Auf dem Leipziger Augustusplatz kann ab übermorgen wieder gerollert werden. Denn Europas größte mobile Rollschuhbahn macht auch dieses Jahr wieder Station in der Stadt. Heute gab es erste Einblicke. Gleich neben der Messe, wurden heute in Wiederitzsch die Spaten in trockene Erde gerammt. Hier entsteht ein neuer Skatepark. Und: Auf dem Marktplatz wirbt die Branddirektion noch bis morgen um potenzielle Azubis. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 19. August 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Rollschuh-Paradies auf Augustusplatz startet
Noch drehten Lena und Kristin nur ein paar Proberunden für die Kameras, doch ab Freitag dürfen dann knapp vier Wochen lang wieder alle Interessierten ihre Rollschuhe schnüren. Denn vom 21. August bis zum 16. September ist Europas größte mobile Rollschuhbahn erneut zu Gast auf dem Augustusplatz. Diese hat einen Durchmesser von 35 Metern und bietet rund um den Springbrunnen vor der Oper auf einer Fläche von 885 Quadratmetern genügend Platz für geübte und auch für noch nicht so geübte Rollschuh-Fans.
Etwa eine viertelmillion Neugierige zog das Areal mitten in Leipzigs City im vergangenen Jahr an, schätzte Veranstalter Arnold Bergmann beim heutigen Pressetermin, allerdings trauten sich bei weitem nicht alle auf die schnellen Schuhe. Eine bunte Altersmischung sei das gewesen, wobei ein über 80-jähriger Stammgast besonders in Erinnerung geblieben sei, der regelmäßig auf dem blauen Belag seine Runden drehte. Manchen habe es an der Rollschuhbahn so gut gefallen, dass sie auch trotz Aufforderung abends gar nicht mehr gehen wollten. Das habe damals am Abschlusstag sogar zu einer handfesten Schlägerei geführt, verriet Bergmann.
Auf diesen Programmpunkt würde der Veranstalter diesmal gewiss gern verzichten. Mit dabei sind allerdings wieder die regelmäßigen Rollschuhdiscos an den Wochenend-Abenden. Die Bahn hat täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Rollschuhe können mitgebracht (Eintritt 5 Euro) oder vor Ort ausgeliehen werden (Eintritt 8 Euro). Inliner sind nicht zugelassen. Zur Feier des Starts am 21. August gibt es ab 19 Uhr die offizielle Eröffnung, unter anderem mit lateinamerikanischen Gitarrenklängen und Gesang von Cubas bekanntestem Musiker Tony Avila. Das komplette Programm sowie weitere Infos finden Sie hier.

Spatenstich für Skatepark in Wiederitzsch
„Heute ist ein guter Tag für Wiederitzsch und den Leipziger Norden!“, freute sich Ortsvorsteher Stefan Artmann (CDU) beim offiziellen Baustart für den neuen Skatepark, der gleich neben der Leipziger Messe entstehen soll. Sechs Jahre ist es inzwischen her, dass er mit seinen Kindern am heimischen Küchentisch vom Bau solch einer Anlage träumte. Nun wird Baugerät in Bewegung gebracht, um diese Träume wahr werden zu lassen.
Gemeinsam mit Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (beide Die Linke) sowie Vertreter/-innen des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, dem Gala Service Wurzen und Skatern aus dem Heizhaus, vollführte Ortsvorsteher Artmann den symbolischen Spatenstich. Auf der rund 2.600 Quadratmeter großen, hügeligen Grünfläche soll – so der jetzige Plan – im Frühjahr 2027 endlich Eröffnung gefeiert werden. Diese war ursprünglich bereits für Oktober 2026 angepeilt worden, ist aber durch die knifflige Haushaltslage der Stadt etwas ins Stocken geraten. Denn immerhin wollen für das Projekt rund eine Million Euro lockergemacht werden.

