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Deutliche Kostenerhöhung zwingt zur Verschiebung des Bauprojekts Plagwitzer Brücke in den Mai 2018

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    Für FreikäuferEigentlich hatte man sich im Leipziger Westen schon auf die neue Mega-Baustelle in der Karl-Heine-Straße eingerichtet. Die LVB hatten ihre Planungen vorgestellt, die Bürgerinformation hat stattgefunden. Doch nun erlebt auch das Neubauprojekt für die Plagwitzer Brücke eine Verschiebung. Der Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke über die Weiße Elster zu Beginn der Karl-Heine-Straße beginnt statt in diesem September nun im Mai 2018.

    So meldet es das Dezernat Stadtentwicklung und Bau. Das Problem hängt mit dem Geld zusammen. Oder im Sprachgebrauch der Ämter: „Die Verschiebung des ursprünglich geplanten Baubeginns an der Plagwitzer Brücke ist aufgrund der aktuellen Kosten- und Fördermittelsituation notwendig geworden.“

    Denn seit der Beschlussfassung im Frühjahr hat sich der Kostenrahmen deutlich verändert: Die Kosten der Brückenbaumaßnahme betragen gegenüber dem vom Stadtrat bereits beschlossenen ehemaligen Budget von rund 4,5 Millionen Euro (davon geplanten 3,3 Millionen Euro Fördermittel) nunmehr rund 6,2 Millionen Euro.

    Das Problem, wenn Leipzig nicht auch höhere Fördermittel vom Freistaat bekommt: Die Kosten würden zudem notfalls auch unter dem Wegfall anderer Maßnahmen gänzlich aus Eigenmitteln der Stadt finanziert werden (müssen), da vom Freistaat gegenwärtig noch keine Fördermittelzusage gegeben werden konnte.

    Die Kostenerhöhung ist zum einen den in der Ausführungsplanung ermittelten Mehraufwendungen für statisch zusätzlich notwendige Maßnahmen im Baugrubenverbau geschuldet, und zum anderen der Einrechnung der in den letzten zwölf Monaten verzeichneten deutlichen Erhöhung der Baupreise.

    Da half dann nur die Reißleine. Auch wenn man eigentlich nicht viel zeitlichen Spielraum hat. Der schlechte Brückenzustand und die Abhängigkeit zu anderen geplanten Straßenbaumaßnahmen lassen aber keine weitere Verschiebung der Baumaßnahme zu.

    Beendet werden soll die Baumaßnahme im Oktober 2019. Bislang war der Dezember 2018 vorgesehen gewesen.

    Parallel mit dem Neubau der Brücke soll auch die Karl-Heine-Straße zwischen Erich-Zeigner-Allee und Ferdinand-Lassalle-Straße ausgebaut werden. Der Oberbürgermeister bringt beide Vorlagen auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau in den Stadtrat ein, der darüber in seiner Oktobersitzung entscheiden soll.

    Die Plagwitzer Brücke ist ein „Dauerbehelf“ aus dem Jahr 1961, die auf bestehenden alten Widerlagern des Vorgängerbaus errichtet worden war. Die neuen Widerlager sollen nun auf Stahlbeton-Bohrpfählen gegründet werden. Auch der neue Überbau wird aus Stahlprofilen sowie einer Stahlbeton-Fahrbahnplatte hergestellt. Vorgesehen ist eine Konstruktion als Einfeldbauwerk ohne Zwischenpfeiler, um eine maximale Durchlässigkeit für den Bootsverkehr zu erreichen.

    Parallel zum Brückenbau soll bei einem städtischen Kostenanteil von rund 2,4 Millionen Euro von Mai 2018 bis Oktober 2019 auch der Straßen-, Gleis- und Leitungsbau auf etwa 700 Meter in der Karl-Heine-Straße von Erich-Zeigner-Allee bis Ferdinand-Lassalle-Straße realisiert werden. Es ist dabei eine Winterbaupause von Anfang Dezember 2018 bis Ende Februar 2019 geplant.

    Sperrungen ab 2018

    Bei der gemeinsamen Verkehrsbaumaßnahme der Stadt Leipzig, der Leipziger Verkehrsbetriebe und der Leipziger Wasserwerke werden Karl-Heine-Straße und Käthe-Kollwitz-Straße (inklusive der Ein- und Ausfahrt Nonnenstraße) zwischen Klingerweg und Erich-Zeigner-Allee ab 7. Mai 2018 bis 14. Oktober 2019 voll gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird während der gesamten Bauzeit großräumig in beide Richtungen über Schleußiger Weg, Rödelstraße und Antonienstraße umgeleitet. Dabei wird der Verkehr von der Karl-Heine-Straße über die Gießerstraße beziehungsweise Erich-Zeigner-Allee geleitet. Die Umleitung von der Käthe-Kollwitz-Straße führt über Marschnerstraße, Edvard-Grieg-Allee und Karl-Tauchnitz-Straße.

    Der Anliegerverkehr wird während der Vollsperrung aus Richtung Erich-Zeigner-Allee unter Baubedingungen ermöglicht. Die Erreichbarkeit für Anlieger-, Andien- und Rettungsverkehr wird unter Baustellenbedingungen unter Nutzung vorhandener beziehungsweise bereits fertiggestellter Teile der Verkehrsanlage gewährleistet. Die Straßenbahnlinie 14 wird über den gesamten Zeitraum voll gesperrt. Zwischen den Haltestellen Goerdelerring und Felsenkeller verkehrt die Linie 14 mit Umleitung über Jahnallee und Zschochersche Straße. Die Straßenbahnlinien 1 und 2 und die Nachtbuslinien N1 und N3 fahren wie gewohnt über den Klingerweg. Fußgänger und Radfahrer werden während der Bauzeit über eine eigens zu errichtende Behelfsbrücke geführt.

    Am 12. Juni hatten Vertreter der Stadt Leipzig, der Leipziger Verkehrsbetriebe und der Leipziger Wasserwerke bereits in der Aula der Helmholtzschule über den Ersatzneubau der Plagwitzer Brücke und die Baumaßnahme Karl-Heine-Straße informiert. Im Baugebiet werden die Anwohner nun mit Informationsschreiben über die neuen Bautermine informiert, im Frühjahr 2018 soll zudem eine weitere Informationsveranstaltung stattfinden, in der über die aktuellen Termine und Verkehrsführungen informiert wird.

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