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Ab 2024 über den Dächern der Stadt: Stadtrat muss nun über Förderantrag für den Parkbogen Ost entscheiden

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    Ganz wird es noch nicht reichen, was Bundesinnenminister Horst Seehofer im Juni als Mittel aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus für das Leipziger Projekt Parkbogen Ost in Aussicht stellte: 5,2 Millionen Euro, die – aufgestockt durch Leipziger Eigenmittel – ungefähr die Hälfte dessen abdecken, was für den offiziellen 1. Abschnitt gebraucht wird.

    Denn die Gesamtkosten für die Planung und den Bau zur Umsetzung der Ergebnisse des freiraumplanerischen Wettbewerbes für den Sellerhäuser Bogen (= Abschnitt zwischen Anger-Crottendorfer-Bahnschneise im Süden und Eisenbahnstraße im Norden) belaufen sich auf 15,8 Millionen Euro brutto.

    Zur weiteren Umsetzung des Gesamtprojektes sollen deshalb weitere Fördermittel akquiriert werden, betont das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt in seinem neugefassten Antrag für die vom Bund in Aussicht gestellten Fördermittel.

    Rund 2,9 Millionen Euro muss Leipzig noch aus eigener Kraft beisteuern, damit in den Jahren 2021 bis 2024 ein Großteil des Projekts umgesetzt werden kann, nachdem schon 2020 die alte Eisenbahnbrücke über die Eisenbahnstraße abgerissen wurde und das 100 Jahre alte Viadukt in Sellerhausen saniert werde.

    Die Vorlage konkretisiert auch, was in den nächsten Jahren von dem Geld tatsächlich geschafft werden soll.

    „Das Aktivband von der Anger-Crottendorfer-Bahnschneise bis zur Eisenbahnstrecke Leipzig–Dresden soll innerhalb der Förderperiode 2020–2024 auf 1500 m Gestalt annehmen. Fünf Schwerpunkte sollen das Projekt Parkbogen Ost weiter vorantreiben“, betont die Vorlage.

    „Ein Schwerpunkt soll die Verknüpfung der Stadtteile und Parks mit dem Parkbogen Ost und dem Grünen Ring um die Stadt Leipzig sein. Die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur und das Erleben der Grünräume im Leipziger Osten als Ganzes stehen im Mittelpunkt. Ebenso soll der Biotopverbund zwischen der Rietzschkeaue im Osten und der Parthenaue im Norden erlebbar gemacht werden. Die Aue der Rietzschke soll wieder naturnah gestaltet werden.“

    Im Einzelnen heißt das:

    Ab 2021 soll der Bau des Aktivbands nach den Wettbewerbsergebnissen von 2019 und damit dem Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros Sinai Architekten zwischen der Zweinaundorfer Straße und der Eisenbahnstraße erfolgen. Das wird der wichtigste Teil sein, der den Sellerhäuser Bahnbogen überhaupt erst einmal für die Leipziger/-innen erlebbar macht.

    Verlauf des Bahnbogens Ost. Jetzt geht es um den mit "1" gekenzeichneten Abschnitt auf dem Sellerhäuser Viadukt. Karte: Stadt Leipzig
    Verlauf des Bahnbogens Ost. Jetzt geht es um den mit „1“ gekennzeichneten Abschnitt auf dem Sellerhäuser Viadukt. Karte: Stadt Leipzig

    Parallel dazu werden noch Stützmauern saniert, die künftigen Brückenbauwerke geplant. Und es sollen Studien zur Nordspange (Anbindung an die Quartiere Eutritzscher Freiladebahnhof und westlich des Hauptbahnhofs) und zur Aktivachse Süd (Markkleeberg–Marienbrunn–Alte Messe/Völkerschlachtdenkmal bis Anschluss Parkbogen Ost in Anger-Crottendorf) erfolgen.

    Die Nordspange, bei der eigentlich auch das Eisenbahngelände im Vorfeld des Hauptbahnhofs überquert werden muss, um dann am Gothischen Bad entlang Richtung Eutritzscher Freiladebahnhof zu kommen, ist dabei noch absolute Zukunftsmusik. Hier geht es auch eher nicht um eine Erlebnisroute, sondern um sinnvolle Radwegeverbindungen.

    Ab 2022 soll dann Planung und Bau für die Wege- und Grünverbindung von der Quartiersschule an der Ihmelstraße in Richtung Viadukt und Stünzer Park erfolgen. In deren Verlauf wird dann auch die naturnahe Gestaltung der Rietzschkeaue passieren.

    Ab 2023 geplant sind dann der Neubau der Brücke über die Torgauer Straße sowie der Brücke über die Eisenbahnstraße. In Angriff genommen werden soll auch die Wegeverbindung vom Kohlweg über den Volksgarten bis zum S-Bahnhaltepunkt Sellerhausen.

    2024 soll dann auch noch der wichtige Anschluss an die Anger-Crottendorfer Bahnschneise erfolgen, sodass man dann tatsächlich vom Lene-Voigt-Park bis zur Eisenbahnstraße fahren kann.

    Wobei hier vieles noch finanziell abgeklärt werden muss, denn den Löwenanteil kostet jetzt erst einmal der Bau des Aktivbandes für 7,5 Millionen Euro. Aber wenn der Stadtrat zustimmt und 2021 losgebaut werden kann, könnte das „Premiumprojekt im Arbeitsprogramm 2023 des Oberbürgermeisters“ bis 2024 tatsächlich erlebbar werden.

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