Mit dem Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes Anfang 2015 bekamen ca. 13 Prozent aller Beschäftigten in Sachsen per Gesetz mehr Lohn. Dennoch war der Mindestlohn nicht unumstritten. Auf der einen Seite sorgt der Mindestlohn für eine bessere Bezahlung, auf der anderen stellt er so manchen Unternehmer vor große Herausforderungen, Lohnkosten und damit steigende Preise.

Ist der Mindestlohn praxistauglich? Berechtigen dessen Kontrolle und Durchsetzung den bürokratischen Aufwand für Unternehmen? Was hat es für Auswirkungen auf den Arbeitnehmer und Menschen, den gesetzlichen Mindestlohn oder weniger zu verdienen?

In der 7. Folge des Wirtschaftstalks „Martin Dulig | Konkret“ diskutiert Sachsens Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit mit Axel Klein, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Sachsen e.V., Daniela Kolbe, Arbeitsmarktexpertin und Gewerkschafterin sowie mit Tobias Neubert, Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie Vize-Präsident Sächsischer Handwerkstag und Landesinnungsmeister des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen, über aktuelle Fragen zum Mindestlohn in Sachsen.

„Der Mindestlohn trägt dazu bei, die Existenz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu sichern, Armut trotz Arbeit zu vermeiden und Lohngerechtigkeit in der Arbeitswelt zu stärken“, so Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig. „Fairer Mindestlohn ist für mich auch eine Sache des Respekts und der Wertschätzung von Arbeit und für die Beschäftigten. Die Erhöhung und Weiterentwicklung des Mindestlohns auf 12 Euro steht ganz oben auf der politischen Agenda. Deshalb gewinnt auch die praktische Durchsetzung an Bedeutung. Die Wertschätzung, die Beschäftigte erfahren, beeinflusst auch, welche Wertschätzung sie anderen entgegenbringen.“

Die siebte Folge „Martin Dulig | Konkret – 12 Euro Mindestlohn – Jobkiller oder Rezept gegen Armut?“ finden Sie online unter dem folgendem Link zur Ansicht: https://youtu.be/Sf6_uXZMGFU

Hintergrund:

Anfang Oktober hat das SMWA eine sachsenspezifische Analyse zu den Auswirkungen des Mindestlohns sowie zum Stand der Umsetzung der Mindestlohnregelungen und der praktischen Durchsetzung des Rechts veröffentlicht. Die Studie sollte gezielt ermitteln, wie der Mindestlohn in Sachsen umgesetzt wird, welche Wissenslücken es möglicherweise gibt und wie bei Defiziten noch besser unterstützt werden kann.

Hintergrund Format „Martin Dulig | Konkret“:

Seit März produziert Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) ein neues Wirtschafts- und Gesprächsformat mit dem Titel „Martin Dulig I Konkret“. Der Anspruch ist es, komplexe Wirtschaftsthemen und -zusammenhänge verständlich aufzubereiten und die Geschichte dahinter in einem visuellen Konzept zum Leben zu erwecken. Das moderierte Format soll Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik Öffentlichkeit für deren Themen und Handlungsfelder schaffen und gleichzeitig zu einer größtmöglichen Transparenz und offenen Diskussion von Problemen und Handlungsoptionen beitragen.

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