Globaler Klimastreik am 20. September in Leipzig

Fridays For Future rufen auf zum Mitmachen und Wissenschaftler erklären, warum der Klimawandel uns bedroht

Für alle LeserAm heutigen Freitag, 20. September, werden weltweit Millionen Menschen auf die Straße gehen, um endlich eine ehrliche Politik für Klimaschutz einzufordern. Auch in Leipzig gibt es heute eine große Demonstration, zu der diesmal nicht nur „Fridays For Future“ einladen, sondern auch zahlreiche gesellschaftliche Gruppen und Parteien. Einige haben schon vorab ihre Statements veröffentlicht, um deutlich zu machen, warum sie am Klimastreik teilnehmen.

Fridays For Future: Aufruf an alle Leipzigerinnen und Leipziger

Am Freitag, den 20.09., werden weltweit Millionen Menschen auf die Straße gehen, um konsequenten Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzufordern. Wir fordern Sie auf, sich anzuschließen!

Was mit einigen wenigen Jugendlichen, die sich unter dem Namen FridaysForFuture zusammengeschlossen haben, im vergangenen Dezember begonnen hat, ist innerhalb der vergangenen 9 Monate zu einer großen Bewegung angewachsen: Studierende der verschiedenen Leipziger Hochschulen bilden Students4Future, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlossen sich zu Scientists4Future zusammen, Mediziner/-innen und Krankenpflegepersonal vereinen sich unter Health4Future, Eltern und Großeltern finden sich bei Parents4Future, Kunst- und Kulturschaffende bringen frischen Wind als Artists4Future und viele mehr.

All diese Menschen werden mit der Unterstützung zahlreicher weiterer Initiativen am Freitag, 15 Uhr am Augustusplatz und Leipziger Innenstadtring demonstrieren und wir rufen Sie alle dazu auf, sich anzuschließen!

Der Regenwald brennt, die Polkappen schmelzen und wenn wir so weitermachen wie bisher, wird sich der Planet um weitere 4–5°C erwärmen. Das wird den Planeten für kommende Generationen unbewohnbar machen und sorgt bereits heute für wachsende Ungerechtigkeit: Denn die Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, leiden am meisten unter ihren Folgen.

Deshalb ist es an der Zeit, dass „Alle fürs Klima“ auf die Straße gehen!

Denn noch ist nicht aller Hoffnung Ende und wir können die katastrophalen Folgen verhindern, doch dazu braucht es mehr als nur Schülerinnen und Schüler.

Wir, die jungen Menschen, brauchen die Unterstützung der gesamten Gesellschaft: Gehen Sie mit uns auf die Straße – Freitag, den 20.09., 15 Uhr, Augustusplatz

Die Schülerinnen, Schüler, Auszubildenden und Studierenden von FridaysForFuture

***

Auch Forscher und Wissenschaftler demonstrieren

Am 20.09. werden beim globalen Klimastreik, unter dem Motto #AlleFürsKlima, neben Schüler/-innen und Studierenden auch Hunderte Mitarbeiter/-innen von Leipziger Forschungs- und Bildungseinrichtungen erwartet. Sie und viele weitere Mitglieder der Scientists4Future Leipzig versammeln sich um 15:00 zur Großdemo auf dem Augustusplatz, um als „Science Block“ öffentlich die Unterstützung der Anliegen der FridaysForFuture-Bewegung zu demonstrieren und ihnen auch im wörtlichen Sinne Rückendeckung zu geben.

Zur Auftaktkundgebung wird der „Science Block“ durch Dr. Heike Wex, Klimaexpertin am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung sowie der Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, vertreten.

Beim anschließenden Demonstrationszug werden weitere Wissenschaftler/-innen unterschiedlicher Fachgebiete zu Wort kommen, u. a. Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt (Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik), Prof. Dr. Nicole van Dam (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung), Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider (HTWK Leipzig), Dr. Christoph Gerhards (C Gerhards GmbH), sowie Vertreter/-innen der kritischen Medizin und der neu gegründeten Health4Future.

