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Öffentliches Land in Bauern- und Bäuerinnenhand!

Von AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland
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    Beschlipste Investoren karren den kostbaren Boden fort, den die Bauern und Bäuerinnen dringend brauchen, um auch weiter regionale, nachhaltige Lebensmittel erzeugen zu können: mit diesem starken Bild machte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) gemeinsam mit Aktion Agrar direkt vor dem Landtag in Magdeburg auf einen eklatanten Missstand aufmerksam machen:

    Bereits zum zweiten Mal hat es eine Landesregierung in Sachsen-Anhalt nicht geschafft, Landgrabbing zu verhindern – nach wie vor kaufen außerlandwirtschaftliche Investoren Landwirtschaftsbetriebe ungehindert auf.

    „Es schafft extremen Unfrieden in den Dörfern, wenn einerseits bäuerlichen Betrieben die Existenzgrundlage entzogen wird und andererseits einige Wenige zu Millionären werden, weil sie ihre Betriebe verscherbeln. Wir erwarten von der neuen Landesregierung und der neuen Bundesregierung eine Bodenpolitik für die Mehrheit der bäuerlichen Betriebe statt für die außerlandwirtschaftlichen Investoren“, sagte Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL mit Blick auf die Wahlen am Sonntag.

    Claudia Gerster, Bäuerin aus dem Burgenlandkreis zog ein sehr enttäuschtes Resümee der ablaufenden Wahlperiode: „Viele Probleme wurden verschlafen, der Ausverkauf der Landwirtschaft nicht gestoppt. Einer der wenigen Lichtblicke ist das Existenzgründungsprogramm.“ Weitere Unterstützung für Existenzgründer/-innen forderte Philine Schuster von Aktion Agrar ein: „Beistand bei der Konzeptentwicklung und bevorzugte Flächenverpachtung an Neugründer/-innen – nur so können wir die neuen Generationen an Landwirt*innen und Gärtner*innen ausreichend unterstützen.“

    Dies ist auch Anliegen der Kampagne zur Gemeinwohlverpachtung: „Öffentliches Land in Bauern- und Bäuerinnenhand!“, welche heute mit dieser Bildaktion gestartet wurde. Viel Land gehört den Städten, Gemeinden, Ländern und Kirchen, die es oft eher gedankenlos verpachten, weil die meisten Verwaltungen kaum in der Lage sind, fundierte Entscheidungen zu treffen. Der heute vorgestellte Katalog von Kriterien zur Pächter/-innenauswahl hilft, auch diesen Missstand abzustellen.

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