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Wie sollen die Straßen rund um den Bayrischen Platz künftig aussehen?

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    Am heutigen Montag, 6. Juli, laden die Stadt und die LVB zu einer Informationsveranstaltung zum künftigen Umbau des Bayrischen Platzes ein. Die findet ab 19 Uhr in der Aula des Reclam-Gymnasiums (Tarostraße 4, Haupteingang gegenüber dem Parkplatz neben REWE) statt. Dabei geht es nicht nur um den Bayrischen Platz, sondern um ein ganzes Straßengeflecht von der Arthur-Hoffmann-Straße bis zur Grünewaldstraße.

    Vertreter des Verkehrs- und Tiefbauamtes der Stadt und der LVB GmbH wollen am Montagabend die Planungen, die dafür untersuchten Varianten und die Vorzugslösung der Stadtverwaltung sowie das weitere Verfahren vorstellen. Gegenstand der Planung ist die ab Sommer 2018 angestrebte Umgestaltung des Bayrischen Platzes einschließlich der Arthur-Hoffmann-Straße bis zur Paul-Gruner-Straße, der Nürnberger Straße bis zur Liebigstraße und der Straße des 18. Oktobers bis zur Paul-List-Straße sowie des Straßenzuges Windmühlenstraße/Grünewaldstraße.

    Neben der Straßenraumgestaltung geht es in den Planungen vor allem um die Schaffung besserer Bedingungen für Radler und Fußgänger sowie für den Straßenbahn- und Busverkehr insbesondere am Bayrischen Platz. Mit dem Umbau reagieren Stadt und LVB GmbH auch auf das geringere Verkehrsaufkommen nach der Freigabe der Semmelweisbrücke. Diesen veränderten Bedingungen kann die gesamte Verkehrsanlage jetzt angepasst werden.

    Mögliche künftige Verkehrsraumaufteilung am Bayrischen Platz. Karte: Stadt Leipzig
    Mögliche künftige Verkehrsraumaufteilung am Bayrischen Platz. Karte: Stadt Leipzig

    Heißt: Die überdimensionierten Straßen können neu aufgeteilt werden. Dabei werden auch erstmals ordentliche Radfahrstreifen in der Arthur-Hoffmann-Straße bis zur Paul-Gruner-Straße angelegt. Eigentlich eine überfällige Maßnahme, die aber garantiert wieder für Knatsch und Konflikte sorgen wird. Denn in den letzten Jahren hat sich die schmale Arthur-Hoffmann-Straße zu einem beidseitigen Dauerparkplatz entwickelt, der sofort verstopft ist, wenn auch nur ein Fahrzeug zum Entladen hält oder die Fahrzeuge der Abfallentsorgung unterwegs sind.

    Es wird also eine erste Definition für den künftigen Straßenraum in der Arthur-Hoffmann-Straße geben.

    Was übrigens auch Auswirkungen auf abzweigende Straßen wie die Riemann- und die Hohe Straße haben sollte. Dort aber verzichten die Planer wieder auf separate Radwege, ordnen dafür am Beginn der Riemannstraße endlich eine Insel mit Zebrastreifen ein. Was trotzdem die Frage nicht wirklich löst: Wie sehr behindert der starke, insbesondere an der Hohen Straße einbiegende Kfz-Verkehr das Geradeausfahren für Radfahrer in der Arthur-Hoffmann-Straße? Wäre es nicht konsequenter, die Arthur-Hoffmann-Straße für den südwärts fahrenden Kfz-Verkehr frei zu machen und dafür die Bernhard-Göring-Straße – wie ja schon im Zusammenhang mit dem Radverkehrsplan diskutiert – tatsächlich zu einer ordentlich ausgebauten Radstraße zu machen?

    Kann es sein, dass dieser Aspekt bei den Planungen zum Bayrischen Platz wieder vergessen wurde?

    Neu strukturiert werden die Radwege auch in der Windmühlenstraße, teilweise wird dafür auch eine der vier Fahrspuren aufgehoben, um mehr Platz für Fußweg und Auslagen zu schaffen. Und die Fußwege sollen künftig deutlich mehr Baumbepflanzung erhalten – in dieser nach DDR-Maßstäben aufgerissenen Straße eine überfällige Entscheidung. Dasselbe gilt für die Grünewaldstraße, eine jener Straßen, in denen deutlich wird, wie wichtig Bäume für ein besseres Stadtklima sind – und wie sehr sie fehlen, wenn es wirklich mal heiß wird.

    Dass in der Windmühlenstraße wieder etwas mehr Spielraum ist, hat seinen Grund natürlich auch in der Aufhebung der alten Straßenbahnhaltestelle am Bayrischen Platz.

    Dafür soll die neue Haltestelle der Linie 9 in der Arthur-Hoffmann-Straße künftig auch von den Bussen der Linie 60 genutzt werden, die bislang noch ihre Haltestellen am Fahrbahnrand haben. Was dann natürlich auch wieder saubere Führungen für die Radwege ermöglicht.

    An der Nürnberger Straße wird insbesondere auf der Ostseite mehr Raum für die Fußgänger geschaffen, genug, um auch hier wieder Platz für neue Bäume freizumachen. Die Kreuzung wird also im Querschnitt etwas kleiner und überschaubarer – gerade für Fußgänger verkürzen sich einige der Überwege. Und das Ganze sieht nicht mehr so trist aus wie ein Straßenbauprojekt von VEB Breite Schneise.

    Die Veranstaltung im Reclam-Gymnasium beginnt um 19 Uhr. Aber bereits ab 18.30 Uhr hängen die Pläne aus, so dass sich Interessierte vorab einen Überblick verschaffen können. Während der Veranstaltung erläutern Mitarbeiter des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes und der LVB die Planungen, untersuchte Varianten und Vorzugslösungen und geben Auskunft über das weitere Verfahren.

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