Acht Jahre hat es gedauert seit den ersten konkreteren Plänen. Im August soll es nun losgehen. Das Bauvorhaben „Parkbogen Ost – Aktivband Sellerhäuser Bogen“ kann realisiert werden. Es ist der erste zum Umsetzungsreife gelangte Abschnitt des Parkbogens. Wie aus der Sitzung der Verwaltungsspitze hervorgeht, ist der Startschuss mit den ersten Teilbauprojekten für den August 2022 vorgesehen.

Das Rückgrat des künftigen Parks bildet die Höhenebene des ehemaligen Bahndammes. Er wird zum Hauptweg für Fußgänger und Radfahrer. Drumherum sind zahlreiche Angebote für Spiel, Sport und Naturbeobachtung sowie Treffpunkte geplant.

Die Gesamtkosten für Planung und Umsetzung des „Aktivbands“ betragen 11,26 Millionen Euro, der städtische Anteil liegt bei 4,93 Millionen Euro. Gefördert wird das Vorhaben mit insgesamt 6,33 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ (NPS), dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt (SZP).

„Die Umsetzung des Sellerhäuser Bogens als stadtteilübergreifendes Grünes Aktivband hat das Ziel, den Parkbogen Ost mit den angrenzenden Wohngebieten und Freiraumstrukturen zu verknüpfen und die Lebensqualität in den bestehenden Quartieren zu erhöhen sowie die biologische Vielfalt zu erhalten und zu verbessern“, erläutert Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.

„Die Förderung des Naturraums in der Stadt und die Verbesserung des Grün- und Freizeitangebots im Leipziger Osten ist ein wichtiger Bestandteil der Planung und Umsetzung des Parkbogens Ost. Die Umnutzung der ehemaligen Bahnflächen zur öffentlichen Freianlage dient der Sicherung und Erweiterung der grünen Infrastruktur sowie der Anpassung an den Klimawandel.“

Auf dem Sellerhäuser Bahnbogen. Foto: LZ
Auf dem Sellerhäuser Bahnbogen. Foto: LZ

Und Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg ergänzt:

„Der Parkbogen Ost soll als Instrument der Stadtentwicklung dienen und eine verbesserte Freiraumerschließung für die angrenzenden Stadtteile ermöglichen. Für Leipzigs Osten ist die geplante Gestaltung des ehemaligen Bahndamms Sellerhäuser Bogen zum Ostabschnitt des Parkbogens von enormer Bedeutung.

Für die Entwicklung des öffentlichen Raums im Sinne der doppelten Innenentwicklung und Aktivierung von Brachflächen ist das Projekt beispielhaft. Das Leitbild der Freiraumplanung ist ein Höhenpark, bei dem der ehemalige Bahndamm mit der tieferliegenden, städtischen Ebene‘ verbunden und mit der Umgebung vernetzt wird.“

Die ersten Bauabschnitte

Ziel und Bestandteil des Bau- und Finanzierungsbeschlusses ist die bauliche Umsetzung der ersten Teilabschnitte „Viadukt oben“, „Sellerhausen Nord“, „Gartenpark Nord“, „Viadukt unten“, „Polygraph“ und „Viaduktumfeld“ des insgesamt 1.500 Meter langen Bahndammes zum Grünen Aktivband, um das Gesamtprojekt Parkbogen Ost weiter voranzutreiben.

Am 31. März soll es für interessierte Bürger und Akteure die Möglichkeit geben, sich im Rahmen des „Forum Leipziger Osten“ ausführlich über das Gesamtprojekt zu informieren. Geplante Inhalte sind unter anderem der aktuelle Planungsstand, anstehende Baumaßnahmen sowie Beteiligungsformate und Workshops.

Die vorbereitenden Arbeiten, wie die Sanierung der Steinbogenbrücke über die Liselotte-Hermann-Straße laufen bereits. Die Sanierung der Steinbogenbrücke über die Theodor-Neubauer-Straße erfolgt dann im Anschluss. Mit der Umsetzung der ersten Teilabschnitte kann voraussichtlich im August dieses Jahres begonnen werden.

Der Parkbogen Ost ist ein sogenanntes Mehrzielprojekt der Stadterneuerung im Leipziger Osten. Die Verbesserung des Grün- und Freizeitangebots mit Aufenthaltsbereichen, Spiel- und Sportflächen, ist wichtiger Bestandteil der Planung und Umsetzung des Sellerhäuser Bogens. Schon im November soll das Teilstück „Aktivband“ fertig sein. Die weiteren Bauabschnitte am Bahnbogen sind bis 2026 terminiert.

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