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Auch die Gefahrenstelle auf dem nördlichen Abschnitt des Rundwegs um den Cospudener See ist beseitigt

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    Die Grünen hatten es ganz eilig. Die luden gleich am 24. März zur feierlichen Rundfahrt um den Cospudener See ein. Ein recht frischer Tag mitten in der Woche. Aber den Termin hatten andere vorgegeben. Irgendwie mit Zuruf im Rathaus: Bis 23. März sollte das alte Buckelpflaster an der Kelchsteinlinie entfernt sein. War ja mal eine Grünen-Kritik aus dem Jahr 2014.

    Und da war das Buckelpflaster, das insbesondere Inline-Skatern an dieser Stelle des Rundkurses zur echten Gefahr wurde, auch schon fünf Jahre lang Prüfgegenstand gewesen. Aber irgendwie kam die Stadtverwaltung zu keiner Entscheidung, so dass die Grünen-Fraktion den Umbau der Holperpflasterstelle zum Thema im Stadtrat machte. Und die Sache wurde zum Beschluss. 2014 schon. Bei dem Thema waren sich so ziemlich alle Seenliebhaber einig. Fast der komplette Stadtrat stimmte zu.

    Aber 2015 passierte nichts, hagelte es neue Anfragen. Da wurde aber auch wieder einmal klar, wie zäh die meisten Abstimmungs-, Organisations- und Finanzierungsprozesse in Leipzig mittlerweile laufen. Aber das Projekt war nicht vergessen. Die Verwaltung bekam es dann erst im Winter 2015/2016 geplant.

    Und sie war am Ende doch ein bisschen schneller, als im Rathaus-Flurfunk verheißen.

    Schon am 11. März meldete sie: „Der Austausch des Großpflasters gegen einen Asphaltbelag an der Wegkreuzung Kelchsteinlinie/Lauerscher Weg am Nordstrand des Cospudener Sees ist dank der milden Witterung nach nur 14 Tagen Bauzeit vorzeitig abgeschlossen. – Damit ist die Stolperfalle für Inline-Skater beseitigt und die Kreuzung ab Samstag, 12. März 2016, wieder befahrbar. Um dem Sturz-Problem dauerhaft vorzubeugen, wurde nun ein sehr heller Asphalt eingebaut. Dieser hebt die Straßenkreuzung hervor und soll im Kontrast zu den angrenzenden Abschnitten die Aufmerksamkeit für den Kreuzungsbereich erhöhen.“

    Das bisher vorhandene Kopfsteinpflaster – das in Teilen noch südlich der Wegkreuzung zu sehen ist –  war mit der Errichtung des „Landschaftsparks Cospuden“ im Rahmen der EXPO 2000 eingebaut worden und hatte seitdem vermehrt zu Problemen geführt, stellte auch die Verwaltung nun einsichtig fest. „Durch den unregelmäßigen Untergrund, der für Inline-Skater schwer zu überwinden ist, kam es immer wieder zu Stürzen, weshalb der Stadtrat im November 2014 den Umbau beschlossen hatte.“

    „Wir freuen uns, dass nun nach fast 1,5 Jahren endlich die Umsetzung des Stadtratsbeschlusses erfolgt“, formulierte Michael Schmidt, Stadtrat und sportpolitischer Sprecher der Leipziger Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, seine Ungeduld. „Trotz der Bekenntnisse der Stadt, dass es in dem Kreuzungsbereich regelmäßig zu Verletzungen von Skatern kam, wurde eine Umgestaltung immer wieder auf die lange Bank geschoben. Umso erfreulicher ist es, dass der nun am 29. Februar beginnende Umbau noch vor den Osterfeiertagen und den dann anstehenden Schulferien abgeschlossen sein wird.“

    Die Bushaltestelle kurz vor der Kurve in den Lauerschen Weg. Foto: Ralf Julke
    Die Bushaltestelle kurz vor der Kurve in den Lauerschen Weg. Foto: Ralf Julke

    Die Bauarbeiter waren dann doch schneller. Steine raus, Asphaltschicht drauf. Das ging schneller als gedacht. Am 11. März meldeten sie Vollzug. Eine helle, überfahrbare Steinborte markiert jetzt die Kurve aus dem Rundweg (der auf der Nordseite des Cospudener Sees Lauerscher Weg heißt) in die Kelchsteinlinie, jene Kurve, die der Bus Nr. 65 in der Badesaison fährt, immerhin die direkteste Art, mit dem ÖPNV in die Nähe des Cospudener Sees zu kommen. Die Bushaltestelle befindet sich direkt in der Kurve.

    In Beantwortung der Grünen-Nachfrage von 2015 hatte die Stadtverwaltung auch noch darauf hingewiesen, dass man den Umbau der „Stolperfalle“ im Zusammenhang mit der Prüfung für ein neues Verkehrskonzept am Nordufer des Sees betrachtet. Das steckt nun auch schon über zwei Jahre im Verfahren und dürfte, wenn es denn mal fertig ist, für heftige Diskussionen sorgen. Denn darin soll ja auch – auf Antrag der CDU-Fraktion – geprüft werden, ob am Nordufer nicht seenah neue Parkplätze eingerichtet werden können.

    Jetzt gehört der Rundkurs (bis auf den Bus und die Anlieferfahrzeuge) noch ganz den umweltfreundlichen Verkehrsarten. Selbst an einem frisch-feuchten Märzvormittag kann man hier singenden Wanderinnen begegnen, besonneren Senioren beim Radeln gegen den Wind, bunten Läufern und dann und wann – husch-wusch – einem bunten Rennfahrer, der hier seine Büro-Kondition auf Vordermann bringt. Grasende Büffel natürlich und eine Herde Rehe. Das ist alles noch schön überschaubar, wird sich aber in den nächsten Tagen schon ändern, wenn sich die Fausts und Wagners hier zum üblichen Osterausflug einfinden.

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      1 KOMMENTAR

      1. Mal sehen was passiert, wenn die ersten Fußgänger auf dem Weg zum See von rasenden Kampf(renn)radlern und -skatern umgenietet worden sind… 😉
        Konnte ja bis jetzt dank bremsendem Kopfsteinpflaster kaum passieren…

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