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Johanniter üben den Ernstfall: 90 Ehrenamtliche stellen Katastrophe nach

Von Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Sachsen
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    Am Samstag, 18.September 2021, übten insgesamt knapp 90 Sanitäter und Mimen aus Sachsen auf dem Trainingsgelände der Johanniter-Akademie Mitteldeutschland (DTEC – Desaster Trainings Education Center) den Ernstfall. Die Einsatztrupps hatten die Aufgabe, ein realitätsnahes Szenario in den Griff zu bekommen und dabei Menschenleben zu retten und Verletzte zu versorgen.

    Dieses Szenario, nachgestellt durch 38 mit falschen Wunden versehenen Mimen, erwartete die Retter, die von der Freiwilligen Feuerwehr Pegau unterstützt wurden: Auf einer Open-Air-Veranstaltung fährt ein Auto in die Bühne. Es gibt einen großen Knall, der Strom fällt aus. Dadurch geraten weitere Menschen in einem Club in der Nähe in Panik. Die Herausforderung für die Retter: Ein Toter und viele Verletzte müssen erstversorgt, transportiert und ins Krankenhaus gefahren werden.

    Die Verletzungen, mit denen die ehrenamtlichen Sanitäter der Johanniter konfrontiert waren reichten von Knalltrauma über Knochenbrüche, Platz- und Schürfwunden durch herumfliegende Trümmerteile bis Sehbehinderungen. Auch um den psychischen Zustand der Opfer sollten sich die Retter kümmern, denn es gilt auf Menschen einzugehen, die unter Schock stehen oder mit ansehen mussten, wie nahe Angehörige verletzt wurden. Dabei wurden sie von sieben Ausbildern kritisch beobachtet.

    „Um so eine Übung gut zu meistern, ist vor allem Teamfähigkeit gefragt“, sagt Lars Biederbeck, der Fachbereichsleiter der Johanniter-Einsatzdienste im Landesverband Sachsen. „Alleingänge gehen da nicht, das merken unsere Teilnehmer hier ganz schnell“. Außerdem käme es darauf an, all seine Sinne zu schärfen und maximal aufmerksam zu sein.

    Angesichts der gut vorbereiteten Mimen, die ihre Rollen ziemlich überzeugend spielen, vergisst mancher Teilnehmer sogar schon mal, dass es sich um eine Übung handelt. „Wenn das passiert, dann haben wir unser Ziel erreicht, so realitätsnah wie möglich zu üben“, sagt Biederbeck.

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