.

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