Komplettinstandsetzung der Schlachthofbrücke 2021

LVB sehen keine Zukunft mehr für die Straßenbahnverbindung zum Völkerschlachtdenkmal

Für alle LeserOb das so eine gute Idee ist? Leipzig denkt zwar intensiv über den Ausbau des Straßenbahnnetzes nach, um den Anteil des ÖPNV im täglichen Verkehr deutlich zu erhöhen. Aber die bis jetzt noch bestehende Ausweichstrecke über die Richard-Lehmann-Straße soll 2021 im Zuge der Komplettinstandsetzung der Schlachthofbrücke am MDR zurückgebaut werden. Eine notwendige Sanierung der Gleise, so die LVB, sei nicht förderfähig.

In der Vorlage der Stadt zur Instandsetzung der Brücke heißt es dazu: „In diesem Bereich befinden sich auch Gleisanlagen der LVB, welche in diesem Zusammenhang zwingend zu erneuern wären. Der betroffene Streckenabschnitt zwischen Arthur-Hoffmann-Straße und Zwickauer Straße wird nicht im Linienverkehr befahren. Der Abschnitt dient im Wesentlichen als Umleitungsstrecke bei Baumaßnahmen und kurzfristigen Störungen im Bereich Connewitzer Kreuz. Eine Liniennutzung für diesen Trassenabschnitt ist auch zukünftig nicht vorgesehen, weshalb eine Investition in diesen Trassenabschnitt auch nicht förderfähig wäre. Daher hat die LVB in der Abwägung von Kosten und Nutzen entschieden, die Gleisanlagen stillzulegen und rückzubauen.“

Befahren wurde die Strecke zuletzt von der Linie 22, die auch deshalb notwendig war, weil es über Jahrzehnte keine Straßenbahnlinie in der Zwickauer Straße gab. Dort fährt heute die Linie 16, die zumindest Teile des Alten Messegeländes und der Automeile leicht erreichbar macht. Auf der Richard-Lehmann-Straße selbst verkehrt der Bus Linie 70. Eine Straßenbahn wäre freilich nötig, wenn wieder mehr Menschen entlang der Richard-Lehmann-Straße ein- und aussteigen würden.

Die Abwägung dazu: „Auch der avisierte Neubau einer Sporthalle für rund 10.000 Zuschauer an der Zwickauer Straße ändert an der Gesamtbewertung seitens der LVB nichts. Es kann abgeschätzt werden, dass die bestehende ÖPNV-Anbindung ausreichend ist, wenn man den in 700 Meter Luftlinie entfernt liegenden S-Bahnhof MDR einbezieht, an dem im 5-Minuten-Takt S-Bahnen verkehren.“

So denken freilich nur Leute, die jeden Tag mit dem Auto fahren. Um die S-Bahn-Station MDR für Fußgänger- oder Radfahrer an der Richard-Lehmann-Straße attraktiv zu machen, müsste endlich eine direkte (Rad-)Wegeverbindung von der Schlachthofbrücke oder sogar gleich vom Panometer bis zur S-Bahn-Station gebaut werden. Pläne dafür gibt derzeit es keine, auch wenn in künftigen Zeiten einmal eine (schnelle) Radwegeverbindung vom Bayerischen Bahnhof bis zum S-Bahnhof Connewitz gebaut werden soll. Aber das Projekt stockt, solange die Entwicklung des Geländes am Bayerischen Bahnhof nicht in Gang kommt.

Die LVB freilich sehen ganz andere Perspektiven: „Hinzu kommt, dass die perspektivisch geplante Straßenbahnneubaustrecke über die Semmelweisstraße die heutige Betriebsstrecke in der Richard-Lehmann-Straße adäquat ersetzen kann und dass mit der Straßenbahnstrecke in der Arno-Nitzsche-Straße eine weitere Ost-West-Verbindung im Leipziger Süden vorhanden ist. Insofern galt es für die LVB in erster Linie abzuschätzen, ob vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt und dem Ziel der Verdichtung des Straßenbahnnetzes, es bereits heute richtig ist, ohne den Neubau über die Semmelweisstraße in Betrieb zu haben, die Gleise zurückzubauen.“

Andererseits, so betont die Vorlage zur Schlachthofbrücke: „Der Erhalt oder der Rückbau von Betriebsstrecken der LVB ist kein Bestandteil des Nahverkehrsplans der Stadt Leipzig und damit eine betriebswirtschaftliche Entscheidung der LVB. Ein Stadtratsbeschluss ist dafür nicht erforderlich.“

