30 Waisenkinder aus Luzk / Ukraine verbringen vom 7. bis 20. Juli 2026 unbeschwerte Ferientage im Schloss Thammenhain b. Wurzen. Erwartet werden die Kinder am kommenden Dienstag gegen Mittag nach einer 24-stündigen Busfahrt. Bereits zum vierten Mal wird das Ferienlager durch den Betriebsrat des Siemens Schaltanlagenwerkes Leipzig und engagierten Beschäftigten in Kooperation mit dem Verein ,,Eine Welt e.V. – Leipzig“ organisiert.

„Diese Kinder haben zum Teil alles verloren, was ihnen wichtig ist: Mama und Papa, Familienangehörige, Freunde, ihre Spielsachen und oft auch Ihre Heimat. Diesen Kindern möchten wir, fern ab von Krieg und Leid, eine erholsame Zeit in Sachsen sowie etwas Freude und Abwechslung schenken.“ sagt Betriebsratsvorsitzender Michael Hellriegel.

Das Schloss Thammenhain bietet ideale Bedingungen für zwei schöne Ferienwochen. Der große Saal im Schloss erinnert ein wenig an Harry Potter und das Schloss Hogwarts. Auf dem Ferienprogramm stehen neben Wanderungen und Baden gehen auch Ausflüge nach Leipzig und Berlin. Ebenso sind zahlreiche Freizeitaktivitäten, wie ein Besuch im Leipziger Zoo, Bastel- und Kreativkurse und vieles mehr geplant.

Am 9. Juli 2026, findet von 10 bis 14 Uhr die Besichtigung des Siemens Werks für Schaltanlagen in der Südstraße 74 in 04178 Leipzig statt. Unter Anleitung erfahrener Ausbilder der Siemens AG, werden die Kinder erste Einblicke in die Elektrotechnik erhalten und auch selbst einen kleinen Schaltschrank basteln. Die Kinder erhalten faszinierende Einblicke, die Leidenschaft für Wissenschaft und Technik wecken soll.

Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender konnte dieses Ferienlager realisiert werden. Neben den Beiträgen des Siemens Caring Hands e. V. und vieler privater Förderer trugen auch die IG Metall Leipzig sowie eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion wesentlich zum Gelingen des Projekts bei. Darüber hinaus haben Mitarbeitende der Siemens AG die Möglichkeit, das Ferienlager im Rahmen des unternehmenseigenen Volunteering-Programms aktiv zu unterstützen.

Gesellschaftliches Engagement und konkretes Handeln haben eine lange Tradition im Siemens Werk Leipzig. Bereits im März 2022 organisierten die Beschäftigten und der Betriebsrat Hilfstransporte für die in Folge des Krieges notleidenden Menschen in der Ukraine.

„In Zeiten von Krieg, Vertreibung und zunehmender gesellschaftlichen Spaltung wollen wir weiter Zeichen für Zusammenhalt, Menschlichkeit und Solidarität setzen.“, erklärt Michael Hellriegel.

Im Jahr 2018 setzten sich die Beschäftigten und der Betriebsrat intensiv für die Integration von Geflüchteten in den betrieblichen Alltag und die Förderung einer Kultur der Toleranz und Akzeptanz im Betrieb ein. Das Engagement wurde mit dem Deutsche-Betriebsräte-Preis 2018 in Bronze gewürdigt.

Im Jahr 2014 konnte die Leipziger Interessenvertretung durch den erfolgreichen Kampf um den Erhalt des Leipziger Werkes und für ihre herausragenden Leistungen den Deutschen Betriebsrätepreis in der Kategorie ,,Standort- und Beschäftigungssicherung‘‘ durch die Otto-Brenner-Stiftung in Empfang nehmen.

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