Gemäß der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Erica Chenoweth braucht es 3,5 % einer Gesellschaft, die sich aktiv für ein Ziel einsetzen, um eine gesamtgesellschaftliche Veränderung anzustoßen. In Leipzig wären das 20.574 Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind alle Leipziger/-innen, denen eine gerechtere Klimapolitik wichtig ist, dazu eingeladen, sich dem globalen Klimastreik anzuschließen. Jeder einzelne Mensch zählt.

Wer am 20.09. verhindert sein sollte: Am 26.09. gibt es ab 19 Uhr im ehem. Karstadt eine Diskussion zu Klimafragen, bei dem auch zwei Wissenschaftler aus Leipzig im Podium sitzen werden.

***

iDiv-Forscher rufen bei Fridays-for-Future-Demonstration zum Schutz von Klima und Biodiversität auf

Die Klimaerwärmung verändert die Natur mit all ihrer Vielfalt. Sie gefährdet die Bedingungen, von der unsere Ernährung und elementare Dinge des menschlichen Lebens abhängen. Zunehmende Knappheit von sauberem Wasser und fruchtbaren Böden könnten zu globalen Konflikten führen. Den Zusammenhang von Klima und Biodiversität thematisieren zwei iDiv-Wissenschaftler (Dr. Roel van Klink und Prof. Nicole van Dam) in ihren Reden bei der Leipziger Fridays-for-Future-Demonstration am 20. September.

Zahlreiche Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) werden an der Demonstration teilnehmen.

Der Klimawandel wirkt sich massiv auf die Natur aus, zum Beispiel im Harz. Foto: iDiV, Christian Müller

Der Klimawandel wirkt sich massiv auf die Natur aus, zum Beispiel im Harz. Foto: iDiV, Christian Müller

Geplante Rede des niederländischen iDiv-Wissenschaftlers Dr. Roel van Klink:

„Wir sind hier, um unsere Regierung daran zu erinnern, dass der Klimawandel die größte Bedrohung in der Geschichte unserer Zivilisation ist. Wir sind hier, um sie daran zu erinnern, dass sie die Pflicht hat, ihre Bürger vor den katastrophalen Folgen zu schützen, egal ob dies im nächsten Jahr oder in 200 Jahren der Fall sein wird. Und wir sind hier, um sie daran zu erinnern, dass sie die Macht haben, das Schlimmste zu verhindern.

Aber der Klimawandel ist nicht die einzige Bedrohung für die Zukunft der Menschheit. Wir sind auf die Natur angewiesen. Die Natur versorgt uns mit Nahrung, sauberem Wasser, Luft, Holz und Energie. Wir genießen es, in der Natur zu sein. Natur ist wunderschön, interessant, entspannend und manchmal auch beängstigend. Natur reguliert unser Klima. Das Klima reguliert die Natur. Mit anderen Worten, die Natur ist ein Teil von uns, und wir sind ein Teil der Natur. Dennoch zerstören wir die Natur in einem beispiellosen Ausmaß.

Es wird geschätzt, dass es auf der Erde etwa 8 Millionen Pflanzen- und Tierarten gibt. Laut dem Bericht des Weltbiodiversitätsrates vom Mai dieses Jahres sind eine Million dieser Arten vom Aussterben bedroht. Auch die Vielfalt unserer Nutztierarten nimmt ab. Fast 10 % aller Haustierrassen sind bereits ausgestorben. Diese Verluste an Vielfalt gefährden unsere Ernährungssicherheit und unser Wohlbefinden. Und die Klimakrise wird das noch extrem verstärken.

Die Gründe für die Klima- und die Biodiversitätskrise sind eng miteinander verbunden: Überfischung und Entwaldung werden durch den Einsatz fossiler Brennstoffe ermöglicht. Die Nutzung fossiler Brennstoffe führt zu einer globalen Erwärmung, die das Absterben der Korallenriffe verursacht. Immer wieder tauchen neue Bedrohungen auf, wie die Plastikbelastung, die es heute überall gibt, mit unbekannten Folgen für unsere Gesundheit und unsere Umwelt. Aber gleichzeitig kann eine intakte Natur Lösungen gegen die Auswirkungen des Klimawandels bieten. z. B. schützen Mangrovenwälder Küsten vor Überschwemmungen, Moore und Wälder speichern riesige Mengen von Kohlenstoff usw.