Komplettinstandsetzung Schlachthofbrücke

Zur Komplettinstandsetzung der Brücke teilt dann das Dezernat Stadtentwicklung und Bau Folgendes mit: „Das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig plant als Straßenbaulastträger die Komplettinstandsetzung der Schlachthofbrücke in der Richard-Lehmann-Straße in Leipzig Connewitz incl. der Rampe bis zur Altenburger Straße. Das Brückenbauwerk überquert die Gleisanlagen der DB AG und befindet sich in einem äußerst kritischen Bauzustand. Daraus ergeben sich Gefährdungen für Fußgänger, den Kfz-Verkehr sowie für die Gleisanlagen der DB AG. Im Jahr 2013 erfolgte bereits eine Notsicherung der geschädigten Lagersockel.

Die Richard-Lehmann-Straße ist als Bundesstraße B2 eingestuft und hat eine entsprechend hohe Verkehrsbelegung pro Tag. Um dieses Verkehrsaufkommen weiterhin aufnehmen zu können, ist eine Instandsetzung der Brücke zwingend erforderlich.

Die Schlachthofbrücke besteht aus zwei Überbauten. Überbau I überquert als Straßenbrücke, bestehend aus 3 Stahlhohlkästen mit Stahlbetonfertigteilen im Verbund, 3 Gleise der DB AG. Die Achs- und Höhenlage der 42,00 m langen und 18,00 m breiten Brücke bleiben erhalten. Im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten erfolgt ein Lagerwechsel, die Kappenbereiche werden neugestaltet, Geländer, Berührungsschutz, Beleuchtung, Abdichtung sowie die Fahrbahndecke werden erneuert.“

Ein zweiter Überbau mit Zugang zu einer Gartenanlage, der nicht mehr benötigt wird, soll verfüllt werden. „Es erfolgt ein teilweiser Abriss und der Wiederaufbau bzw. die Verfüllung mit Styropor EPS 200.“

Nach derzeitigem Bauablauf ist der Bauzeitraum vom 3. Mai 2021 bis zum 23. Dezember 2021 geplant. „Einige Instandsetzungsarbeiten sind nur unter Vollsperrung der Gleisanlagen der DB AG ausführbar. Die für diese Arbeiten erforderlichen Bahnsperrpausen sind bei der DB AG beantragt und in den unterjährigen Fahrplan eingetaktet. Die Baumaßnahme soll im Zuge einer Vollsperrung für den Straßenverkehr durchgeführt werden. Der Fuß- und Radverkehr wird während der Bautätigkeiten immer sicher gewährleistet.“

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

LVBNahverkehrsplanRichard-Lehmann-StraßeSchlachthofbrücke
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ein kleiner Fortschritt für Ostdeutschland, aber kein Ende der Altersarmut
Der Tweet von Michael Kretschmer zum Grundrenten-Kompromiss. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm Wochenende rangen sich die Regierungsparteien in Berlin zu so etwas wie einem Kompromiss bei der Grundrente durch, nachdem vor allem der Wirtschaftsflügel der CDU mit allen Kräften verhindert hatte, dass die Grundrente tatsächlich für alle gilt. Und das hat Folgen. Natürlich auch da, wo die Transformationsprozesse seit 1990 besonders viele zerbrochene Berufskarrieren erzeugt haben: im Osten. Die Kommentare der sächsischen Parteien zum Kompromiss.
NuKLA appelliert mit einer Petition an den OBM, die Zerstörung des Leipziger Auenwaldes zu stoppen
Baumkronen im Leipziger Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas bleibt am Ende anderes als ein Appell an den Leipziger Oberbürgermeister, die Zerstörung des Auenwaldes zu stoppen? Denn was die Stadt jetzt mit dem neuen Forstwirtschaftsplan vorgelegt hat, bedeutet – genauso wie 2018 – einen massiven Eingriff in das Natura-2000-Gebiet Leipziger Auensystem. In einem kurzen Video bringt Deutschlands bekanntester Förster Peter Wohlleben die Schizophrenie des Leipziger Vorgehens auf den Punkt.
Am 17. und 18. Dezember im Täubchenthal: The Fuck Hornisschen Orchestra – Weihnachtsschmonzette
The Fuck Hornisschen Orchestra. Foto: Enrico Meyer

