An der Kreuzung Rödelstraße sind keine Änderungen geplant und der Schleußiger Weg bleibt Zukunftsmusik

Für alle LeserDerzeit liegt zwar die Petition von Thomas Gentsch beim Petitionsausschuss des Leipziger Stadtrates. Aber wenn man die Antwort des Dezernats Stadtentwicklung und Bau auf die parallele Anfrage der SPD-Fraktion zur Rödelstraße danebenlegt, wird es wohl keinen positiven Bescheid für die Petition geben. Denn der Schleußiger Weg steht noch gar nicht in irgendeinem Plan.

„Die Rödelstraße im Stadtbezirk Südwest ist seit Jahren eine neuralgische Stelle hinsichtlich der Verkehrsorganisation. Aktuell gibt es eine Open-Petition, die sich für eine Verbesserung des Schulweges und für eine sichere Radverkehrsführung einsetzt“, hatte die SPD-Fraktion dazu angefragt. „Wir fragen daher an: Gibt es aktuelle Belegungszahlen (Individualverkehr, Bus, Radfahrende, Fußgänger) für den Bereich der Rödelstraße? Wenn ja, wie sehen diese aus? Wenn nein, ist eine Erhebung zeitnah möglich?“

Die Zahlen gibt es natürlich. Auch in der SPD-Fraktion weiß man, dass die Rödelstraße in Verbindung mit Schleußiger Weg und Kurt-Eisner-Straße die wichtigste Ost-West-Verbindung im Leipziger Süden ist. Aber gerade das hohe Aufkommen an Kfz sorgt dafür, dass Leipzigs Verwaltung hier seit Jahren zögert, eine neue Lösung zu planen.

Die Zahlen aus dem Dezernat Stadtentwicklung und Bau: „Die Rödelstraße bildet zusammen mit der Antonienstraße und dem Schleußiger Weg eine der zentralen Ost-West-Achsen für den Kfz-Verkehr. Das Verkehrsaufkommen ist, abgesehen von beeinflussenden Baumaßnahmen, in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Es liegen Zahlen für den motorisierten Individual- und Radverkehr vor, danach verkehren innerhalb von 24 h auf der Rödelstraße 32.200 Fahrzeuge, davon 1.670 Fahrräder. Der ÖPNV (Bus) verkehrt entsprechend des Fahrplans.“

Die Bus-Zahlen kann man natürlich auch angeben: Der Bus Linie 60 fährt hier am Tag 110 Mal in jede Richtung, also 220 Mal. Dazu kommen 94 Fahrten der Linie 74 in jede Richtung, macht 188.

Dagegen sehen die paar Fahrradfahrten ziemlich wenig aus. Aber wer weiß, wie desolat und unübersichtlich der Radweg gerade an der Rödelstraße ist, der weiß auch, warum hier nur die Härtesten mit dem Rad von Ost nach West fahren oder umgekehrt. Die Zahlen spiegeln also im Grunde das Anliegen der Petition: Hier ist ein unmöglicher Kreuzungszustand. Lösung nicht in Sicht.

„Gibt es aktuelle Zahlen hinsichtlich Unfälle bzw. Erhebungen über Konfliktsituationen für die Rödelstraße?“, wollte die SPD-Fraktion noch wissen.

Das Baudezernat meint: „Im Jahr 2018 wurden insgesamt 21 Unfälle erfasst, wovon neun mit leicht verletzten Personen und ein Unfall mit einer schwer verletzten Person einhergingen. Es handelt sich dabei um keine Unfallhäufungsstelle, es liegen für den Straßenabschnitt auch keine Hinweise der Polizeidirektion zu einer erhöhten Unfallentwicklung vor.“

Und dann geht es um das eigentliche Problem. Denn die Ampel an der Rödelstraße ist eindeutig für Schüler aus dem Schleußiger Südteil der direkteste Weg zur Schule.