Und deshalb müssen diese beiden Krisen gemeinsam angegangen werden.

Die wissenschaftlichen Fakten sind ganz klar: Wir können nicht so weiterleben, wie wir es jetzt tun. Wir brauchen grundlegende Veränderungen in unserem Wirtschaftssystem, um die Klimakatastrophe und das globale Massenaussterben zu verhindern. Wenn wir mit dem „Business as usual“ fortfahren, wird dies zu Krieg, Hungersnot und Armut führen. Viele Millionen von Menschen werden aus ihren Häusern und Ländern fliehen müssen, viele Hunderttausende von Tier- und Pflanzenarten werden aussterben – und das schon in den kommenden Jahrzehnten.

Was wir brauchen, ist die sofortige Einstellung der Treibhausgasemissionen und die Transformation zu einer nachhaltigen Zivilisation. Weil wir nicht aussterben wollen, und auch keine anderen Arten verlieren dürfen.

Hier beginnt die Veränderung. Mit uns allen. Und unsere Proteste werden nicht aufhören, bis wir eine bessere Zukunft gesichert haben. Für alle. Danke!“

***

Geplante Rede der iDiv-Wissenschaftlerin Prof. Nicole van Dam (ebenfalls aus den Niederlanden):

„Es sollte jetzt allen klar sein: der Klimawandel ist da. Es wird immer wärmer auf der Erde und auch in unseren Städten. Vor allem Bäume leiden darunter. Viele von euch haben bestimmt schon gesehen, dass in den schönen Parks, Gärten und Friedhöfen von Leipzig verschiedene Bäume braun geworden sind. Auch die Felder im Umkreis werden braun, und die Wiesen sehen im Sommer so verbrannt wie in Süd-Frankreich aus, wenn nicht viel gewässert wird.

Das ist ein konkreter Vorgeschmack auf die Folgen des Klimawandels: Es wird immer mehr Klimaextreme geben: also heiße, trockene Sommer, abgewechselt mit heftigen Regenschauern, die auch zu Hochwasser führen können.

Das Sterben der Bäume ist eine schlechte Nachricht; Bäume liefern uns frische Luft, weil sie Staub aus der Luft filtern, und sie produzieren Sauerstoff. Sie sind auch eine wichtige Ressource für viele Insekten, Nagetiere und Vögel. Dabei wissen wir, dass grüne Bäume in unserer Wohnumgebung uns entspannen und uns gesund halten. Wenn die Bäume sterben, wird es den Insekten, Vögeln und auch uns Menschen bald schlechter gehen.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Wir können als Bürger von Leipzig selbst was dafür tun, dass der Klimawandel gedämpft wird. Ich habe dafür drei konkrete Anregungen:

Erstens: Nehmt das Fahrrad, wenn ihr in die Stadt fahrt. Leipzig ist ziemlich flach, Fahrrad fahren ist nicht so anstrengend. Es regnet auch lange nicht so oft wie in den Niederlanden, wo ich herkomme. Dabei hält Radfahren uns mobil und gesund! Woran es hier in Leipzig mangelt, aber, sind sichere Fahrradwege. Es gibt schon welche, z. B. an der Prager Straße, aber an vielen Punkten ist es gefährlich, Fahrrad zu fahren. Und wieso werden hier in Leipzig im Winter die Fahrradwege kaum gestreut, und sogar der Schnee von der Fahrbahn auf die Fahrradwege gekehrt?

Das geht auch anders: In Nijmegen, wo ich vorher an der Uni tätig war, hat man im Winter erst die Fahrradwege freigemacht, und dann die Fahrbahn für Autos. Das motiviert, auch im Winter das Fahrrad zu benutzen und das Auto stehen zu lassen.