Foto: Enrico Meyer

Julius Fischer und Christian Meyer zelebrieren endlich wieder auf ihre unnachahmliche Art das Fest der Liebe und geleiten die Zuschauerschar professionell in die schönste Zeit des Jahres! Neben traditionellen Weihnachtsliedern, gesungen in herrlichsten Chorarrangements (zu zweit), erklingen Eigenkompositionen und aktuelle Charthits, die im weihnachtlichen Gewand glänzen.
Moderne in Leipzig: Das Buch über die kurze Blütezeit modernen Bauens im Leipzig der 1920er Jahre
Peter Leonhardt: Moderne in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendwie wird ja in diesem Jahr überall in Deutschland 100 Jahre Bauhaus gefeiert. Auch Leipzig feiert mit, obwohl Leipzig eher keine Heimatstadt der Bauhaus-Architektur war. Was auch Gründe hat. Sie ähneln den Gründen für das Ende des Bauhauses sowohl in Weimar als auch in Dessau: Die renitenten Ewiggestrigen machten mobil. In Leipzig sorgten sie mit dem Sturz von Stadtbaurat Hubert Ritter auch für ein Ende der hiesigen Moderne.
Systemsprenger – Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit Thore Volquardsen
Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen. Doch diese Möglichkeit wird ihr verwehrt. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint, ist der Anti-Gewalttrainer Micha die letzte Hoffnung, um sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.
Freibeuter beantragen ein besseres Nachtangebot für den Leipziger ÖPNV
Linie 14 auf der Fahrt nach Plagwitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Linke hat das dumme Gefühl, dass die Angebote der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) nach 19:30 Uhr gewaltig ausdünnen und so gar nicht mehr zum Mobilitätsangebot einer modernen Großstadt passen. Und während die Linke das Problem im abendlichen Feierabendverkehr sieht, sieht die Freibeuterfraktion das Problem in einem völlig unzeitgemäßen Nachtverkehr.
Am 10. November 2020 in der Arena Leipzig: IN THE ä TONIGHT – Die Tour 2020 von und mit Die Ärzte
Quelle: Semmel Concerts

Quelle: Semmel Concerts

"Haben wir euch gefehlt?! Habt ihr uns vermisst?! Ist euch jetzt klar, dass mit uns die Welt schöner ist?!" Die Ärzte sind eine Band aus Berlin (auuus Berlin!). Als Trio 1982 (dem Jahr, als Punkrock in Deutschland mit dem Überleben rang) gegründet, waren sie sofort sehr erfolglos. Die Live-Auftritte dieser frühen Tage waren immerhin für das pure Chaos bekannt und berüchtigt, in dem sie normalerweise endeten. Entweder war die Band nicht fähig, ihre Songs zu beenden (Text, Musik oder Beides vergessen) oder sie wälzten sich wegen ihrer eigenen Witze auf dem Bühnenboden – vor dem manchmal amüsierten, oft eher ratlosen Publikum.
Händels Schätze – Musik im Dialog: Prinzessin Anne – Meisterschülerin und Gönnerin G. F. Händels
Mezzotinto mit dem Portrait von Prinzessin Anne (1709-1759) von Johann Christian Leopold, Augsburg um 1750 (Ausschnitt). Quelle: Stiftung Händel-Haus