Es gelang, jetzt wird gebaut. Und das durchaus ambitioniert: „Zu den größten Herausforderungen beim Bau von Skateparks gehören die besonders anspruchsvollen Spritzbetonarbeiten – in diesem Fall entstehen rund 950 Quadratmeter reine Rollsportfläche“, teilte die Stadt mit. „Der neue ‚Street-Flowpark‘ wird als Rundkurs genutzt werden können. Unter anderem kann über eine sogenannte ‚Pumpline‘ der abschüssige Downhillbereich runter und wieder hinaufgefahren werden. ‚Jumpbox‘ und ‚Wallride‘ sorgen für die beliebte Speed-Section.“
So wie der seit Jahren etablierte Skatepark am Heizhaus in Grünau, soll auch die entstehende Anlage im Norden eine Strahlkraft in die gesamte Stadt und darüber hinaus entwickeln. Nicht nur zur sportlichen Betätigung, sondern auch als attraktiver Treffpunkt für alle Altersgruppen.
Blaulicht-Berufe suchen Nachwuchs
Heute und morgen veranstaltet die Branddirektion der Stadt Leipzig auf dem Marktplatz wieder die sogenannten Blaulichttage. Ziel dabei ist es, Jugendliche für eine Berufsausbildung im Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst zu interessieren. Deshalb werden gezielt die 9. und 10. Klassen der Leipziger Gymnasien und Oberschulen angefragt. In bestimmten Zeitfenstern durchlaufen die Schüler/-innen bei der Veranstaltung dann vier praxisorientierte Stationen, wo sie verschiedene Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten bei der Branddirektion kennenlernen, mit Einsatzkräften ins Gespräch kommen und deren Technik live erleben können.
„Wir brauchen auch in Zukunft gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die Sicherheit in unserer Stadt gewährleisten zu können“, sagt Axel Schuh, Leiter der Branddirektion Leipzig. „Mit den Blaulichttagen wollen wir zeigen, wie vielfältig unsere Berufe sind und junge Menschen für eine berufliche Zukunft bei der Branddirektion begeistern.“ Damit aber auch alle anderen Leipziger/-innen ihre Fragen loswerden und einen Blick auf die technisch raffinierten Fahrzeuge werfen können, war das Areal am heutigen Nachmittag zwei Stunden lang genau dafür geöffnet.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Oberbürgermeisterwahl 2027 in Leipzig: Wolfram Günther will für Bündnis 90/Die Grünen antreten
Baby zu Tode geschüttelt? Kindsmutter am Landgericht wegen Totschlags angeklagt
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Der Krieg ist anderswo: Eine große Reportage über das Leben in Russland mitten in Putins Krieg
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Was sonst noch wichtig war:
Gestern hat die Polizei in München-Schwabing eine Person niedergeschossen, die offenbar mit einer Schusswaffe hantierte. Heute wurde bekannt, dass es sich bei dem Verletzten um einen 14-jährigen Schüler mit einer Softair-Pistole handelt. Sein Gesundheitszustand sei stabil.
FC Bayern-Star Jamal Musiala ist innerhalb von drei Tagen erneut auf dem Spielfeld zusammengebrochen. Jetzt äußerte er sich selbst auf Instagram zu seinem Gesundheitszustand und gibt den besorgten Fans Entwarnung: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absence festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind.“ Dabei handelt es sich um eine Form eines epileptischen Anfalls, wie ein Mediziner auf Tagesschau.de näher ausführt.
Ein Taucher aus der Ukraine ist heute auf Initiative der Bundesanwaltschaft Karlsruhe in Kroatien verhaftet worden. Dem Mann, gegen den ein Europäischer Haftbefehl vorlag, wird vorgeworfen, mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 im Zusammenhang zu stehen. Es ist die zweite Festnahme in dem Sabotage-Fall. Der Tatverdächtige war bereits schon einmal im vergangenen Herbst in Polen geschnappt worden. Die dortige Justiz lehnte jedoch eine Auslieferung nach Deutschland ab, so dass er wieder frei kam.
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