Als Alternative kann man auch die Straßenbahn, den Bus oder die S-Bahn nehmen. Leipzig hat ein super ÖPNV-Netzwerk, daran soll es nicht liegen. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Leipzig viel zu teuer im Vergleich zum Parken in der Stadt – das ist echt viel zu billig. Wenn ich mit zwei Personen gelegentlich mal zwei Stunden zum Shoppen in die Stadt fahren will, bezahle ich mit der Straßenbahn 5,40 Euro hin und 5,40 Euro zurück.

Dafür kann ich fünf Stunden lang mein Auto unter dem Augustusplatz parken! Also, ein Gratis-Tipp für die Stadt Leipzig: ein Wochenende-Ticket für die Bürger von Leipzig, womit sie am Wochenende für 1 Euro eine Strecke fahren können. Damit können viele dann das Auto zuhause lassen.

Und als Letztes: Liebe Leipziger, hegt und pflegt eure einzigartige Kleingartenkultur! Die Kleingärten halten die Stadt grün und die Einwohner gesund. Und es kann auch den Insektenbestand verbessern, vor allem wenn die Kleingärtner/-innen für viel Biodiversität und Grün im Garten sorgen. Lasst auch gerne mal ein bisschen Baumschnitt liegen oder „Unkraut“ für die Insekten stehen, die da einen Unterschlupf finden.

Und liebe Stadt Leipzig, lasst die Kleingärten in Ruhe. Immer wieder höre ich in der Jahresversammlung von unserem Kleingartenverein, wie die Stadt Leipzig ein gieriges Auge auf unsere Gartenflächen wirft, weil sie da Wohnungen bauen will. Natürlich, die Menschen müssen auch wohnen, aber was nutzt uns eine Wohnung, wenn alles um uns herum grau ist, die Luft verschmutzt, und bei Regenfall der neue Keller unter Wasser steht, weil alles betoniert ist?

Liebe Leipziger, ich liebe unsere grüne Stadt, wo ich seit 5 Jahren zu Hause bin. Wir zusammen können dafür sorgen, dass sie grün bleibt, und damit auch den Klimawandel und seine Folgen dämpfen. Bitte macht alle mit!“

***

Leipziger Linke unterstützt Globalen Klimastreik

Adam Bednarsky, Vorsitzender Die Linke Leipzig erklärt: „Die vorherrschende kapitalistische Wirtschaftsweise führt immer stärker zur Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dies spüren wir sowohl global als auch lokal – hier vor Ort in Leipzig. Hohe Schadstoff-Emmissionen in der Stadt sowie kleiner werdende Freiräume und Grünflächen sind nur zwei Beispiele dafür. Die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen und wie wir das Zusammenleben der Menschen in Leipzig sozial und ökologisch gerechter gestalten wollen, ist für Die Linke eine der zentralen Herausforderungen.

Wir brauchen einen radikalen Klimaschutz, welcher sozial gestaltet ist. Dazu gehören freie Fahrten für Kinder und Jugendliche im ÖPNV ebenso wie ein zügiger und sozial abgesicherter Ausstieg aus der Braunkohle. Dafür müssen wir auch bei den Konzernen ansetzen, da ihr Profitstreben für einen Großteil der CO2 Emissionen und des Naturverbrauchs verantwortlich ist. Systemwechsel statt Klimawandel!“

Marco Böhme, Sprecher für Energie, Mobilität und Klimaschutz der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag ergänzt: „Sachsen behindert seit Jahren den Ausbau von erneuerbaren Energien und ist damit Schlusslicht im bundesweiten Ausbauvergleich. In den nächsten Jahren werden wir sogar einen massiven Rückbau von Windenenergieanlagen erleben, weil eine Vielzahl der alten, über 20 Jahre aktiven Anlagen außer Betrieb gehen, neue Anlagen aber nicht genehmigt werden.