Quelle: Stiftung Händel-Haus

Am Mittwoch, dem 13. November 2019, findet um 19.30 Uhr im Kammermusiksaal des Händel-Hauses wieder ein Gesprächskonzert der erfolgreichen Reihe „Händels Schätze – Musik im Dialog“ statt. Im Mittelpunkt steht dabei die älteste Tochter des britischen Königs Georg II., Prinzessin Anne.
2020 soll endlich der Südteil des Parks am Wasserschloss in Leutzsch neu gestaltet werden
Eröffnung des Nordteils des Parks am Wasserschloss 2004. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle Leser„Auf dem Spielplatz ,Am Wasserschloss‘ in Leipzig-Leutzsch werden ab nächster Woche der Hang durch Faschinen (Erosionsschutz) sowie der Fallschutz am Schaukelplatz gesichert bzw. erneuert“, meldete das Amt für Stadtgrün und Gewässer am 24. Oktober. Aber das ist nur eine kleinere Reparaturmaßnahme. Im nächsten Jahr will die Stadt den ganzen Südteil der Grünfläche „Wasserschloss Leutzsch“ komplett umgestalten.
Der Flughafen Leipzig/Halle hat im Jahre 2018 einen Klimaschaden von 400 Millionen Euro verursacht
Einfach mal schnell übers Stadtgebiet ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Flughafen Leipzig/Halle gibt zwar regelmäßig auch Daten zu den selbst erzeugten CO2-Emissionen heraus. Doch die Zahlen umfassen lediglich den Bodenbetrieb, nicht den CO2-Ausstoß der startenden Flugzeuge. Aber wie berechnet man den so, dass er anteilig auf die Region Leipzig umgerechnet werden kann? Das hat die IG Nachtflugverbot jetzt getan, die dabei ein Rechenmodell für den Flughafen Hamburg angewendet hat.
Die Grünen-Fraktion will jetzt wissen, was die Verwaltungsspitze mit dem Wilhelm-Leuschner-Platz eigentlich vorhat
Die Brache des einstigen Markthallenviertels wartet auf ihre Revitalisierung. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur in der Grünen-Fraktion hat man so ein komisches Gefühl: Schon vor vier Jahren hat der Stadtrat Leitlinien für den Wilhelm-Leuschner-Platz/Ost beschlossen. Der Platz ist wertvoll, derzeit das einzige noch freie große Innenstadtgrundstück. Da wollte der Stadtrat ein Wörtchen mitreden, was darauf gebaut werden soll. Doch die eingesetzte Arbeitsgruppe tagte nur ein Mal. Und die Verwaltung macht unübersehbar ihr eigenes Ding. Ohne die Ratsfraktionen erst zu fragen.
Vorstellungsjubiläen am Theater der Jungen Welt!
Intendant des Theaters der Jungen Welt Jürgen Zielinski. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Nicht abzuspielen heißt es oft am Theater der Jungen Welt für viele Stücke. »Das ist Ausdruck unseres enormen Publikumserfolgs, der auch in der neuen Theaterstatistik 2017/18 des Deutschen Bühnenvereins, als nahezu beispielhaft erscheint. Während an Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt in der Spielzeit 2017/18 – 800.000 Zuschauer weniger zu verzeichnen waren, erfreut sich das Theater der Jungen Welt an kontinuierlichem Publikumszuspruch der jedem Vergleich standhält. Gerade auch im Etatvergleich gesehen. In der Spielzeit 2018/19 erreichte das TdJW insgesamt und ohne Teilnehmer der theaterpädagogischen Angebote mitzuzählen: 55.827 Besucher.«, so Intendant Jürgen Zielinski.
Auffliegende Papageien: Eine verhedderte Liebesgeschichte in Zeiten auferstehender Vergangenheiten
Michael G. Fritz: Auffliegende Papageien. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlles fängt mit einem falsch angeketteten Fahrrad an und es endet auf einem zugefrorenen See mit Lagerfeuer und einem gealterten Helden, der auf einmal von zwei Frauen zur Liebe aufgefordert wird. Zwei Frauen, die beide mit auffliegenden Papageien tätowiert sind – auch an intimster Stelle. „Eine große, verstrickte Liebesgeschichte“, nennt es der Verlag, was der Dresdner Autor Michael G. Fritz in seinem neuen Roman erzählt.
Oliver Twist – Weihnachtsmärchen von Charles Dickens, Cammerspiele Leipzig
Oliver Twist. Foto: Mim Schneider

Foto: Mim Schneider

Der neunjährige Waisenjunge Oliver Twist wächst in den Armenhäusern Londons und bei englischen Pflegefamilien auf. Sein Leben ist von harter Arbeit und nagendem Hunger gezeichnet. Er beschließt, sich einen Weg aus dem Elend zu suchen, um sein Glück zu finden. Dabei begegnet er dem jungen Taschendieb Dodger, dem freundlichen Mädchen Nancy, dem gutherzigen Mr. Brownlow und dem gemeinen Gauner Fagin. Dieser zieht Oliver immer tiefer in einen Sumpf aus Diebstahl, Einbruch und Betrug. Bei dem Versuch Fagin endgültig zu entkommen, bringt er nicht nur sein eigenes sondern auch das Leben seiner Freunde in Gefahr.
Das Theater- und Tanzfestival euro-scene Leipzig ging heute erfolgreich zu Ende
Wettbewerb „Das beste deutsche Tanzsolo“ © Rolf Arnold, Leipzig

© Rolf Arnold, Leipzig

Am heutigen Abend endete die euro-scene Leipzig unter dem Motto „Parallelwelten“ mit drei Tanzstücken von Angelin Preljocaj, einem der bekanntesten Choreografen Frankreichs. Das Ballet Preljocaj aus Aix-en-Provence lässt in einer Soirée Preljocaj die vielseitigen Parallelwelten des Choreografen mit Anklängen an das klassische Ballett bis hin zu einer äußerst modernen Tanzsprache lebendig werden.