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Eine Lösung für eine sichere Kreuzung an der Rödelstraße kann nicht noch Jahre vertagt werden

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    Am heutigen Mittwoch, 22. Januar, tagt wieder der Stadtrat. Die Gelegenheit nutzt Thomas Gentsch dazu, um die Petition für sicheren Rad- und Fußverkehr in der Schleußiger Rödelstraße an Oberbürgermeister Burkhard Jung zu übergeben. Seit Beginn des Schuljahres kämpft er darum, dass die Kreuzung Rödelstraße / Schleußiger Weg / Dammstraße / Schnorrstraße umgebaut wird, damit vor allem die Schulkinder hier sicherer über die stark befahrene Ost-West-Verbindung kommen.

    Vielleicht ist das Problem zu konkret. 3.300 Unterschriften waren eigentlich Ziel der Petition. 1.274 haben bislang unterschrieben. Wer kommt denn schon mal zu Fuß oder mit dem Rad an diese Kreuzung und will dann rüber zur Schule am Auwald?

    Gute Frage. Aber das betrifft die meisten Leipziger Problemstellen: Wie gefährlich es vor Ort tatsächlich ist, das merken nur die, die hier regelmäßig über die Straße müssen. Und die stark befahrene Achse Rödelstraße / Schleußiger Weg ist hochgefährlich. Und Eltern bangen hier mit Recht, dass ihre Kinder sich wirklich streng an die Fußgängerampel halten, auch wenn sie mit dem Rad unterwegs sind.

    Die Petition mit derzeit 1.273 Unterzeichnern fordert von der Stadt Leipzig eine Lösung, die an der Kreuzung Rödelstraße/Dammstraße in Schleußig die Sicherheit für die Schulkinder und den Radverkehr deutlich verbessert. Das seit Jahren bekannte Problem ist der unzureichende Platz für Fußgänger und Radfahrer in der Rödelstraße. Dies ist besonders kritisch für die Schulkinder auf dem Weg in die Grundschule am Auwald, aber auch für die Radfahrer, die dort mangels Radweg auf den Bürgersteig ausweichen.

    Sonntags etwas leerer: Blick von der Rödelstraße in Richtung Schleußiger Weg. Foto: Marko Hofmann
    Sonntags etwas leerer: Blick von der Rödelstraße in Richtung Schleußiger Weg. Foto: Marko Hofmann

    Eine ältere Dame brachte es, so Gentsch, auf den Punkt: „Solange da kein Radweg ist, fahre ich auf dem Fußweg. Ich bin doch nicht lebensmüde.“

    Ursprüngliches Ziel der Petition ist die Umwidmung einer Fahrspur zugunsten der Fußgänger und Radfahrer. Alternativ schlägt der Leipziger Ökolöwe eine beidseitige kombinierte Bus/Radspur vor, die zusätzlich dem ÖPNV Vorteile verschaffen würde.

    Das würde dann nämlich auch dem Geradeausverkehr der Radfahrer helfen, die auf der Strecke von Kleinzschocher Richtung Südvorstadt immer wieder andere Verkehrsführungen vorfinden und sich gerade in der Rödelstraße in den Kfz-Verkehr einordnen müssen, während es hinter der Ampel dann auf einmal eine Auffahrt auf den Rad-/Fußweg gibt (der seinerseits ein einziges Betonplattendesaster ist).

    Das Problem ist: Vor dem Jahr 2027 wird an der Ost-West-Verbindung des Schleußiger Wegs nichts gemacht. Immerhin besteht hier die Möglichkeit, auch eine Ost-West-Straßenbahnlinie einzupassen. Doch die schwebt bislang nur als vage Möglichkeit im Raum, von Planungen kann nicht mal die Rede sein. Aber bevor diese Pläne nicht spruchreif sind, drohen all die provisorischen Zustände entlang der Strecke dauerhaft erhalten zu bleiben. Das ist keine sehr entspannende Botschaft für die Eltern der Schulkinder.

    Thomas Gentsch, Initiator der Petition, will nun am heutigen 22. Januar vor Beginn der Ratsversammlung um 14 Uhr die bisher gesammelten Unterschriften an den Adressaten, Oberbürgermeister Burkhard Jung, übergeben.

    Die Petition war bis zum 21. Januar auf openpetition.de aktiv, befindet sich aber auch im städtischen Petitionsprozess und kann danach noch auf leipzig.de gezeichnet werden.

    An der Kreuzung Rödelstraße sind keine Änderungen geplant und der Schleußiger Weg bleibt Zukunftsmusik

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