Hier braucht es ein radikales Umdenken und einen massiven Ausbau von Solar- und Windenergieanlagen im Freistaat. Aber auch im Gebäude- und Verkehrssektor sowie im Bereich der Landwirtschaft kann deutlich CO2 eingespart werden. Es braucht endlich eine konsequente Klimaschutzstrategie des Freistaats, die Einsparpotenziale in allen Sektoren in den Blick nimmt und einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet! Die dringend notwendigen sozial-ökologischen Veränderungen haben unter der breiten Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Zivilgesellschaft zu erfolgen.“

***

Das Programm für den Klimastreik am 20. September:

Um 15 Uhr auf dem Augustusplatz beginnt die große Klimademo, zu der mehrere Tausend erwartet werden.

15:00-16:30 Uhr: Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen von FridaysForFuture und von durch die Ausbeutung des Planeten betroffenen Menschen sowie musikalischen Beiträgen von Bodo Wartke, Dota Kehr und Sarah Lesch

16:30-18:00 Uhr: Demonstrationszug entlang des Innenstadtrings und über die Goethestraße zurück zum Augustusplatz in verschiedenen thematischen Blöcken
FridaysForFuture
Scientists4Future
Health4Future
Parents & Grandparents4Future
Artists4Future
SOS Amazônia
System Change (organisiert von Ende Gelände)
We will block you (organisiert von Extinction Rebellion)
Naturschutz und Landwirtschaft (organisiert vom NABU)
Global denken, lokal handeln (organisiert vom Ökolöwen)

Ab 18 Uhr: Abschlusskundgebung und Abschlusskonzert mit „Makeda feat. Münchhoff & Friends“ und „Feurig sein Peter“

Für die Auftakt- und Abschlusskundgebung wird eine Bühne auf der Opernseite des Augustusplatzes bereitstehen. Über das Weiterfahren der Straßenbahnen am Augustusplatz wird die LVB und die Polizei vor Ort entscheiden, während des Demonstrationszuges kommt es zu Straßensperrungen.

Interview: Fridays For Future Leipzig bereitet sich auf den „globalen Klimastreik“ vor

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

 

Fridays for futureKlimastreik#AlleFürsKlima
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Die Leipziger Mieterprobleme von heute sind andere als die der 1990er Jahre
Wie ist ein guter Zustand für alle erreichbar, wenn es um Wohnen und Mieten geht. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDer Mieterverein ist in Leipzig seit 1992 aktiv. Damals konnte er die Leipziger dazu beraten, wie man mit der neuen, marktwirtschaftlichen Mieterwelt umgehen muss. Aber heute könnte er eine völlig neue Rolle bekommen, stellt das Netzwerk „Leipzig – Stadt für alle“ fest und ruft alle Mitglieder des Mietervereins auf, am 21. Oktober an dessen Vollversammlung teilzunehmen.
Einige Thesen über himmlische Heimstätten und die kalifornische Kanalisation
Gilt für New York genauso wie für Schleußig: Bezahlbarer Wohnraum für alle! Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserMit Thesen ist es so eine Sache: Sie bestechen zum einen durch ihre Einfachheit, sind zugleich aber höchst komplizierte Gebilde. Der einfache Teil der Geschichte beginnt für gewöhnlich damit, dass Menschen Thesen über die Welt aufstellen, in der sie leben. Werden diese Thesen populär, dann werden auch die Menschen, die sie aufgestellt haben, bekannt. Mitunter erreichen sie sogar den Rang eines Popstars, werden als Legenden verehrt oder auf sonst einen Thron erhoben. Und den Nimbus des Quasi-Heiligen gibt's gratis dazu.
Politischer Kitsch: Ein philosophischer Versuch, die Sehnsucht der Deutschen nach sentimentaler Scheinpolitik zu erklären
Alexander Grau: Politischer Kitsch. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben in seltsamen Zeiten. Das merkte nicht nur der hessische Philosoph und Journalist Alexander Grau, der mit seinem Buch „Hypermoral“ schon einmal versucht hat zu erfassen, warum in unserer Gesellschaft so eine riesige Lücke klafft zwischen Realität und politischer Geste. Mit „Politischer Kitsch“ versucht er das Phänomen von einer anderen Seite zu erfassen. Denn wo Rationalität verschwindet, regiert der moralische Kitsch.
SC DHfK Leipzig vs. TBV Lemgo 34:32 – Lemgos Lazarettliste zu lang
Viggo Kristjansson feiert mit seinem DHfK-Team einen weiteren Heimsieg. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserSchon zum Pressegespräch war klar, Lemgo wird ohne einige verletzte Stammspieler anreisen. Zur langen Liste der Invaliden gesellten sich kurzfristig zwei weitere Spieler. Schon zu Beginn der ersten Halbzeit sah es aus, als könnten die Leipziger daraus Kapital schlagen. Eine 10:5-Führung stand auf der LED-Anzeige. Doch mit Kampfeswillen und leidenschaftlichem Einsatz gestalteten die Gäste das Spiel spannend, führten gar zur Pause wieder.
Ein Dorf geht auf Zeitreise
Schadensbegehung. © LiebDorf1813

