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10 Prozent der Leipziger City-Parkplätze sollen für E-Autos reserviert werden

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    Ob das ein zukunftsweisender Vorschlag ist, den die Leipziger Stadtverwaltung jetzt dem Stadtrat vorlegt? Kostenloses Parken für Elektroautos in der Leipziger Innenstadt? Eine entsprechende Diskussion darüber entbrannte ja schon vor Wochen. Eigentlich hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung zusätzlicher Stellplätze in der City für Autos mit alternativem Antrieb zu prüfen.

    „Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 16.09.2015 mit der Billigung des B-Planentwurfes die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, inwieweit eine Errichtung zusätzlicher oberirdischer Stellplätze für alternative Fahrzeuge, insbesondere Elektrofahrzeuge auch außerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen – also auf Privatflächen – ermöglicht werden kann“, fasst das Planungsdezernat den Anlass in seiner Vorlage zusammen. „Der Stadtrat sollte über das Ergebnis bis spätestens zur Vorlage des Satzungsbeschlusses informiert werden. Dem kommt die Verwaltung hiermit nach. Im Ergebnis der Prüfung hält die Verwaltung eine Ausnahme vom Ausschluss oberirdischer Stellplätze außerhalb des öffentlichen Verkehrsraums für Fahrzeuge mit alternativen Antriebsarten nicht für zweckmäßig und sachdienlich.“

    Letztlich sei der noch verfügbare Freiraum in der Innenstadt – auch auf den Privatgrundstücken – einfach zu wertvoll, um ihn in weitere Stellplätze zu verwandeln. Es gäbe in den Tiefgaragen und Parkhäusern genug Stellplätze – auch für Elektrofahrzeuge. Einige davon wären auch gleich mit Ladestationen ausgestattet, was natürlich das dortige Parken mit E-Auto erst recht attraktiv macht: „Ladestationen finden sich z. B. im Parkhaus am Zoo, in den Parkebenen der Höfe am Brühl und in den Tiefgaragen der Brühl-Arkaden (Marriott-Hotel), Petersbogen und Augustusplatz.“

    Aber gestritten wurde ja um die oberirdischen Stellplätze.

    Und da hat die Verwaltung tatsächlich vor, das Parken von E-Autos kostenlos zu machen.

    Die entsprechende Passage lautet: „Ab diesem Jahr sollen im Rahmen der E-Offensive ‚Leipzig fährt STROMaufwärts‘ privilegierte Parkräume im öffentlichen Raum der Innenstadt geschaffen werden. 10 % der 200 öffentlichen Parkflächen innerhalb des Promenadenrings sollen dann nur noch von E-Fahrzeugen genutzt werden dürfen. Außerdem sollen Autos, die ein E-Kennzeichen haben, kostenlos auf allen öffentlichen Innenstadtparkplätzen parken dürfen.“

    Ein Kritikpunkt, der heftig diskutiert wurde, war eben dieses kostenlose Parken. Ist es nur eine Maßnahme, den E-Auto-Kauf in Leipzig anzukurbeln? Oder wird hier wertvoller städtischer Raum verschenkt, wo sich die Stadt sowieso schon schwertut, für Stellflächen auf städtischen Straßen entsprechende Gebühren zu verlangen und damit auch den ruhenden Verkehr zu steuern?

    Ein Thema, das mittlerweile gerade in den zugeparkten innerstädtischen Quartieren diskutiert wird, egal, ob man es Parkraummanagement oder Einwohnerparken nennt.

    Die Parkraumverknappung in der Innenstadt hat auch das Ziel, den an vielen Tagen sehr ausgreifenden Parkplatzsuchverkehr einzuschränken und die Pkw-Nutzer auf die Parkhäuser umzulenken, in denen in der Regel genug freie Parkplätze vorhanden sind. Dafür wurden mehrere Stellplätze – zum Beispiel am Neumarkt – in Ladezonen, Abstellplätze für Fahrräder und Motorräder und Behindertenparkplätze verwandelt. Die Parkplätze für Elektroautos sorgen jetzt für die Umwidmung weiterer 10 Prozent der verfügbaren Stellplätze.

    Und an sechs Stellen gibt es mittlerweile auch Ladestationen, an denen E-Auto-Nutzer das Parken mit dem Aufladen des Fahrzeugs verbinden können. In der Vorlage heißt es: „6  Ladestationen für Elektrofahrzeuge befinden sich zudem bereits im öffentlichen Raum des Stadtkerns innerhalb des Promenadenrings.“

    Man kann gespannt sein, ob die Initiative den E-Auto-Besitz in Leipzig ankurbelt.

    Ende 2016 waren erst 196 E-Autos in Leipzig registriert, die meisten davon in Regie der Stadt bzw. ihrer kommunalen Betriebe, teilte jüngst das Amt für Statistik und Wahlen mit.

    Dazu kamen noch 1.215 Hybridfahrzeuge. Beide Fahrzeugarten aber machten gerade einmal 0,6 Prozent am Leipziger Fahrzeugpark aus. So richtig ist der Übergang zur Elektromobilität in Leipzig noch nicht in Gang gekommen, wenn man von den rege genutzten Straßenbahnen der LVB absieht.

    Die Vorlage der Stadtverwaltung zum E-Parken in der City.

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