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Eine solidarische und ökologische Zukunft ist möglich: Wir müssen sie nur endlich fordern

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    Wir stehen an einer Zeitenwende. Und den meisten Menschen ist sehr wohl bewusst, dass sich jetzt vieles sehr gründlich ändern muss. Und dass das mit kleinen Kompromissen, bei denen am Ende doch wieder die Unberührbaren beim Alten bleiben, nicht mehr zu erreichen ist. Deswegen lautet das Fazit des Kongresses „Zukunft für alle“, der zum Teil live in Leipzig stattfand, auch: „Wir müssen groß denken, um nicht in kleinen Reformen zu verharren.“

    Vom 25. bis 30. August haben auf dem Kongress „Zukunft Für Alle“ 1.500 Teilnehmende Entwürfe für eine sozial-ökologische Utopie erarbeitet. Der Kongress war wegen der Corona-Pandemie kurzerhand überwiegend ins Internet verlegt worden. Sowohl auf dem digitalen Kongressgelände, als auch live auf den Abendpodien kamen Menschen aus Wissenschaft, Politik und sozialen Bewegungen zusammen. Den roten Faden des Kongresses bildete die Frage, wie unsere Gesellschaft im Jahr 2048 ökologisch, gerecht und demokratisch sein kann.

    „In den aktuellen Krisen zeigt sich besonders deutlich, warum wir ein neues Wirtschaftssystem brauchen: Die Corona-Pandemie deckt auf, wie ungerecht der gesellschaftliche Reichtum verteilt ist. Die Klimakrise macht deutlich, dass unendliches Wachstum in eine ökologische Katastrophe führt. Positive Vorstellungen einer gerechteren Zukunft sind daher dringend nötig“, erklärt dazu Nina Treu vom Konzeptwerk Neue Ökonomie. „Wir müssen groß denken um nicht in kleinen Reformen zu verharren, die das aktuelle System stabilisieren.“

    Diskussionsgrundlage für den Kongress ist ein Buch, das eine gerechte Gesellschaft 2048 skizziert und am 1. Oktober beim Oekom Verlag erscheint. Die Inhalte wurden mit über 200 Expert/-innen zu verschiedenen Gesellschaftsbereichen erarbeitet. Als Debattenbeitrag für den Kongress ist es als Online-Version auf der Website verfügbar.

    Warmmachen für den Workshop am 25. August in Leipzig. Foto: Konzeptwerk Neue Ökonomie
    Warmmachen für den Workshop am 25. August in Leipzig. Foto: Konzeptwerk Neue Ökonomie

    „Die Mehrheit der Menschen ist nicht gegen eine gleichere, freiere und solidarischere Welt, weil sie die Idee schlecht finden, sondern weil sie sie für unrealisierbar halten“, erläuterte die Autorin Bini Adamczak in ihrer Eröffnungsrede zum Kongress. „Das Problem ist, dass die Mehrheit der Menschen den Kapitalismus für alternativlos hält. Wir müssen eine Welt entwerfen, die auch den Menschen von heute ein neues Zuhause bieten kann.“

    Morgenauftakt mit Natasha A. Kelly (Mittwoch)

    In über 300 Veranstaltungen diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit Referent/-innen wie der Soziologin Dr. Natasha A. Kelly oder Uwe Meinhardt von der IG Metall. In 14 Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Gesellschaftsbereichen wie Arbeit, Finanzen oder Mobilität zeigten internationale Referent/-innen auf, wie eine Zukunft für alle weltweit möglich wird.

    Nilüfer Koç vom Kurdistan National Kongress betonte, dass eine Transformation der Gesellschaft nur als vielfältiger Prozess gelingen könne: „Das kapitalistische System ist in einer tiefen Krise und das ist unsere goldene Chance. Wir müssen als Zivilgesellschaften den Nationalismus überwinden. Die neuen progressiven Bewegungen sind Bewegungen der Vielfalt. Wir müssen uns ohne hierarchische Strukturen zusammenfinden, denn wir brauchen einander.“

    Der Kongress wurde vom Konzeptwerk Neue Ökonomie gemeinsam mit einem breiten Bündnis von rund 60 zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen und einem basisdemokratischen Organisationskreis veranstaltet. Die aufgezeichneten Veranstaltungen sollen auch noch auf Youtube hochgeladen werden, damit auch Menschen eine Chance haben sie anzuschauen, die am Kongress selbst nicht teilnehmen konnten.

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