Eine Petition fordert endlich eine Lösung für sicheren Radverkehr an der Rödelstraße

Für alle LeserDie Rödelstraße in Schleußig ist eine der am stärksten befahrenen Verbindungsstraßen in Leipzig. Und ein ungelöstes Problem. Auch für die Schleußiger selbst, denn jeden Morgen müssen viele Schulkinder hier zur Schule. Nicht nur zur Schule am Auwald. Manche fahren auch rüber in die Südvorstadt. Aber wenn sie mit dem Rad unterwegs sind, kommen sie an eine brandgefährliche Stelle. Eine Petition will das nun ändern.
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„Leipzig wächst und hat immer mehr Schulkinder“, erzählt Thomas Gentsch, Initiator der Petition Sicherer Schulweg und sicherer Radverkehr in der Rödelstraße Leipzig. „Gerade in Schleußig wohnen viele Familien mit ihren Kindern und müssen die Rödelstraße auf dem Weg von und zur Schule queren. Die Gehwege sind aber so eng und werden durch Gitter weiter eingeengt, dass die Menschen sehr nah am Fahrbahnrand stehen, wenn sie an der Ampel warten. Gerade für die Kinder auf dem Schulweg ist das eine Zumutung“, schildert Gentsch das Problem.

Vor einem Monat startete Gentsch deswegen eine Online-Petition mit dem Ziel einer besseren Verkehrsaufteilung in der Rödelstraße. Neben breiteren Gehwegen im Ampelbereich fordert die Petition auch den Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Könneritzstraße und Schnorrstraße. „Dieser Lückenschluss muss kommen, denn sowohl vor als auch nach der Rödelstraße gibt es Radwege, die intensiv genutzt werden. Dies darf aber nicht zulasten des ÖPNV gehen.“

In einem ersten Schritt könnte man in der Antonienstraße/Rödelstraße Tempo 30 anordnen und eine Busspur einrichten, die der Radverkehr mitnutzen kann, schlägt Gentsch vor.

Die aktuellen Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt, bei denen Radfahrer auf dem Gehweg in der Rödelstraße zur Kasse gebeten werden, lösen das Problem leider gar nicht, stellt Gentsch fest. Da wird nur die Unfähigkeit der Stadt, sichere Lösungen für Radfahrer zu schaffen, auf dem Rücken derer ausgetragen, die hier jeden Tag versuchen irgendwie sicher durchzukommen.

„Das mag rechtlich korrekt sein, ist aber in dieser Form völlig unangemessen und macht die Situation nur noch schlimmer“, zeigt sich Gentsch enttäuscht. Das Ziel, mehr Leute für das Rad zu begeistern, erreiche man so nicht. Auch den Schulkindern sei damit wenig geholfen, da der Autoverkehr weiterhin unmittelbar vor ihnen vorbeirast.

„Derzeit sammle ich zu Schulbeginn der Grundschule am Auwald Unterschriften für die Petition und bin für jede Form von Unterstützung dankbar“, lädt Gentsch ein.

Beiläufig thematisiert er damit auch die unhaltbare Situation für Radfahrer, die von Schleußig über den Schleußiger Weg zur Südvorstadt wollen. In der Rödelstraße müssen sie sich in den rollenden Verkehr einordnen, gleich nach dem Absperrgitter hinter dem „Olymp“ aber ist dann eine Radspur eingeordnet, die sie auf den Bürgersteig lenkt, der praktisch auf dem ganzen Schleußiger Teil regelrecht desolat ist.

Wollen sie zur Schule am Auwald abbiegen, müssen sie freilich schon vorher auf den Bürgersteig und die Fußgängerampel nutzen, denn ein Linksabbiegen ist hier nicht vorgesehen. Die ganze Kreuzung ist unübersehbar ein gerade aus Sicht der Radfahrer ungelöstes Problem. Und eine Zumutung gerade für all jene, die hier mit dem Rad durchmüssen.

Die Petition wurde inzwischen schon über 500-mal gezeichnet. Sie ist auf der Petitionsplattform openenpetition.de zu finden.

Der Link zur Petition.

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Grafik: GlobaLE

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