Die IG Metall Berlin Brandenburg Sachsen hat nach der zweiten ergebnislosen Tarifverhandlung an diesem Dienstag für die

8 000 Beschäftigten von Stahl Ost für Juni Warnstreiks angekündigt. IG Metall-Bezirksleiterin und Verhandlungsführerin Birgit Dietze erklärte: „Zu einem fairen Ausgleich gehören in dieser Tarifrunde Tabellenanhebungen. Da trotz guter Argumente kein neues Angebot vorgelegt wurde, müssen wir mit fühlbarem und sichtbarem Druck reagieren.“

Direkt im Anschluss an die Verhandlungen beschloss die Tarifkommission der IG Metall Warnstreiks. In der Diskussion machten die betrieblichen Vertreter*innen deutlich, dass jetzt die Diskussionen in den Belegschaften vor die Tore zu tragen sind und zwargut sichtbar, intensiv und nachdrücklich.

„Wir wollen ein insgesamt gutes und faires Tarifergebnis. Dafür gehen wir jetzt vor die Tore“, sagte Dietze, Leiterin des IG Metall Bezirks Berlin Brandenburg Sachsen. „Angebote kommen in der ersten Tarifverhandlung nur selten vor. Insoweit haben uns die Arbeitgeber überrascht. Auch sind die angebotenen 2.100 Euro ein nicht ganz kleiner Betrag. Allerdings fehlt ein Angebot von Prozenten in der Entgelttabelle.

Eine Einmalzahlung verbraucht sich schnell. Tabellenanhebungen wirken dauerhaft. Darauf kommt es hier an. Nur dies schafft die erforderliche Sicherheit in der aktuellen Inflationsdynamik. Die Beschäftigten sorgen für Stabilität in den Unternehmen und haben die guten Gewinnergebnisse des letzten Jahres möglich gemacht. Daher erwarten sie jetzt ihren Anteil.“

Die Friedenspflicht in der Stahlbranche geht in wenigen Tagen am 31. Mai zu Ende. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie eine Erhöhung der Monatsentgelte um 8,2 Prozent.

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