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Forstminister Günther: Mit Kalkung von Waldböden heilen wir 200 Jahre Schadstoffeinträge

Von Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft
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    Derzeit beginnt in Mittelgebirgslagen Sachsens die Kalkung von ausgewählten Waldflächen. Damit wird der noch bestehenden übermäßigen Versauerung von Waldböden entgegengewirkt. Um die Säureverbindungen im Boden zu neutralisieren, werden natürliche, basisch wirkende Gesteinsmehle verwendet.

    Anlässlich eines Vor-Ort-Termins zum Start der eigentumsübergreifenden Bodenschutzkalkung im Forstrevier Falkenau bei Flöha sagte Forstminister Wolfram Günther: „Seit rund 35 Jahren kalken wir in Sachsen Waldböden, die besonders belastet sind. Mit dem Kalk heilen wir die Folgen von rund 200 Jahren menschlich verursachter Schadstoffeinträge.

    Im Boden befindet sich immer noch Schwefelsäure und immer noch wird zu viel Stickstoff eingetragen. Das zeigt, wie langfristig sich nicht-nachhaltige Wirtschaftsweisen auf die Umwelt auswirken, konkret auf das so wertvolle und hochsensible Ökosystem Wald. Indem die Forstleute kalken, schützen sie die für den Wald lebensnotwendigen ökologischen Funktionen des Bodens. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für den Waldumbau hin zu klimastabilen, arten- und strukturreichen sowie leistungsfähigen Mischwäldern.

    Und nicht zuletzt geht es darum, dass keine im Boden befindlichen Schwermetalle und Aluminium gelöst werden und ins Wasser gelangen. Die Kalkung dient also auch unserer Gesundheit. Ich bitte daher die Menschen in den betroffenen Regionen um Verständnis für die kurzzeitigen Einschränkungen durch die Waldkalkungen.“

    Waldböden nehmen mit ihrer Filter-, Puffer- und Speicherfunktion im Naturhaushalt eine zentrale Stellung ein. Umfangreiche Erhebungen zum Bodenzustand und kontinuierliche Untersuchungen auf Dauerbeobachtungsflächen zeigen, dass die Waldböden tiefreichend versauert sind. Ursache sind die Schwefel- und Stickstoffverbindungen aus rund 200 Jahren, die mit dem sauren Regen in die Böden eingetragen und gespeichert wurden.

    Das gilt insbesondere in den Mittelgebirgslagen auch trotz inzwischen stark verminderter Schwefelbelastung der Luft. Zudem ist der Eintrag potenziell säurebildender Stickstoffverbindungen in die Waldböden immer noch ökologisch unvertretbar hoch.

    Die Versauerung der Waldböden führt zu einem Mangel an basischen Nährstoffen wie Magnesium und Calcium und setzt toxisch wirkende Metall-Ionen (z. B. Aluminium und Schwermetalle) frei. Das ist auch für die Trinkwassergewinnung und den Gewässerzustand problematisch. Auch diese negativen Wirkungen mildert die Bodenschutzkalkung.

    Die Böden zeigen nach Ergebnissen der Bodenzustandserhebungen 2006 bis 2012 nur eine geringe Tendenz zur Erholung. Daher benennt die Waldstrategie 2050 des Freistaates Sachsen die Bodenschutzkalkung als eine wesentliche Voraussetzung für die Stabilisierung des Naturhaushaltes und einen erfolgreichen Waldumbau.

    Von 1986 bis 2020 wurden in Summe 407.160 Hektar Wald gekalkt. Pro Hektar Waldfläche werden drei Tonnen aufgemahlenes Kalkgestein ausgebracht. Dabei handelt es sich um Magnesiumkalk aus Thüringer Vorkommen oder aus Kalken der Fränkischen Schweiz. Die Dosis entspricht 300 Gramm pro Quadratmeter. Das Material entfaltet seine Wirkung auf den Waldboden langsam und langanhaltend. Es birgt keine Gefahren für Menschen, Tiere und Pflanzen. Auf derselben Fläche wird frühestens nach Ablauf von zehn Jahren erneut gekalkt.

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