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SPD-Fraktion beantragt eine richtige Dreifeld-Sporthalle für die neue Schule in Großzschocher

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    Am 15. Mai kommt auch das Bauprojekt einer neuen Schule in der Arthur-Nagel-Straße in Großzschocher in den Stadtrat. Hier soll ein moderner und größerer Ersatz für die 120. Schule geschaffen werden, außerdem eine Kita entstehen und – bislang in den Plänen der Stadt jedenfalls – nur eine mittlere Zwei-Feld-Sporthalle. Und das in einer Ecke, wo es eh schon zu wenig Sporthallen gibt, findet die SPD-Fraktion. Und für die geplante Schule ist es auch zu wenig.

    Sie beantragt deshalb zwingend den Bau einer Drei-Feld-Sporthalle, die auch von der Bevölkerung genutzt werden kann. Aber dass die geplante Sporthalle nicht mal dem Bedarf der Schule entspricht, rechnet die SPD-Fraktion der Verwaltung auch gleich vor: „Am Standort der Arthur-Nagel-Straße im Ortsteil Großzschocher soll nun statt einer 4-zügigen Grundschule eine 5-zügige Grundschule mit zwei DaZ-Klassen unter Berücksichtigung einer 20 %-igen Überbelegung errichtet werden. Dies entspricht 26 Klassen und 739 Schülern. An Oberschulen wird ab einer Schulgröße von 24 Klassen und 672 Schülern laut dem Musterraumprogramm eine Drei-Feld-Sporthalle gebaut.“

    Würde der Plan so umgesetzt wie vom Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule vorgesehen, würde es also selbst schon im Schulbetrieb zu echten Engpässen kommen, weil die Sporthalle nicht dem Bedarf der 5-zügigen Schule entspricht. Und dass ringsum schon Mangel an Sporthallen herrscht, kommt dann noch obendrauf: „In Großzschocher gibt es bisher keine modernen Sporthallen. Im Stadtteil stehen dem Vereinssport derzeit lediglich zwei Einfeldsporthallen zur Verfügung: die Sporthalle Breitschuhstraße (Träger ist das Amt für Sport) und die jetzige Sporthalle der 120. Schule. Die für den Vereinssport zur Verfügung stehenden Nutzungszeiten werden in beiden Sporthallen vollständig genutzt. Es trainieren insgesamt 8 Sportvereine und eine Lehrersportgruppe in den beiden Sporthallen. Viele Angebote für Kinder müssen in anderen Stadtteilen stattfinden, auch die vielen Senioren vor Ort würden die zusätzlichen Hallenkapazitäten für den Vereinssport nutzen.“

    Die Folgen machen sich dann auch im Vereinssport bemerkbar, stellt die SPD-Fraktion fest: „Da es sich bei den beiden Sporthallen lediglich um kleine Hallen handelt, können in Großzschocher keine Spielsportarten (Handball, Basketball, Volleyball etc.) entsprechend der Wettkampfbestimmungen stattfinden. So ist beispielsweise für Handballspiele eine Drei-Feld-Sporthalle Voraussetzung. Handball ist in Leipzig als sogenannte Schwerpunktsportart eingestuft und die Mitgliederentwicklung in den Leipziger Handballvereinen/-abteilungen ist durchweg positiv. Dementsprechend sollte dem Handballsport bei der Sportstättenplanung eine entsprechende Prioritätensetzung zuteilwerden.“

    Und dann rechnet der SPD-Antrag gleich mal vor, wie wenig Platz es im Südwesten für sportliche Angebote gibt: „Im gesamten Stadtbezirk Südwest gibt es lediglich ca. 4.270 m² Sporthallenfläche in kommunaler Trägerschaft und mit der Sporthalle ‚An der Radrennbahn‘ lediglich eine Halle, die Spiel- und Wettkampfbetrieb für die Spielsportarten zulässt. Diese Halle ist ebenfalls vollständig montags bis freitags belegt. Darüber hinaus liegen zahlreiche weitere Nutzungsanfragen/Bedarfe vor, die gegenwärtig nicht bedient werden können (laut dem Sportprogramm 2024 der Stadt Leipzig gibt es für den Stadtbezirk Südwest ein Defizit von ca. 3.700m² Sporthallenfläche).“

    Die geplanten Baukosten für die neue Schule samt Sporthalle belaufen sich in der Planung bislang auf 21,6 Millionen Euro, die Kita soll 4,3 Millionen Euro kosten. Gebaut werden soll im Wesentlichen in den Jahren 2021 bis 2023.

    Das Problem: Die bis jetzt geplante Zwei-Feld-Sporthalle ist ins vierstöckige Schulgebäude integriert. Das ändert zwangsläufig auch die Planungen für dieses direkt an der Arthur-Nagel-Straße gelegene Gebäude und damit auch die absehbaren Kosten. „Um die Erweiterung auf eine Dreifeld-Sporthalle zu realisieren, ist der Abriss der alten Einfeld-Sporthalle zu prüfen. Die vorgesehen Nutzung für die Fahrradausbildung ist aufgrund der geringen Größe kaum möglich, auch die Nutzung von Hoffreiflächen wird sich bei der Erweiterung auf 5 Züge kaum realisieren lassen“, schreibt die SPD-Fraktion. „Aus sportfachlicher Sicht, aufgrund des Bevölkerungswachstums im Stadtteil, sowie aufgrund der derzeitigen Situation bei der Vergabe von Nutzungszeiten an die Leipziger Vereine auf dem Südwesten sehen wir bei der Standortplanung die Erweiterung auf eine Dreifeldsporthalle an der 120. Schule als sehr sinnvoll an.“

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