Seit einigen Wochen ist die Ludwig-Beck-Straße schon gesperrt, weil auch etliche Leitungen umverlegt werden müssen. Denn was da am Montag, 29. August, beginnen soll, greift auch tief in die Wiederitzscher Straße ein, die hier unter einer Eisenbahntrasse hindurchführt. Um die Durchfahrt der Eisenbahnunterführung auf der Wiederitzscher Straße südlich der Ludwig-Beck-Straße zu erhöhen, wird die Straße ab dem29. August in einem technisch aufwendigen Verfahren tiefergelegt, kündigt das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) jetzt an.

Dabei kommt es bis in den Juli 2023 an der Eisenbahnüberführung zwischen Gohlis-Mitte und Möckern zu Verkehrseinschränkungen, so das VTA.

Im März hat der Stadtrat seine Zustimmung zu diesem Vorhaben gegeben.

Die Durchfahrt in der Wiederitzscher Straße hat derzeit nur eine Höhe von rund 2,90 Metern. Diese wird durch die Arbeiten auf etwa 4,10 Meter erhöht, damit beispielsweise Rettungsfahrzeuge sowie die Stadtreinigung weiterhin alle Grundstücke anfahren können, während die sich weiter südlich befindende Brücke über die Bahnstrecke Leipzig Hauptbahnhof – Großkorbetha neu gebaut wird, sonst wären sämtliche dazwischen liegenden Grundstücke für die städtischen Fahrzeuge in der Bauzeit nicht mehr erreichbar.

Der Bau der südlichen Brücke ist ab dem zweiten Quartal 2024 ebenfalls durch das Verkehrs- und Tiefbauamt vorgesehen.

Die Tieferlegung der Wiederitzscher Straße

Damit die Straße tiefergelegt werden kann, muss die Wiederitzscher Straße zwischen der südlichen Baufeldgrenze an der Eisenbahnüberführung und der Tresckowstraße für den Kfz-Verkehr voll gesperrt werden. Fußgängerinnen und Radfahrer können die Unterführung während der Gesamtbauzeit für rund zwei Monate nicht nutzen.

Autos und Busse werden während der Sperrung stadtauswärts über die Breitenfelder Straße und stadteinwärts über die Lindenthaler Straße umgeleitet. Der Fußgänger- und Radverkehr wird in der genannten kürzeren Sperrzeit über die Magdeburger Straße, die Breitenfelder Straße sowie die Ludwig-Beck-Straße geführt.

Maßgabe für die Arbeiten ist, dass der Bahnbetrieb jederzeit gesichert sein muss, betont das VTA, weshalb die Spezialtiefbauarbeiten entsprechend sorgfältig geplant werden. Die Tieferlegung kostet insgesamt rund 2,16 Millionen Euro, die die Stadt selbst trägt.

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