© LiebDorf1813

Vom 18. Oktober bis 20. Oktober 2019 werden auf dem historischen Marktplatz von Liebertwolkwitz, in den angrenzenden Gehöften und rund um die Kirche wieder Ortsgeschichte und -geschichten aus der Zeit um 1800 dargestellt.
ADFC ruft auf zur Fahrraddemo am 29. Oktober in der Inneren Jahnallee und um den Promenadenring
Gelunges Beispiel für „shared space“: Die Schlösserstraße in Erfurt. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserIn Leipzigs Verkehrspolitik dauern wichtige Weichenstellungen mittlerweile erstaunlich lange. Erst 2021 soll eine beschlussfähige Vision für die Gestaltung des Innenstadtrings vorliegen. Erst 2020 sollen die ersten Teilstücke des Rings für den Radverkehr freigegeben werden. Bei so einem Tempo wird man als Radfahrer alt und grau, bevor sich wirklich etwas ändert und das Radfahren am Ring kein Gefahrenparcours mehr ist. Zeit für eine Demo, findet der ADFC.
Ab 22. Oktober im Alten Rathaus zu sehen: Briefe und Postkarten von Max Schwimmer
Max Schwimmer: Brief an Wilhelm Geyger, 20.7.1940 (Ausschnitt). Foto SGM

Foto SGM

Für alle LeserIm Ausstellungsabteil „Neu im Museum“ im zweiten Obergeschoss des Alten Rathauses zeigt das Stadtgeschichtliche Museum regelmäßig Neuzugänge aus seiner Sammlung. Diesmal gibt es mit den Postsendungen eines Leipziger Künstlers einen ganz besonderen Augenschmaus. Zuvor in Privatbesitz, wird ab dem 22. Oktober ein wertvolles Konvolut von Autographen des Leipziger Künstlers Max Schwimmer erstmals öffentlich gezeigt.
Nicht schon wieder Äcker opfern: Dohna will aus IPO-Zweckverband aussteigen
Heute Natur, morgen Beton: Von den IPO-Plänen betroffene Landschaft bei Pirna. Foto: B. Borchers