Auf die SPD-Frage „Wie ist die aktuelle Führung des Schulweges von und zur Schule am Auwald für die Schüler aus dem Wohngebiet südlich der Rödelstraße?“ antwortet sie nämlich: „Der aktuelle Schulwegplan ist (wie für alle Schulen) über die Webseite der Stadt Leipzig digital abrufbar. Der empfohlene Weg zur Schule am Auwald für Kinder aus dem Wohngebiet südlich der Rödelstraße führt über die Ampeln am Knoten mit der Könneritzstraße oder mit der Schnorrstraße. Je nachdem welche Lichtsignalanlage zum Queren genutzt wird, erfolgt die Führung entlang des stadtauswärtigen und stadteinwärtigen Gehweges. Der gesamte Abschnitt der Rödelstraße ist somit ein empfohlener Schulweg.“

Aber wer an der Ampel Schnorrstraße steht, hat – gerade mit Fahrrad – ein echtes Problem. Darum geht es ja in der Petition. Und warten, bis irgendwann der ganze Schleußiger Weg umgebaut wird, bringt ja auch aus Elternsicht nichts. Bis hier mal geplant wird, sind die Kinder raus aus der Schule.

Auch wenn die SPD-Fraktion erst einmal nur nach dem Radverkehr in Ost-West-Richtung fragte: „Welche Überlegungen/Planungen gibt es seitens der Verwaltung für einen Umbau/Sanierung der Rödelstraße, um eine sichere Verkehrsführung für die schwächeren Verkehrsteilnehmer in beide Fahrtrichtungen zu ermöglichen – bei gleichzeitigem Erhalt der Leistungsfähigkeit für alle Verkehrsteilnehmer (z. B. separate Fahrradanlagen, ggf. durch Abpollerung oder gemeinsame Fahrspur für Radfahrende und Bus – Umweltspur oder Führung des Radverkehrs über die Oeserstraße)?“

„Eine Nutzung der Busspuren durch den Radverkehr ist entsprechend der aktuellen Beschilderung und Markierung bereits umgesetzt“, meint das Planungsdezernat. „Unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit aller Verkehrsarten wären andere Lösungen erst bei einer grundsätzlichen Umgestaltung des Straßenabschnitts vorstellbar. Eine Planung gibt es dafür bisher nicht.“

Wer also mit dem Rad aus der Rödelstraße kommt, kann die Busspur nutzen und muss nicht am „Olymp“ vorbei auf dem Fußweg um die enge Ecke fahren. Hinter der Ecke kann er dann auf den Fußweg fahren, der besonders für Mountainbikes sehr einladend ist. Andererseits ist das empfehlenswert, denn den Schleußiger Weg nutzen Leipziger Autofahrer gern dazu, ihren Motor auf höchste Drehzahl zu bringen. Die Busspur-Lösung ist also nicht mal eine halbe Lösung. Das Problem bleibt bestehen. Für die Schüler, die hier über die Kreuzung wollen, im Grunde auch. Eine zweite Fußgänger-/Radfahrerampel auf der Ostseite der Kreuzung wäre zumindest mal ein Angebot.

Und was wird jetzt mit dem Schleußiger Weg? Oder mit der Frage der SPD-Fraktion: „Für welchen Zeithorizont ist ein Umbau/Sanierung der gesamten Trasse, also Schleußiger Weg – Rödelstraße – Antonienstraße nach jetzigem Stand angedacht? Wann ist eine Entscheidung über die Wahl der künftigen ÖPNV-Bedienung auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindung (autonom fahrende Busse, Tram-Verbindung) zu erwarten?“

Da waren die Genossen für die Verwaltung schon wieder etwas zu schnell. Denn die Antwort lautet: „Der Stadtrat hat Ende 2018 das Nachhaltigkeits-Szenario für die Mobilitätsstrategie der Stadt beschlossen und die Verwaltung beauftragt, einen Zeit- und Maßnahmenplan für die Umsetzung des Szenarios zu erarbeiten. Dieser wird auch Vorschläge zu Netzerweiterungen und der künftigen Bedienung im ÖPNV enthalten, kann jedoch weder einem Beschluss des Stadtrates, noch den Investitionsentscheidungen der Leipziger Verkehrsbetriebe vorgreifen. Aktuell sind daher noch keine Aussagen zu diesen Fragen möglich.“

Und da die Straße auch im neuen Nahverkehrsplan nicht vorkommt als neue Tram-Verbindung und in den nächsten Straßenumbau-Projekten der Stadt auch nicht, wird das wohl ein Fall für unsere Enkel werden.

Eine Petition fordert endlich eine Lösung für sicheren Radverkehr an der Rödelstraße

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