Foto: B. Borchers

Für alle LeserDohna liegt ziemlich weit im Osten Sachsens, 15 Kilometer östlich von Dresden an der Müglitz. Und der Stadtrat von Dohna hat jetzt etwas getan, was in Sachsen Einmaligkeitswert besitzt: Er hat sich gegen die weitere Versiegelung der Landschaft ausgesprochen und Dohna soll deshalb aus dem Zweckverband Industriepark Oberelbe (IPO) aussteigen.
Noch zehn Jahre bis zur kompletten LED-Beleuchtung in Leipzig
Nachtbeleuchtung am Wintergartenhochhaus. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAb und an überarbeitet die Stadt Leipzig ihre Lichtkonzeption. Die letzte Konzeption stammt noch aus den 1990er Jahren. Da wurde die gesamte noch aus DDR-Zeiten stammende Beleuchtung durch damals moderne Natriumhochdrucklampen ersetzt. Doch mittlerweile ist ein ganz anderes Leuchtenzeitalter angebrochen. LED-Lampen lösen die alten Stromfresser ab. Aber mittlerweile spielt auch das Thema Lichtverschmutzung eine Rolle.
Zwischenzeiten: Michael Kerstgens Fotos aus dem Mühlhausen des Jahres 1990
Michael Kerstgens: Zwischenzeiten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendetwas ist da passiert, das die Menschen in Ostdeutschland völlig verändert hat seit jenem Jahr des Aufbruchs 1990, als sie die Tristesse eines erstarrten Landes hinter sich ließen, um mit einer erstaunlichen Grimmigkeit aufzubrechen in blühende Landschaften. Auch in der thüringischen Stadt Mühlhausen, die der aus Hessen stammende Fotograf Michael Kerstgen im Frühjahr 1990 besuchte und festhielt in eindrucksvollen Fotos.
Konzert zum 172. Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy im Paulinum
Paulinum der Universität Leipzig. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Als Felix Mendelssohn Bartholdy am 4. November 1847 starb, war die Trauer unendlich groß. Während der Trauerfeier am 7. November in der Paulinerkirche nahmen zahlreiche Freunde, Weggefährten, aber auch Leipziger Bürgerinnen und Bürger („ganz Leipzig“, heißt es in einer zeitgenössischen Quelle) vom Ehrendoktor der Universität Leipzig Abschied.
Eine verwirrende Tafel zum Gründungsort des Verlags mit dem Bären im Signet
Die neue Gedenktafel für Breitkopf & Härtel an der Ecke Kupfergasse. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Dienstag, 15. Oktober, wurde ein kleiner Stadtratsbeschluss von 2018 umgesetzt. Anlässlich des 300. Gründungsjubiläums des Verlages Breitkopf & Härtel wurde am Haus Universitätsstraße 18, Ecke Kupfergasse, eine Gedenktafel enthüllt. Der Verlag gilt als der älteste Musikverlag der Welt. Der eigentliche Standort des Verlages war das Haus „Goldener Bär“ Nr. 11, heute die Ostseite der Universitätsstraße mit der Mensa am Park.
Linksfraktion will mit einer Gesetzesinitiative die SLM demokratischer machen
Sitz der SLM in der Lassallestraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Juni hatte schon die SPD ihr Unbehagen am sächsischen Privatrundfunkgesetz geäußert und die veralteten Strukturen der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) kritisiert. Aber jetzt, da CDU, SPD und Grüne über eine mögliche Regierungskoalition verhandeln wollen, befürchtet Die Linke, dass die Demokratisierung der Strukturen bei der SLM wieder auf der Strecke bleibt.
Umweltbürgermeister nimmt am Donnerstag im Stadtbüro Stellung zum Projekt Lebendige Luppe
Heute ein Standgewässer: Die Alte Luppe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit mittlerweile sieben Jahren beschäftigt sich das Projekt „Lebendige Luppe“ mit der Revitalisierung der Leipziger Nordwestaue. Wäre es nach den Plänen von 2012 gegangen, würden schon längst die Bagger neue Wasserläufe durchs Gehölz schlagen und einen künstlichen kleinen Fluss anlegen. Aber seit 2017 sind die alten Pläne Makulatur. Das wird ein Thema bei der Bürgermeistersprechstunde von Heiko Rosenthal am 17. Oktober im Stadtbüro.
Zahl der Berufspendler nach Leipzig strebt der 100.000er-Marke entgegen
Pendlerfrust im Stau. Foto: IG BAU

Foto: IG BAU

Für alle LeserWenn Lebenszeit im Stau flöten geht: Die Zahl der Berufspendler in Leipzig hat einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 96.000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt – das sind 26 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Leipzig noch rund 76.000 sogenannte Einpendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die Zahl der sogenannten Auspendler ist in diesem Zeitraum sogar um 82 Prozent auf rund 64.000 gestiegen.